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Roku vs. The Trade Desk – Welche ist die bessere Aktie?

Foto: Getty Images

Das Streaming-Unternehmen Roku (WKN: A2DW4X) und der Software-Entwickler The Trade Desk (WKN: A2ARCV) sind zwei der jüngsten Neuzugänge in meinem persönlichen Portfolio. Ich habe Mitte März einige Aktien von beiden gekauft. Ziel dabei war, von günstigen Preisen zu profitieren und mich damit bei Aktien einzukaufen, die schon seit geraumer Zeit auf meiner Liste standen.

Diese Investitionen haben sich bisher ausgezahlt und ich sehe sowohl für The Trade Desk als auch für Roku eine gute Zukunft voraus. Aber ich würde empfehlen, eine Aktie dann doch zu bevorzugen.

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Was ist bei The Trade Desk los?

The Trade Desk hilft Werbekunden, ihre Botschaften auf einer Vielzahl von Plattformen zu veröffentlichen und die Ergebnisse zu verfolgen. Das Unternehmen kümmert sich um Audio- und Videoanzeigen auf allen digitalen Medienplattformen und produziert hocheffektive Marketingkampagnen.

Das Unternehmen hat seinen Jahresumsatz innerhalb von vier Jahren vervierfacht. Das ist stark. The Trade Desk beweist seinen Wert als vereinfachende und vereinheitlichende Kraft im fragmentierten Werbemarkt. Allerdings sind die Investoren für diesen Erfolg bereits reichlich belohnt worden. Die Aktie hat im gleichen Vierjahreszeitraum um 1.450 % zugelegt, davon allein 79 % im Jahr 2020.

Meine persönliche Position bei The Trade Desk ist seit dem 17. März um 168 % gestiegen. Ich habe nicht die Absicht, diese Investition in absehbarer Zeit zu verkaufen. Gleichzeitig bin ich nicht versucht, bei diesen hohen Preisen noch weiter zu kaufen. Ich könnte meine Investition in The Trade Desk sicherlich im Laufe der Zeit aufstocken, aber ich würde dann bei den Kursverlusten kaufen. Die werden sicherlich irgendwann auftauchen – wir sprechen hier von einer volatilen Aktie mit jeder Menge Short-Sellern. Ich muss also einfach abwarten und nach einer weiteren Gelegenheit Ausschau halten, wie im März.

Wie wäre es mit Roku?

Roku hat sich als Hersteller winziger Set-Top-Boxen einen Namen gemacht, die den Smart TV mit Streaming-Diensten wie Netflix (WKN:552484) und Hulu verbinden. Die Netflix-Connection war unglaublich wichtig. Denn Roku hatte die erste Medien-Streaming-Hardware auf dem Markt, als Netflix mit digitalem Streaming an den Markt ging. Netflix investierte schon früh in Roku und stellte 2007 sogar den Gründer Anthony Wood ein, um seine „Internet-TV“-Sparte zu leiten.

Das Geschäftsmodell hat sich über die Jahre weiterentwickelt. Roku verkauft immer noch seine eigenen Streaming-Boxen, aber darum geht es dem Unternehmen nicht mehr. Stattdessen hat sich die altehrwürdige Medienplattform von Roku zu einer führenden Softwarelösung für Hersteller von internetfähigen Smart-TV-Geräten entwickelt. Die Kundenliste umfasst bekannte Namen wie Sharp, Hitachi und Philips, und die Liste der von Roku betriebenen TV-Marken wächst ständig.

Die vielfältige Medienplattform von Roku hat das Unternehmen auch zu einem bedeutenden Akteur in der digitalen Werbung gemacht. Die Verbraucher nutzen Roku als Ausgangspunkt für viele Streaming-Mediendienste. Und das Unternehmen kann auf verschiedene Weise Marketing betreiben. Die vor Kurzem erworbene Anzeigenkaufplattform dataxu wurde in Roku OneView umbenannt. Dadurch ist die Fähigkeiten des Unternehmens im Bereich der Anzeigenverwaltung gestärkt; es entstand ein Wettbewerb zu The Trade Desk.

Die Coronakrise hat Roku offensichtlich geholfen, mehr Menschen zu erreichen, die zu Hause bleiben. Die Hardware-Verkäufe stiegen im zweiten Quartal gegenüber dem Vorjahr um 35 %, und die sogenannten Plattformeinnahmen (Werbung plus Software-Lizenzverkäufe) legten um 46 % zu. Roku verfügt nun über 43 Millionen aktive Benutzerkonten, was 14,6 Milliarden Streaming-Stunden im Quartal von April bis Juni entspricht.

Roku schockierte die Wall Street im zweiten Quartal regelrecht. Die Verkäufe übertrafen den Analystenkonsens um 13 %, und der Verlust war geringer als erwartet.

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via YCharts

Roku befindet sich hier mitten in einer wichtigen Phase. Streaming-Medien werden schnell zur Norm in der Massenmarktunterhaltung. Roku ist ein etabliertes Unternehmen in dieser Branche und das Ansehen steigt weiter. Derweil wächst der Streaming-Media-Markt selbst auf der ganzen Welt stark an.

All diese positiven Faktoren sollten für Roku-Investoren offensichtlich sein, aber die Aktiencharts sagen da was anderes. Die Aktienkurse stürzten im März ab, obwohl die Corona-Pandemie eindeutig ein Vorteil für Roku war. Die Aktien, die ich Mitte März erworben habe, haben durch die Erholung 73 % gewonnen, aber die Gesamtrendite liegt im bisherigen Jahresverlauf bei nur 10 %.

Diese Aktie ist also eigentlich gerade erst zu den Januar-Kursen zurückgekehrt. Um es ganz offen zu sagen: Roku ist der beste Kauf, den ich heute auf dem Markt sehe.

Roku kaufen, The Trade Desk halten

Ich will gar nichts Schlechtes über The Trade Desk sagen. Das ist eine solide Investition und ein wertvoller Teil meines eigenen Portfolios. Doch Roku ist bei den heutigen Preisen ein viel besserer Kauf.

Man kann wirklich nichts falsch machen, wenn man solide Gewinner in boomenden Branchen wie den digitalen Medien und dem Online-Marketing wählt. The Trade Desk ist heutzutage fair bewertet, aber Roku sollte viel höher gehandelt werden. Wenn ich eine Aktie kaufen und die andere verkaufen müsste, würde ich meine Roku-Position aufstocken. Meine Gewinne bei The Trade Desk würde ich nur ungern einlösen.

Realistischerweise wird man wohl feststellen, dass ich die Roku-Position auf absehbare Zeit etwas schneller aufstocken werde. Das wahre Geheimnis, um langfristig gewinnbringende Investitionen aufzubauen, besteht darin, flexibel zu bleiben. Man muss sich auf große langfristige Chancen stürzen, wenn sie kurzzeitig günstig zu haben sind.

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The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Netflix und Roku. Keith Speights besitzt Aktien von Netflix und Roku. Dieser Artikel erschien am 16.8.2020 auf Fool.com und wurde für unsere deutschen Leser übersetzt.

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