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Wie Netflix 2 Dollar in 1,7 Milliarden Dollar verwandeln kann

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Die Aktien von Netflix (WKN: 552484) sind in diesem Jahr trotz neuer Konkurrenz und eines unsicheren wirtschaftlichen Umfelds deutlich gestiegen. Die Pandemie hilft dem Unternehmen, Millionen neuer Abonnenten seinen wertvollen Katalog vorzustellen. Nächstes Jahr wird der König des Streaming-Geschäfts die Verbraucher wahrscheinlich auffordern, mehr für „Netflix and Chill“ zu zahlen. Normalerweise bedeutet eine Preiserhöhung schlechte Nachrichten. Doch die Abonnenten von Netflix werden wahrscheinlich nicht zurückschrecken, denn der Service ist erstklassig. Investoren, denen schon eine starke Performance im Jahr 2020 beschert wurde, sollten sich auf eine mögliche Fortsetzung im Jahr 2021 freuen.

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Es ist nicht verwunderlich, dass innerhalb dieser Altersgruppe Netflix die Nummer eins ist, und das mit Abstand.

Aufgrund der Beliebtheit des Streaming-Spitzenreiters führte Piper-Sandler-Analyst Michael J. Olsen eine Umfrage durch. Das Ziel dabei war es, festzustellen, wie viel Privatkunden bereit wären, mehr für ihr Netflix-Abonnement zu bezahlen. Über 1.000 Abonnenten nahmen teil, wobei eine Mehrheit bereit war, eine durchschnittliche Preiserhöhung von 2,40 Dollar pro Monat zu akzeptieren.

Die Preismacht von Netflix entspricht den Erkenntnissen des Fool-Autoren Adam Levy: Netflix gewinnt Marktanteile. Und die Abonnenten scheinen so schnell nirgendwo hinzugehen. Top-Dienstleistungen tendieren dazu, Marktanteile zu gewinnen, und höhere Kundenzufriedenheit führt zu weniger Abwanderung.

Es ist etwas überraschend, dass die Loyalität zu Netflix zunimmt, obwohl Disney+ von Walt Disney weltweit mehr als 60 Millionen zahlende Abonnenten hat. Laut einer Umfrage von Piplsay unter mehr als 63.000 Amerikanern haben mehr als 50 % der 18- bis 38-Jährigen Disney+ abonniert. Darüber hinaus hat Disney+ eine breite demografische Anziehungskraft: Sie reicht von den Toy Story-Filmen für Kinder bis hin zu Marvel- und Star Wars-Filmen für Erwachsene. Dennoch scheinen Disney+ und seine Fähigkeit, Abonnenten anzulocken, Netflix nicht von seiner Strategie abzuhalten, die Preise das eine oder andere Jahr zu erhöhen, um in mehr Inhalte zu investieren.

In den letzten sechs Jahren hat Netflix die Preise viermal erhöht. Die jüngste Preiserhöhung erfolgte im Januar 2019, als die Abonnements in den USA um 2 Dollar pro Monat erhöht wurden. Dies stellte den größten Anstieg in der Geschichte des Unternehmens dar. Und trotzdem blieb das Abonnentenwachstum für das Gesamtjahr 2019 mit 20 % im Jahresvergleich beeindruckend.

Netflix hat im zweiten Quartal 2020 knapp 73 Millionen zahlende Abonnenten in den USA und Kanada, was etwa 38 % der gesamten globalen Kundenbasis des Unternehmens entspricht. Bei einer Preiserhöhung von 2 Dollar pro Monat würde das Standard-Abo von Netflix 14,99 Dollar betragen. Netflix sollte AT&T vielleicht eine Dankeskarte schicken, denn sein HBO Max kostet pro Monat 14,99. Und dies bietet Netflix die Rechtfertigung, einen ähnlichen Preis zu verlangen.

In den USA und Kanada erzielte Netflix im zweiten Quartal 2020 einen durchschnittlichen Umsatz pro Benutzer (Average Revenue per User, kurz ARPU) von 13,25 Dollar. Außerdem lag der ARPU des Unternehmens in dieser Region in den letzten vier Quartalen durchweg über 13 Dollar pro Benutzer. Bei einer Preiserhöhung von 2 Dollar würde der ARPU hier auf 15,25 Dollar steigen. Dies setzt voraus, dass die Kunden als Reaktion daraufhin ihr Abonnement nicht hoch- oder abstufen.

Diese 2 Dollar pro Monat würden selbst ohne Kundenzuwachs mehr als 1,7 Milliarden Dollar an zusätzlichem Jahresumsatz in den USA und Kanada generieren. Netflix könnte aufgrund der Preiserhöhung eine erhöhte Abwanderung erleben. Innerhalb weniger Quartale nach der letzten Preiserhöhung normalisierte sich das Abwanderungsniveau jedoch wieder. Darüber hinaus scheint es Möglichkeiten für Preiserhöhungen in Übersee zu geben. Denn auch dort hat Netflix einen breiten Katalog an internationalen Inhalten zu bieten.

Aus Pennys werden Millionen

Netflix-Abonnenten in den USA zahlen durchschnittlich 13,25 Dollar pro Monat, doch das ist weit mehr als der Durchschnitt der internationalen Kunden.

In den letzten vier Quartalen gab es positive wie negative Entwicklungen bezüglich des Abonnentenstamms von Netflix. Der ARPU des Unternehmens in seinem Inlands-, Europa-, Nahost- und Afrikageschäft stieg allmählich an. Im Gegensatz dazu ist der ARPU in Lateinamerika und im asiatisch-pazifischen Raum jährlich zurückgegangen.

Darüber hinaus sind der Inhaltskatalog von Netflix und die Kosten pro Titel auf länderspezifischer Ebene recht unterschiedlich. Man kann argumentieren, dass ein breit gefächerter Inhaltskatalog Netflix Preismacht verleihen sollte. Theoretisch sind Kunden also bereit, für eine breitere Auswahl mehr zu zahlen. Diese Beziehung scheint in den meisten Top-Märkten des Unternehmens zuzutreffen.

Es sollte keine Überraschung sein, dass das Vereinigte Königreich den zweithöchsten durchschnittlichen ARPU für Netflix generiert. Denn es bietet gleichzeitig den zweitgrößten Inhaltskatalog an. Kanada hat Ähnliches zu bieten, da es zusammen mit den USA den höchsten durchschnittlichen ARPU erzielt und den drittgrößten Katalog anbietet. Netflix verdient demnach in der Regel das meiste Geld pro Benutzer, wenn es eine breite Auswahl an Inhalten anbietet.

Es gibt jedoch Länder, in denen Netflix noch immer in seine zukünftige Preismacht investiert. Obwohl viele Länder von der Pandemie hart getroffen wurden, könnte der Streaming-Gigant die Möglichkeit haben, die Preise zu erhöhen, wenn sich diese Gebiete erholen. Zum Beispiel: In Indien, Brasilien und Japan liegen die Abonnementpreise 32 bis 39 % unter den inländischen Tarifen, dennoch sind diese Länder unter den Top 10 der größten Kataloge vorzufinden.

Das Fazit: Netflix wird von inländischen Abonnenten im Jahr 2021 wahrscheinlich mehr verlangen. Die Abonnenten werden wahrscheinlich mit den neuen Preisen einverstanden sein, da sie den Service von Netflix als sehr wertvoll empfinden. Investoren können jetzt in diese Wachstumsaktie investieren, bevor der Nutzen potenzieller Preiserhöhungen den Kurs in die Höhe treibt.

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Chad Henage besitzt Aktien von AT&T. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Netflix und Walt Disney und empfiehlt die folgenden Optionen: Long Januar 2021 $60 Calls auf Walt Disney und Short Oktober 2020 $125 Calls auf Walt Disney.

Dieser Artikel wurde von Chad Henage auf Englisch verfasst und wurde am 29.08.2020 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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