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Hat die BASF-Aktie jetzt wirklich genug auf die Nase bekommen?

Foto: BASF SE

Die Aktie des DAX-Chemiekonzerns BASF (WKN: BASF11) hat in den letzten Jahren und Quartalen unweigerlich auf die Nase bekommen. Der Kurs notiert noch immer weit unter den Allzeithochs. Ja, sogar vom 52-Wochen-Hoch ist die Aktie auf dem derzeitigen Kursniveau von 52,08 Euro (25.08.2020, maßgeblich für alle Kurse) weit entfernt. Teilweise auch dank des Coronavirus.

Aber hat die Aktie jetzt genug auf die Nase bekommen? Eine spannende These, die ich zuletzt gelesen habe. Inhaltlich ging es insbesondere um die fundamentale Bewertung, die der Weltkonzern derzeit vorweist.

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Lass uns daher heute einmal im Rahmen eines kleineren Fool-Checks schauen, was an dieser Sichtweise dran ist. Und wie es mit Blick auf das Chance-Risiko-Verhältnis derzeit aussieht.

Die These im Blick

Inhaltlich ging es, wie gesagt, um die fundamentale Bewertung. So würde die BASF-Aktie mit einem Kurs-Umsatz-Verhältnis von 0,75 bewertet werden, was im Rahmen eines Jahresumsatzes von zuletzt 64,58 Euro plausibel erscheint. Ein etwas günstigerer Tagesverlauf bepreist die Aktie jetzt mit einem Kurs-Umsatz-Verhältnis von 0,8. Aber der grundsätzlichen These schadet das nichts.

Auch das Kurs-Buchwert-Verhältnis sei derzeit attraktiv. Wenn wir einen Blick auf den zuletzt ausgewiesenen Buchwert je Aktie von 46,11 Euro werfen, so sehen wir ein Kurs-Buchwert-Verhältnis von ca. 1,12. Das könnte durchaus preiswert bewertet sein, zugebenermaßen. Die These der besagten Schreiberlinge schloss allerdings auch die Dividende mit ein. Grundsätzlich könnte eine Kürzung bevorstehen. Sollten jedoch 3,00 Euro je Aktie ausgezahlt werden, beliefe sich die Dividendenrendite noch immer auf 5,78 %. Eine These, die zunächst plausibel erscheint. Aber für mich nicht ganz stichhaltig ist.

Die Ergebnisentwicklung ist bei diesem Blickwinkel nämlich weitgehend ausgeklammert worden: Für die ersten sechs Monate kam BASF lediglich auf ein Ergebnis je Aktie von einem mickrigen Cent. Das zeigt für mich: Ganz so günstig ist die Aktie jetzt nicht, wie es gemessen an den vorgenannten fundamentalen Kennzahlen erscheint. Das könnte chance-risiko-seitig zu einigen Verwerfungen führen.

Das Gesamtbild von BASF

Zu bedenken gilt es schließlich: Ja, das Kurs-Umsatz-Verhältnis mag in gewisser Weise aussagekräftig für den größeren Kontext sein. Und die Aktie von BASF könnte sich in der Nähe eines Tiefpunktes befinden. Wenn wir allerdings unsere These auf der Dividende aufbauen, so werden wir womöglich enttäuscht werden. Ein Ergebnis je Aktie von 0,01 Euro reicht nicht aus, um auch nur ansatzweise eine Dividende von 3,00 Euro zu stemmen. Ob das zweite Halbjahr den Turnaround bringt? Zumindest fraglich.

Der DAX-Chemiekonzern hat außerdem in diesem Jahr einen Anteil von 110 % des Gewinns für die Dividende verwendet. Meine Vermutung wäre daher eher: Der Einschnitt bei der kommenden Auszahlung könnte größer sein, als er im Rahmen dieser These postuliert wird.

Des Weiteren wird sich zeigen müssen, ob die BASF-Aktie jetzt genug auf die Nase bekommen hat und ihren Zenit beziehungsweise die Talsohle hinter sich lässt. Die Aussichten sind in Zeiten des Coronavirus jedenfalls trübe. Langfristig mag die These mit Sicherheit stimmen. Kurzfristig überwiegen jedoch Unsicherheiten. Vor allem mit Blick auf die Dividende und die Ergebnisentwicklung.

Fest steht: Die BASF-Aktie hat auf die Nase bekommen!

Mit einer Erkenntnis freunde ich mich daher an: Die BASF-Aktie hat durchaus ordentlich auf die Nase bekommen. Die letzten Quartalszahlen zeigen das recht deutlich. Vor allem, wenn wir einen Blick auf die Ergebnisse riskieren.

Ob das Schlimmste vorbei ist, wird die Zeit zeigen. Zumindest bei der Dividende sollten Investoren jetzt vorsichtig sein. Aber auch dem stimme ich zu: In einem Zeitfenster von drei bis fünf Jahren oder vielleicht auch länger könnte die Aussicht auf einen Turnaround bestehen.

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Vincent besitzt Aktien von BASF. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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