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Wird Zalando die Erwartungen an 2020 noch toppen?

Also doch: Die Aktie von Zalando (WKN: ZAL111) gehört zu den Profiteuren der aktuellen Corona-Krise. Das Geschäftsmodell als Onlinemodehändler schien in Zeiten der Epidemie sehr gefragt zu sein. Vermutlich auch, weil es zeitweise kaum Alternativen gab, um Shoppen zu gehen, und diese Alternative noch immer durch Mund-Nase-Bedeckungen erschwert wird.

Allerdings steckt auch hinter dem Geschäftsmodell als E-Commerce-Akteur eine grundlegende, trendstarke Wachstumsgeschichte, wie der Blick auf die letzten Jahre zeigt. Eine Perspektive, die Foolishen Investoren durchaus gefallen könnte.

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Aber kann Zalando womöglich noch positiv überraschen und die eigenen Erwartungen an das Jahr 2020 schlagen? Wenn ja, welche Erwartungen überhaupt? Fragen über Fragen. Versuchen wir, ein paar Antworten aus einem Foolishen Blickwinkel heraus zu finden.

Das erwartet Zalando von 2020

Kleiner Hinweis an dieser Stelle: Die aktuelle Prognosesituation rund um Zalando ist eigentlich ein bisschen verworren. Noch im Mai dieses Jahres gab der E-Commerce-Akteur beispielsweise bekannt, dass man mit einem Wachstum auf Basis der Umsätze und des Gross Merchandise Volumes im Bereich von 10 bis 20 % rechnen würde. Zudem sollte das Geschäftsjahr mit einem Ergebnis vor Zinsen und Steuern in einer Spanne zwischen 100 und 200 Mio. Euro abgeschlossen werden.

Eine Prognose, die mit den Zahlen für das zweite Quartal erneut zum Positiven revidiert worden ist: Demnach rechnet das Management jetzt mit einem Wachstum beim Gross Merchandise Volume zwischen 20 und 25 % sowie einem Umsatzwachstum von mindestens 15 % und maximal 20 % im laufenden Geschäftsjahr. Damit haben sich die Prognosen bedeutend verbessert.

Das erste Quartal ist dabei womöglich schwach und bremsend gewesen: Hier kletterte das Gross Merchandise Volume lediglich um 13,9 %, der Umsatz hingegen bloß um knapp über 10 %. Mit einem bereinigten Ergebnis vor Zinsen und Steuern von -98,6 Mio. Euro ist man sogar in der Verlustzone gelandet.

Das zweite Quartal hat das jedoch wieder herausgeholt: Hier kletterten die Umsätze im Jahresvergleich um starke 27,4 % auf 2,034 Mrd. Euro. Das Gross Merchandise Volume legte sogar um 33 % im Jahresvergleich auf 2,7 Mrd. Euro zu. Mit einem bereinigten Ergebnis von 211,9 Mio. Euro ist man sogar in der Gewinnzone gelandet. Mit einem positiven Ergebnis vor Zinsen und Steuern von ca. 110 Mio. Euro hat Zalando auch einen großen Schritt in Richtung Ergebniserreichung der Jahresziele gehen können.

Wird Zalando seine Prognosen toppen können?

Die Frage, ob Zalando seine eigenen, revidierten Prognosen noch toppen kann, ist in Anbetracht der aktuellen Ausgangslage gar nicht so einfach zu beantworten. Fest steht jedenfalls: Zalandos erstes Quartal wird die operative Entwicklung in diesem Jahr ein wenig ausbremsen. Das zweite Quartal hat jedoch zu einem Durchschnitt geführt, der in etwa zeigt, dass die Prognosen zumindest realistisch sind.

Sollte der Onlineversandhändler das Momentum aufrechterhalten können und weiterhin im dritten und vierten Quartal überproportional wachsen können, so könnten diese Richtwerte noch zu konservativ sein. Allerdings sollten Investoren zunächst abwarten, wie sich das dritte Quartal schlägt. Hier könnte sich womöglich eine Weichenstellung abzeichnen, ob Zalando erneut positiv überraschen kann. Wobei im Fall der Fälle vermutlich die eigenen Prognosen erneut revidiert würden.

Positiv: Bereits angehobene Prognose!

Es ist daher eigentlich noch nicht absehbar, ob Zalando positiv überraschen kann. Wobei man sagen muss: Ein weiteres Mal. Der E-Commerce-Akteur hat schließlich zuletzt erst die eigene Prognose nach oben revidiert. Und im Grunde genommen ist das ein Schritt, den man als Investor jetzt wohlwollend würdigen sollte. Das Wachstum stimmt jedenfalls.

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