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Deutsche Wohnen oder Vonovia? Auf welchen Immobilienwert ich jetzt eher setzen würde!

Foto: Getty Images

Wer in Aktien investieren möchte, sollte sich ja vorab immer gründlich über alle bestehenden Möglichkeiten informieren. Gerade dieses Jahr könnte diese Vorgehensweise wichtiger denn je sein. Denn durch das Coronavirus sind weltweit viele Unternehmen ein wenig in Schieflage geraten. Obwohl hier nicht das Virus selbst, sondern vielmehr die Maßnahmen, die zur Eindämmung der Pandemie angeordnet wurden, zum wirtschaftlichen Niedergang einzelner Branchen geführt haben.

Umso wichtiger ist es, sich als Investor auf Werte zu konzentrieren, die nicht so stark von der Coronakrise betroffen sind. Ein Bereich, der hier ins Auge fällt, ist meiner Meinung nach der Immobiliensektor. Denn für die Wohnungsunternehmen lief es eigentlich relativ normal weiter. Beschäftigen wir uns im heutigen Artikel deshalb einmal mit zwei Vertretern dieser Branche und schauen uns an, bei welchem der beiden Unternehmen ich jetzt eher an einen Einstieg denken würde.

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Vonovia

So wie es aussieht, hat Europas führendes Wohnungsunternehmen Vonovia (WKN: A1ML7J) unter der Coronapandemie bislang wenig gelitten. Zum Portfolio des Konzerns gehören derzeit rund 415.000 Wohnungen. Diese verteilen sich auf alle attraktiven Städte und Regionen Deutschlands, Österreichs und Schwedens. Damit besitzt Vonovia einen Immobilienbestand im Wert von ca. 55,7 Mrd. Euro. Dies hört sich interessant an, wenn man bedenkt, dass die Marktkapitalisierung nur bei rund 33 Mrd. Euro liegt.

Schaut man auf die Zahlen für das erste Halbjahr, scheint das Coronavirus bei Vonovia keinerlei Spuren hinterlassen zu haben. Die Mieteinnahmen kletterten gegenüber dem Vorjahr um 11,6 % auf 1,13 Mrd. Euro. Und beim EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) sieht man eine Steigerung um 8,0 % auf 942 Mio. Euro. Von Krise ist hier also absolut nichts zu spüren.

Dementsprechend gut sieht dieses Jahr auch der Kursverlauf der Vonovia-Aktie aus. Sie ging zwar in der Panik im März auch in die Knie, hat sich aber schnell wieder von dem Rückschlag erholt. Vor Kurzem markierte sie mit 62,22 Euro (02.09.2020) sogar ein neues Allzeithoch. Aktuell notiert sie mit 57,56 Euro (04.09.2020) allerdings schon wieder gut 7,5 % darunter. Dies hat mit einer Kapitalerhöhung zu tun, die Vonovia am 03.09.2020 abgeschlossen hat.

Über diese Kapitalmaßnahme wurde rund 1 Mrd. Euro frisches Geld eingesammelt. Ziel der Aktion ist es, mit dem neuen Kapital Schulden abzulösen und neue Investitionen zu tätigen. Auch wenn das Bezugsrecht für Altaktionäre ausgeschlossen war, sollte sich die Maßnahme langfristig aber positiv auf die Geschäftsentwicklung von Vonovia auswirken. Und dies kommt dann ja letztendlich wieder allen Anteilseignern zugute.

Deutsche Wohnen

Gegenüber Vonovia ist der zweite Kandidat, die Deutsche Wohnen (WKN: A0HN5C) hauptsächlich im Inland vertreten. Und dementsprechend befindet sich das Immobilienportfolio des Konzerns auch überwiegend in deutschen Metropolregionen. Es gehören rund 164.000 Wohn- und Gewerbeeinheiten zum Bestand, die einen Gesamtwert von circa 24,2 Mrd. Euro aufweisen.

Bei den Halbjahreszahlen, die der Konzern am 13.08.2020 präsentierte, sah man ein gemischtes Bild. Während die Mieteinnahmen um 2,6 % auf 411 Mio. Euro gestiegen sind, musste man beim EBITDA ein Minus von 12,5 % verkraften. Es sank von 382 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum auf aktuell nur noch 334 Mio. Euro. Doch die Deutsche Wohnen sieht sich auf Kurs und hat ihre Ziele für das Gesamtjahr bestätigt.

Auch die Aktie der Deutsche Wohnen liefert in diesem Jahr ein durchaus positives Bild ab. Nach einem kräftigen Rücksetzer im März, der ja bekannterweise durch die Coronapandemie ausgelöst wurde, ging es mit den Papieren aber gleich wieder rasant nach oben. Aktuell notieren sie mit 43,49 Euro (04.09.2020) nur 5,87 % unter ihrem absoluten Höchststand, den sie einen Tag vorher mit 46,20 Euro (03.09.2020) erreicht haben.

Wie wird es mit der Deutsche-Wohnen-Aktie weitergehen? Von den 13 Analysten, die sich mit dem Wert beschäftigt haben, empfehlen immerhin sieben Experten die Papiere zum Kauf. Fünf von ihnen raten zum Halten der Aktie. Allerdings liegt das durchschnittliche Kursziel der Analysten mit 42,19 Euro unter dem derzeitigen Kurs der Aktie.

Fazit

Beide Unternehmen gehören ohne Frage zu den bessern Werten auf dem deutschen Kurszettel. Denn die Anzahl der Mietwohnungen in Deutschland und den europäischen Metropolen reicht bei Weitem nicht aus, um die Nachfrage zu decken. Mir gefällt allerdings Vonovia aufgrund der internationaleren Ausrichtung und der höheren Marktkapitalisierung etwas besser. Ich würde daher aktuell eine Investition in die Vonovia-Aktie bevorzugen.

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Andre Kulpa besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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