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Dow-Jones-Index ändert seine Zusammensetzung und warum die Apple-Aktie 50 % fallen könnte!

  • Wie sich der Dow-Jones-Index bildet und gewichtet
  • Apple mit Aktiensplit
  • Apple-Aktien sind stark überbewertet
  • Warren Buffett könnte weiter dabeibleiben

Die Zusammensetzung des Dow-Jones-Indexes wird sich zum 31. August 2020 ändern. Die Unternehmen Exxon Mobil (WKN: 852549), Pfizer (WKN: 852009) und Raytheon Technologies (WKN: A2PZ0R) werden entnommen, während Amgen (WKN: 867900), Salesforce (WKN: A0B87V) und Honeywell (WKN: 870153) ergänzt werden. Da aufgrund des Apple (WKN: 865985)-Aktiensplits dessen Gewichtung im Dow-Jones-Index sinkt, soll über die Neuaufnahmen ein Ausgleich geschaffen werden.

Wie sich der Dow-Jones-Index bildet und gewichtet

In den Dow-Jones-Index werden nicht, wie beim DAX, die nach Marktkapitalisierung 30 größten Unternehmen aufgenommen, sondern sie werden nach eigenem Ermessen von S&P Dow Jones Indices ausgewählt. Einzige Grundvoraussetzungen für die Aufnahme sind eine große Marktkapitalisierung, wobei nicht zwangsweise die größten Unternehmen aufgenommen werden, und eine hohe Liquidität der gehandelten Aktien.

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Erstaunlich ist zudem die Gewichtung innerhalb des Index. Sie erfolgt nach der Höhe des Aktienkurses, der fundamental gesehen keine Aussagekraft über ein Unternehmen besitzt. Wäre also beispielsweise Berkshire Hathaway (WKN: 854075) im Dow vertreten, würde diese Aktie aufgrund ihres hohen Aktienkurses von 320.430 US-Dollar den Index allein bilden (25.08.2020).

Dies jedoch nur zur kurzen Erklärung.

Apple mit Aktiensplit

Darüber hinaus wird Apple zum 31.08.2020 einen Aktiensplit durchführen, bei dem sich der Kurs viertelt. Obwohl der Split fundamental keinen Effekt hat, wird sich die Gewichtung des Dow-Jones-Indexes trotzdem ändern.

Ein Aktiensplit wird von Unternehmen immer dann durchgeführt, wenn der Kurs stark gestiegen ist und die Aktien nur noch von weniger Marktteilnehmern handelbar wären. Für die Kursentwicklung des jeweiligen Papiers sind Splits allerdings nicht vorteilhaft, denn die Masse der Anleger reagiert emotional und kurzfristig, was in bestimmten Phasen zu einer hohen Volatilität des Aktienkurses führt.

Warren Buffett hat aus diesem Grund für Berkshire Hathaway nie einen Split angewiesen, obwohl er oft dazu gedrängt wurde, und lockte so nur Langfristanleger an. Die Folge: Der Kurs entwickelte sich relativ stetig.

Apple-Aktien sind stark überbewertet

Für die Apple-Aktie besteht derzeit aber ein noch viel größeres Problem: Sie ist gnadenlos überbewertet und könnte deshalb stärker korrigieren.

Dafür gibt es gleich mehrere Indizien. Betrachten wir einmal den Aktienkurs seit dem Jahr 2010. Während er sich anfangs relativ langsam nach oben entwickelte, begann er nach dem Warren-Buffett-Einstieg 2016 stärker zu steigen. Ab 2019 begann eine weitere Beschleunigung des Anstieges und die Erträge zogen nicht im gleichen Tempo nach. Erfahrungsgemäß führen immer steiler steigende Kurse geradewegs in eine Blase.

Kommt nun nur eine Negativmeldung hinzu, könnte ein starker Einbruch bei der Apple-Aktie erfolgen. Denkbar ist aber auch eine langsame Abflachung, solange die Ergebnisse weiterhin positiv ausfallen.

Tatsächlich war Apple zum Zeitpunkt des Warren-Buffett-Einstiges (2016) unterbewertet und bis 2019 gab es keine Beanstandungen an der Kursentwicklung. Der letzte Anstieg im aktuellen Jahr (2020) führte jedoch dazu, dass der Kurs nun stark von der fundamentalen Entwicklung abweicht.

Dazu nur einige Kennzahlen. 2016 lag Apples Kurs-Gewinn-Verhältnis nur bei 13,9, während es heute 38 beträgt (25.08.2020). Die Marktkapitalisierung ist seit 2010 durchschnittlich um 26,1 % gestiegen, während die Erträge lediglich mit einer Rate von 16,5 % wuchsen. Retten könnten Apple nur sehr gute Jahresergebnisse, wonach es aber derzeit nicht aussieht. In den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2020 stieg der Umsatz nur um knapp 7 %, während der Gewinn um 7,6 % zulegte.

Warren Buffett könnte weiter dabeibleiben

Nun möchtest du sicherlich wissen, wo Apples fairer Wert liegt. Nach meiner Berechnung bei etwa 250 US-Dollar vor und etwa 62,5 US-Dollar nach dem Aktiensplit vom Monatsende. Warren Buffett könnte trotzdem beteiligt bleiben und wie bei Coca-Cola (WKN: 850663) nach 1998 eine mehrjährige Korrektur einfach aussitzen, solange Apples fundamentale Entwicklung weiterhin stark bleibt.

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Christof Welzel besitzt Berkshire Hathaway-Aktien. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Apple, Berkshire Hathaway (B-Aktien) und Salesforce. The Motley Fool empfiehlt Amgen und empfiehlt die folgenden Optionen: Short September 2020 $200 Call auf Berkshire Hathaway (B-Aktien), Short January 2021 $200 Put auf Berkshire Hathaway (B-Aktien) und Long January 2021 $200 Call auf Berkshire Hathaway (B-Aktien).

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