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Südkoreas und Chinas ambitionierte Wasserstoffpläne! Sinken die Produktionskosten bis 2030 um 50 %?

Foto: Getty Images

Die Nel (WKN: A0B733)-Aktie, Plug Power (WKN: A1JA81)-Aktie und Ballard Power (WKN: A0RENB)-Aktie zählen derzeit zu den beliebtesten Wasserstoff-Werten. Doch lange Zeit führten sie eher ein Schattendasein. Mit dem nun langsam einsetzenden Wandel hinsichtlich der Denkweise über den CO2-Ausstoß und seinen Folgen erleben diese Unternehmen und der gesamte Wasserstoff-Sektor nun allerdings einen starken Aufschwung, der über die nächsten Jahrzehnte anhalten sollte.

Südkoreas Wasserstoff-Pläne

Wie nachhaltig dieser Trend sein könnte, zeigen Sodkoreas ambitionierte Pläne. Das Land möchte bis 2040 etwa 6,2 Mio. Wasserstoff-Fahrzeuge auf die Straße bringen und 1.200 Wasserstoff-Tankstellen errichten. Bis 2022 sollen es bereits 80.000 Brennstoffzellen-Fahrzeuge und etwa 300 Wasserstoff-Tankstellen sein. Um dieses Ziel zu erreichen, wurde kürzlich ein Investitionsprogramm in Höhe von 130 Mrd. US-Dollar verabschiedet. Während der südkoreanische Wasserstoffmarkt 2020 ein Volumen von 12 Mrd. US-Dollar besitzt, soll er bis 2030 etwa 21,3 Mrd. US-Dollar erreichen.

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Dabei soll grüner Wasserstoff langfristig kostengünstiger als fossil erzeugter werden. Derzeit ist er immer noch zwei- bis viermal so teuer. Die Planungen sehen vor, die Produktionskosten für grünen Wasserstoff bis 2030 zu halbieren. Über einen Ausbau der erneuerbaren Energien wird eine Senkung der Öko-Strompreise angestrebt.

Zur weiteren Kostensenkung sollen eine Elektrolyseur-Massenfertigung und technische Effizienzsteigerungen beitragen. Das Energieberatungsunternehmen Wood Mackenzie geht aufgrund dieser Initiativen deshalb davon aus, dass sich die Produktionskosten für grünen Wasserstoff bis 2030 tatsächlich halbieren könnten.

Über ein höheres Produktionsvolumen soll sich zudem der Preis für das Kilo Wasserstoff insgesamt reduzieren. An Südkoreas Tankstellen kostet es aktuell 5,7 bis 7,1 US-Dollar. Bis 2022 sollen es 4,8 US-Dollar und bis 2040 2,4 US-Dollar sein.

Südkorea plant zudem, Wasserstoff zu importieren. Derzeit werden für den Infrastrukturaufbau und für die Brennstoffzellen-Technologie noch viele ausländische Firmen benötigt, aber dies soll sich über die kommenden Jahre durch Unternehmen wie Doosan Fuel Cell (WKN: A2PS8J) ändern. Das Land möchte Wasserstoff nicht nur als Treibstoff für den Verkehr, sondern auch für die Industrie und für die Wärmeversorgung der Haushalte nutzen.

Bis es so weit ist, sind allerdings noch hohe Investitionen und starke Anreizprogramme nötig. Ist jedoch erst einmal ein Massenmarkt mit geringen Produktionskosten geschaffen, zieht die steigende Wirtschaftlichkeit vermehrt privates Kapital an. Der internationale Aufbau beginnt schon heute, denn nicht nur Südkorea schafft derzeit die Rahmenbedingungen für eine Wasserstoffwirtschaft.

China wird eine Sogwirkung erzeugen

Japan, China, Australien oder auch Deutschland und die Europäische Union sind weitere große Märkte, die ebenfalls einen Massenmarkt aufbauen möchten. Vor allem China plant neben Südkorea große Investitionen und wird infolgedessen auf alle anderen Länder der Welt eine Art Sogwirkung ausüben.

In diesem Jahr plant China den Einsatz von 5.000 Brennstoffzellen-Fahrzeugen, den Bau von über 100 Wasserstoff-Tankstellen und die Produktion von 72 Mrd. Kubikmeter Wasserstoff. 2030 sollen es schon über 1 Mio. Fahrzeuge, über 1.000 Tankstellen und jährlich 100 Mrd. Kubikmeter (davon über 50 % grüner) Wasserstoff sein.

Aufgrund der Pläne und Großinvestitionen dieser Vorreiterstaaten zieht nun auch Deutschland nach. Bis 2040 sollen zehn Gigawatt an Elektrolysekapazität aufgebaut und 9 Mrd. Euro investiert werden.

Foolishes Fazit

All diese Entwicklungen zeigen, dass gut positionierte Wasserstoff-Unternehmen noch viel Entwicklungsspielraum haben sollten. Kleine Firmen können allerdings auch schnell aus dem Wettbewerb ausscheiden oder zwischenzeitlich stark einbrechen. An den Branchenperspektiven würde dies allerdings nichts ändern.

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