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Daimler im Umbruch: Zeit für einen Blick auf die Aktie?

Daimler (WKN: 710000) hat keine guten Jahre hinter sich. Spätestens seit dem Geschäftsjahr 2017 geht es bergab mit dem operativen Ergebnis (EBIT) und dem Nettogewinn. Lag der Konzernüberschuss 2017 noch bei etwa 10,5 Mrd. Euro, ist nun mit 2,4 Mrd. Euro weniger als ein Viertel davon übrig (Geschäftsjahr 2019).

Dieselskandal, E-Mobilität, Digitalisierung und nun auch die COVID-19-Pandemie. Allesamt Bereiche, die über die Jahre hinweg an der Profitabilität des Konzerns aus Stuttgart genagt haben. Vor allem Investitionen in die E-Mobilität und in die Digitalisierung kosten viel Geld. Geld, das erst wieder reingespült werden muss. Denn noch vor ein paar Jahren hat man kräftig Werke auf der ganzen Welt gekauft oder errichtet, um die Produktion hochzufahren. Mit dem Wandel zur E-Mobilität sind nun erhebliche Überkapazitäten vorhanden, die hohe Kosten verursachen.

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CEO Ola Källenius legt laut einem Bericht des Manager Magazins nun die Daumenschrauben an. Werke sollen geschlossen und Stellen abgebaut werden. Teilweise je nach Abteilung um bis zu 30 %. Es sind keine einfachen Zeiten für die Autoindustrie und Daimler wird im Laufe der kommenden Monate unter Beweis stellen müssen, dass sie sich zukunftsfähig aufstellen. Werfen wir in diesem Sinne einen Blick auf die aktuellen Quartalszahlen und auf eine positive Nachricht für die Daimler-Aktie.

Quartalszahlen: Daimler im Umbruch

Die Zahlen zum zweiten Quartal 2020 belegen ganz klar, dass Daimler sich gänzlich im Umbruch befindet. Die wichtigsten Kennzahlen entwickelten sich größtenteils negativ. Der Konzernabsatz in Bezug auf die ausgelieferten Fahrzeuge ist von 821.700 auf 541.000 eingebrochen. Zugegeben ein sehr starker Rückgang, der aber zu einem nicht unerheblichen Teil auch auf die aktuelle Pandemie zurückzuführen ist. Dementsprechend ist allerdings auch der Konzernumsatz nicht verschont geblieben. Statt knapp 43 Mrd. Euro im Vorjahresquartal weist Daimler für den diesjährigen Zeitraum nur etwa 30,2 Mrd. Euro an konzernübergreifendem Umsatz aus. Das Konzernergebnis ist mit minus 1,9 Mrd. Euro ebenfalls deutlich negativ ausgefallen (Vorjahr: minus 1,2 Mrd. Euro).

Dennoch gibt es auch kleine Highlights, die man im Zahlenwerk beachten sollte. So konnte Daimler durch den Einsatz von kostensparenden Maßnahmen sogar wieder einen freien Cashflow erwirtschaften. Dieser wird mit 685 Mio. Euro im Industriegeschäft ausgewiesen (Vorjahr: minus 1,3 Mrd. Euro). Definitiv ein positives Zeichen, auch wenn der freie Cashflow weiterhin stark von Investitionen geprägt sein wird. Man sollte als Investor diesbezüglich auf dem Boden der Tatsachen bleiben, zumal der freie Cashflow für ein Unternehmen mit dem Format von Daimler noch überschaubar wirkt.

Daimler scheint trotzdem ein intensives Kostenmanagement zu betreiben, das langsam beginnt, seine Wirkung zu entfalten. Für mich steht dennoch fest, dass es ein harter Weg sein wird, bis Daimler wieder zu alter Stärke zurückfindet. CEO Ola Källenius ist positiv gestimmt und betont, dass insbesondere bei den Pkw von Mercedes-Benz eine starke Nachfrage nach den Spitzenmodellen und den elektrifizierten Fahrzeugen verzeichnet wird. Dieser Trend soll weiter aufrechterhalten werden und Daimler soll schlussendlich zu einem führenden Autohersteller in der Elektrifizierung und Digitalisierung werden.

Großauftrag von Amazon: Aufwind für die Daimler-Aktie?

Ein weiteres Indiz dafür, dass Daimler in Sachen Elektrifizierung aufholt, ist eine kürzlich getätigte Großbestellung von Amazon bei dem Stuttgarter Autobauer. Amazon-Chef Jeff Bezos plant den Aufbau der „nachhaltigsten Transportflotte der Welt“. Davon profitiert auch Daimler nun in Sachen Elektrifizierung, denn Amazon hat satte 1.800 Elektrofahrzeuge bei Daimler in Auftrag gegeben.

Ob Daimler allerdings auch in Zukunft solche Aufträge von dem Onlineriesen erhalten wird, ist gänzlich unklar. Immerhin ist Amazon an Rivian beteiligt, die bis Ende 2030 100.000 Elektrotransporter an Amazon liefern sollen – eine ganz andere Größenordnung als der Auftrag an Daimler. Allerdings gibt es die bestellten Fahrzeuge noch nicht, weshalb sich hier noch herausstellen wird, ob diese Lieferung überhaupt in Gänze von Rivian bedient werden kann. Gut möglich, dass Daimler daher in den kommenden Jahren komplementäre Aufträge erhält.

Mercedes-Benz für das Depot?

Langfristige Investoren, die an der Daimler-Aktie interessiert sind, sollten alle Entwicklungen von Daimler in Bezug auf die Elektrifizierung und Digitalisierung genau beobachten. Die Weichen scheinen für die Zukunft gestellt zu sein, aber es ist noch ein gutes Stück Arbeit, bis sich das Zahlenwerk deutlich positiv verändert. Denn nur wenn das geschieht, können auch Aktionäre davon profitieren.

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Caio Reimertshofer besitzt keine der erwähnten Aktien. John Mackey, CEO von Amazon-Tochter Whole Foods Market, sitzt im Board of Directors von The Motley Fool. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Amazon und empfiehlt die folgenden Optionen: Short January 2022 $1940 Call auf Amazon und Long January 2022 $1920 Call auf Amazon.

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