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DAX-Dividendenaristokrat Fresenius: Trotz Ergebniseinbruch im Q2 gibt’s Wachstum am Horizont!

Der DAX-Dividendenaristokrat Fresenius (WKN: 578560) hat in den letzten Wochen eine operativ schwierige Zeit durchgemacht. Das zweite Quartal ist mit einem Rückgang beim Konzernergebnis von 13 % abgeschlossen worden. Für die erste Jahreshälfte summiert sich das Minus auf 6 %. Das zeigt, dass das Coronavirus auch nicht am Gesundheitskonzern spurlos vorbeigegangen ist.

Ein schwächeres Krankenhausgeschäft ist in Teilen dafür verantwortlich gewesen. Aber immerhin: Die Auswirkungen könnten in Anbetracht der Ganzjahresprognose im dritten Quartal wieder weniger werden. Der DAX-Gesundheitskonzern rechnet im Großen und Ganzen für 2020 schließlich eher mit Stagnation als mit einem Rückgang.

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Hinter den Kulissen werden außerdem die Weichen für ein zukünftiges Wachstum gestellt. Das hat das Management von Fresenius im Rahmen einer Unternehmensmitteilung vom 20.08. bekannt gegeben.

Fresenius hat weiter Hunger!

Wie Fresenius im Rahmen dieser Mitteilung nämlich bekannt gegeben hat, konnte eine weitere Übernahme getätigt werden. Auf der Kaufliste des DAX-Gesundheitskonzerns steht dabei die Erweiterung der Helios-Sparte, sprich des Krankenhausgeschäfts. Dabei werden drei Krankenhäuser mitsamt vier medizinischen Versorgungszentren vom DAX-Konzern geschluckt.

Wie aus der Mitteilung weiterhin hervorgeht, befänden sie sich in Duisburg und Krefeld und würden die West-Region von Helios verstärken. Unterm Strich erweitert der Gesundheitskonzern sein Portfolio um 870 Betten. Die Einrichtungen haben dabei im letzten Jahr einen Gesamtumsatz von 160 Mio. Euro erzielt. Das kann durchaus ein Zünglein an der operativen Waage sein.

Der Kauf bedarf dabei zunächst noch der Zustimmung des Bundeskartellamtes. Fresenius rechnet jedoch damit, dass der Kauf im vierten Quartal dieses Geschäftsjahres abgeschlossen werden kann. Im neuen Jahr sollen die Einrichtungen dann bereits positiv zum Ergebnis beitragen. Definitiv eine bemerkenswerte Meldung, die der DAX-Konzern hier verkündet hat. Wobei der Kaufpreis nicht kolportiert worden ist, da beide Parteien Stillschweigen hierüber vereinbart haben.

Wachstums-Fokus in der Krise!

Fresenius richtet sein Augenmerk in diesen Tagen auf die weitere Perspektive. Die schwächeren Quartalszahlen sind dabei offenbar kein Anlass, um den Kopf in den Sand zu stecken und sich seinem Schicksal zu ergeben. Nein, ganz im Gegenteil. Das Management des DAX-Gesundheitskonzerns sucht gerade jetzt nach Möglichkeiten, um das eigene Portfolio zu erweitern und langfristig zu wachsen. Die Krise könnte dabei ein günstiger Zeitpunkt sein.

Der Erwerb dieser insgesamt sieben Einrichtungen ist nicht die einzige Meldung in diesem Kontext. Wie Fresenius selbst betont, habe man bereits zu einem früheren Zeitpunkt ein Krankenhaus in Bonn übernommen. Das zeigt, dass man als Investor das anorganische Wachstum von Fresenius nicht abschreiben sollte.

Jetzt könnte ein ziemlich attraktiver Zeitpunkt sein, die Aktie etwas näher in den Fokus zu rücken: Durch den Abverkauf werden die Anteilsscheine mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis unter 12 bewertet und bedeutend unter dem Jahresumsatz gehandelt. In Anbetracht des Turnaround-Potenzials, der Möglichkeit des anorganischen Wachstums und den cleveren Schritten in der Krise könnte das ein weiterer cleverer Schritt sein.

Bloß eine Frage der Zeit?

Das Coronavirus hat ein Loch in das Zahlenwerk gerissen. Und die Aktie gleichermaßen auf eine kleinere Talfahrt geschickt. Die Aussichten und die Zukäufe zeigen jedoch: Fresenius möchte aktiv den Weg der Besserung mitgestalten.

Jetzt hat es ein kleineres Mosaikteilchen gegeben, das zeigt: Auch anorganisch ist einiges möglich beim Gesundheitskonzern. Vielleicht ist das ein idealer Zeitpunkt und ein Reminder daran, dass man den Dividendenaristokraten etwas näher inspizieren sollte.

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Vincent besitzt Aktien von Fresenius. The Motley Fool empfiehlt Fresenius.

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