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Daimler in der Krise: Die S-Klasse soll neuen Schwung bringen

Daimler (WKN: 710000) war lange Zeit einer der Lieblinge der Investoren. Seit Ende der Finanzkrise konnte der Konzern praktisch nichts falsch machen. Kurz vor der Krise hat man noch die glücklose Allianz mit Chrysler beendet und Chrysler für mehrere Mrd. Dollar an den Finanzinvestor Cerberus verkauft. Gerade noch rechtzeitig, denn nur zwei Jahre später ist Chrysler in die Insolvenz gerutscht und wurde an Fiat verkauft, woraus nun FiatChrysler (WKN: A12CBU) geworden ist.

Nach der Krise konnte Daimler dann auf einer beispiellosen Erfolgswelle reiten, die von den weltweit stark steigenden Fahrzeugverkäufen angefacht wurde. In der Zeit hat Daimler die Modellpalette extrem erweitert und den weltweiten Fahrzeugabsatz verdoppelt. Zahlreiche neue SUVs wurden auf den Markt gebracht und haben Daimler die Krone unter den deutschen Premiumherstellern zurückgeholt.

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Aber seit 2017 laufen die Geschäfte nicht mehr so rund, wie man das gerne hätte. Die globalen Fahrzeugverkäufe sinken, was sich auch in den Auslieferungszahlen von Daimler widerspiegelt. Mit dem Rückgang des Marktvolumens gehören die fetten Jahre der Branche erst mal der Vergangenheit an. Aktuell geht es vielmehr darum, die Modellpalette einzudampfen und Kosten zu senken.

Denn neben den seit einigen Jahren deutlichen Problemen der Branche hat die COVID-Pandemie zu einem erheblichen Absatzrückgang geführt, der die Gewinne noch zusätzlich belastet.

Absatzschwund verhagelt die Bilanz

Doch auch ohne die Pandemie hatte Daimler in den letzten Jahren bereits genügend Probleme. Allein im letzten Jahr musste die Prognose mehrfach nach unten korrigiert werden, da die Absatzzahlen deutlich schwächer waren, als erwartet. Darüber hinaus gab es milliardenschwere Rückstellungen im Zusammenhang mit Abgasmanipulationen.

Zuletzt setzte Daimler auch noch die Kaufzurückhaltung in der Pandemie zu. Im zweiten Quartal des Jahres musste deshalb ein herber Verlust eingesteckt werden. Insgesamt hat man in den drei Monaten fast 2 Mrd. Euro verloren. Im ersten Quartal ist man noch ganz knapp am Verlust vorbeigeschrammt. In der ersten Jahreshälfte sind daher 1,7 Mrd. Euro an Verlusten zusammengekommen. Trotz allem soll das Gesamtjahr aber mit einem Gewinn abgeschlossen werden.

Damit der Konzern wieder zu alter Stärke finden kann, wird gerade mit enormem Marketingaufwand die neue S-Klasse eingeführt. Das Flaggschiff ist zwar von den Stückzahlen für den Konzern nicht relevant. Dafür ist das Luxusfahrzeug aber extrem profitabel. In gewisser Weise ist es aber auch ein Zeichen, dass Daimler weiterhin versucht, an den Traditionen festzuhalten. Denn das große Modell mag zwar eine Menge Gewinn abwerfen, aber auf dem Weg zu einem geringeren Energieverbrauch ist es sicherlich nicht sehr hilfreich.

Daimler droht den Anschluss zu verlieren

Das könnte sich noch als Problem herausstellen. Denn ab dem nächsten Jahr gelten strengere Abgasgrenzwerte in der EU. Daimler gilt als einer der Kandidaten, die die Grenzen überschreiten werden, was zu milliardenschweren Strafzahlungen führen kann. Generell wird in den kommenden Jahren wohl die Nachfrage nach Elektrofahrzeugen stark ansteigen, da es von den Regierungen Kaufanreize in diese Richtung gibt. Daimler ist in dieser Hinsicht bisher nicht gut aufgestellt und könnte langfristig das Nachsehen haben. Denn die Konkurrenz ist auf diesem Gebiet schon viel weiter. Sowohl Renault (WKN: 893113) als auch VW (WKN: 766403) und Tesla (WKN: A1CX3T) haben allesamt Elektrofahrzeuge, die sich gut verkaufen und noch viele weitere Fahrzeuge in der Pipeline.

Die aktuellen Probleme, mit denen Daimler zu kämpfen hat, könnten daher nur ein Vorgeschmack sein auf die Probleme, die noch bevorstehen. In diesem Jahr musste bereits die Dividende massiv zusammengestrichen werden. Diese geringe Dividende könnte das neue Normalniveau darstellen, wenn nicht in naher Zukunft für die Kunden attraktive Elektrofahrzeuge auf den Markt gebracht werden.

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Dennis Zeipert besitzt Tesla-Aktien. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Tesla.

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