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Capri Holdings: Wie hat sich die Top-Aktie im letzten Jahr geschlagen?

verregnete Einkaufsstraße
Foto: The Motley Fool

Das Unternehmen Capri Holdings (WKN: A2PBDX) habe ich als Top-Aktie im September 2019 besprochen. Auch wenn ein Jahr für einen langfristigen Investor keine Zeit ist, möchte ich ähnlich wie zuletzt bei British American Tobacco (WKN: 916018) ein erstes Zwischenfazit wagen.

In dem Artikel schauen wir uns die Performance der Aktie an und vergleichen diese mit der operativen Entwicklung des Unternehmens. Hier möchte ich mich auch an einer Einordnung der neuesten Entwicklungen versuchen. Abschließend kläre ich, ob mein ursprünglicher Investmentcase noch Bestand hat.

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Wie hat sich die Aktie im letzten Jahr entwickelt?

Zum Zeitpunkt des letztjährigen Artikels notierte die Aktie von Capri Holdings bei 27,67 USD. Am 04.09.2020 stehen die Anteile nur noch bei 17,16 USD. Das Papier befindet sich heute ca. 38 % tiefer als vor einem Jahr. Der niedrigste Wert in den letzten 52 Wochen wurde mit 5,42 USD während des Corona-Einbruchs erreicht. Kurz davor notierte die Aktie allerdings bei 39,90 USD.

Zunächst lief alles wie im Bilderbuch, das Papier konnte sich von dem damals bereits eher günstig wirkenden Niveau erholen. Der Investmentcase war ja auch, dass der Markt auf die gestiegene Verschuldung infolge der Übernahme von Versace viel zu negativ reagiert hat. Zwar verlor die Kernmarke Michael Kors im Vergleich zum Vorjahr Umsätze, aber kompensierte das umsatzseitig die Eingliederung und positive Entwicklung bei Versace. Daneben verzeichnete man vor außerordentlichen Abschreibungen immer noch eine zweistellige operative Marge.

Einen Strich durch die Rechnung hat allerdings der Lockdown im Zuge der Verbreitung des Corona-Virus gemacht. Capri war ein Leidtragender der Ladenschließungen. Damit verbunden brach der Umsatz im Zeitraum März bis Juni im Vergleich zum Vorjahr um 67 % ein. Die Aktie war in der Folge besonders von der Panik an den Märkten betroffen. In den letzten Monaten setzte allerdings wieder eine Erholung ein, die aber noch meilenweit vom damaligen Einstiegskurs entfernt ist. Vieles wird davon abhängig sein, wie schnell sich das Unternehmen operativ erholt.

Operative Entwicklung von Capri

Es ist positiv, dass die Nettoverschuldung während Corona noch nicht angestiegen ist. Zwar hat man im Vergleich zum letzten Quartal vor Corona 400 Mio. USD mehr Liquidität, diese allerdings noch nicht verwenden müssen. Daneben kann man der aktuellsten Präsentation von Capri entnehmen, dass sich die Verkäufe im Juli weiter erholt haben.

Bei Google Trends zeigt sich, dass sich das Interesse an den Marken von Capri Holdings wieder dem Vorjahreswert annähert. Hier sollte man frühzeitig ablesen können, ob das Weihnachtsgeschäft im November ähnlich wie in den Vorjahren anläuft und es zu ähnlichen Ausschlägen kommt. Im Vergleich zum Mai haben auch alle Websites der Konzernmarken für jeden Monat zwischen Juni und August höheren Traffic verzeichnet. Positiv ist außerdem, dass sich die Belegschaft auch in den Zeiten von Corona größtenteils positiv zum Arbeitgeber und CEO äußert.

Vieles deutet in meinen Augen darauf hin, dass die Trendumkehr weiterhin anhält. Mit der wachsenden Zahl der Follower in den sozialen Medien, bei Versace zum Beispiel 13 % plus im Vergleich zum Vorjahr, kann man sehen, dass die Marken langfristig nicht beschädigt sein sollten.

Capri halten oder verkaufen?

Capri war besonders vom Lockdown betroffen. Während zum Beispiel LVMH (WKN: 853292) nur Umsatzeinbußen von 38 % im zweiten Quartal verzeichnete, erwischte es Capri fast doppelt so stark. Das liegt zum einen daran, dass das Asiengeschäft noch relativ schwach ist. Hier erzielte man zuletzt nur 16 % des Umsatzes, LVMH hingegen 30 %. Capri konnte vor Corona allerdings mit jährlichen zweistelligen Zuwachsraten in der Region positive Meldungen generieren.

Hier wird man auch in Zukunft darauf achten müssen, ob der Trend anhält. Eine starke Präsenz in China wird von besonderer Priorität sein, da China bis 2025 für etwa 40 % des weltweiten Konsums im Luxussegment stehen wird. Daneben wird der Onlinehandel weiter an Bedeutung gewinnen und wesentlich stärker wachsen als der Gesamtmarkt.

Hier erzielt Capri entgegen der Peergroup erst einen kleineren Teil vom Umsatz. Durch Corona getrieben konnte man allerdings im ersten Quartal eine Steigerung von ca. 30 % im Vergleich zum Vorjahr verzeichnen. Mit den beschriebenen positiven Trends und dem bevorstehenden Weihnachtsgeschäft werde ich weiterhin an der Aktie festhalten. Mit einem erwarteten Kurs-Gewinn-Verhältnis für das nächste Geschäftsjahr von 5,07 (Stand: 4.9.2020) traue ich dem Unternehmen zu, durchaus positiv zu überraschen.

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Florian Hainzl besitzt Aktien von Capri Holdings. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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