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Bayer, MTU und BASF: Werden die drei großen DAX-Verlierer jetzt durchstarten?

Bayer (WKN: BAY001), MTU Aero Engines (WKN: A0D9PT) und BASF (WKN: BASF11) sind drei der im DAX gelisteten Industrieschwergewichte. Aber die drei verbindet noch eine weitere Gemeinsamkeit: Sie gehören zu den schwächsten Performern des Jahres. Aber vielleicht sind sie ja nur übersehene Perlen mit Aufholpotenzial. Schauen wir uns zu jeder Aktie ein paar Kennzahlen an, um das herauszufinden.

Bayer: -21 %

Die Bayer-Aktie ist von den drei Unternehmen noch am besten weggekommen. Um 21 % ist der Aktienkurs seit Jahresbeginn gefallen. Aktuell kostet eine Aktie 57,06 Euro (Stand: 18.08.2020, relevant für alle Kurse).

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Das letzte Geschäftsjahr sah eigentlich gar nicht mal schlecht aus. Der Gewinn aus dem fortzuführenden Geschäft lag bei ordentlichen 6,40 Euro, wodurch das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) aktuell bei sehr günstigen 8,9 liegt!

Im ersten Halbjahr wurde der Gewinn durch die Beilegung eines Großteils der Glyphosat-Klagen belastet. Insgesamt kommt Bayer daher nach sechs Monaten auf einen Verlust je Aktie von 8,20 Euro. Ohne diese Milliardenzahlung hätte der Gewinn aber bei 4,26 Euro je Anteilsschein gelegen. Das sind 8 % mehr als im Vorjahreszeitraum und ist angesichts der aktuellen Krise ein sehr guter Wert.

Für das Gesamtjahr rechnet Bayer mit einem bereinigten Ergebnis je Aktie zwischen 6,70 und 6,90 Euro je Aktie. Das KGV liegt also eigentlich noch niedriger als weiter oben errechnet.

MTU: -42 %

Die MTU-Aktie wurde am härtesten von der Krise getroffen, da der Konzern in der Luftfahrtbranche tätig ist. Aber eigentlich sind die Auswirkungen bisher überschaubar.

In der ersten Jahreshälfte ist der Umsatz beispielsweise lediglich um 8,7 % gegenüber dem Vorjahreswert gefallen. Zwar ist der Gewinn um 44 % eingebrochen, aber das ist noch vergleichsweise harmlos, wenn man sich ansieht, wie es bei den Airlines finanziell aussieht.

Das liegt einerseits daran, dass MTU nicht nur Airlines als Kunden hat, sondern auch Kunden aus dem Militärbereich. Und noch viel wichtiger sind die Frachtfluglinien. Deren Geschäft boomt sei der Krise wie nie zuvor. Daher steigt die Nachfrage nach Wartungsservices in dieser Branche rasant an und gleicht zumindest einen Teil des verlorenen Geschäfts wieder aus.

Da die Zahl der Linienflüge aber inzwischen wieder auf einem deutlich höheren Niveau liegt, dürfte sich der Umsatz bei MTU in den kommenden Quartalen wieder an das Vorkrisenniveau annähern.

BASF: -25,2 %

Die BASF-Aktie wurde deutlich weniger abgestraft als die MTU-Aktie. Dabei sind die finanziellen Auswirkungen der Krise hier sehr viel stärker zu spüren.

Der Umsatz ist zwar in der ersten Jahreshälfte nur um 2 % gesunken, aber vom Gewinn ist am Ende nicht mehr viel übrig geblieben. Je Aktie ist nach sechs Monaten nur noch ein Gewinn von 1 Cent übrig. Im Vorjahr lag das Ergebnis noch bei 2,72 Euro. Schuld daran war das katastrophale zweite Quartal. In dem Zeitraum ist der Umsatz um deutlichere 12 % gegenüber dem Vorjahr eingebrochen. Das hat zu einem Quartalsverlust je Aktie von 0,95 Euro geführt.

Die Dividende in Höhe von 3,3 Mrd. Euro, oder 3,30 Euro je Aktie, musste schon über die Aufnahme neuer Schulden finanziert werden. Insgesamt hat sich die Verschuldung seit Jahresbeginn um 5 Mrd. Euro auf inzwischen 20,5 Mrd. Euro erhöht. Angesichts solcher Zahlen ist es zweifelhaft, ob BASF auch im nächsten Jahr die Verschuldung weiter erhöhen möchte, um den Aktionären eine Freude zu machen. Denn in der ersten Jahreshälfte mussten bereits 291 Mio. Euro Zinsen auf den nicht unerheblichen Schuldenberg gezahlt werden.

Insgesamt zeigen die Zahlen, dass die BASF-Aktie keineswegs so günstig bewertet ist, wie es auf den ersten Blick den Anschein hat. Aktuell ist es sogar fraglich, ob der Konzern im Gesamtjahr überhaupt einen Gewinn erzielen wird.

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Dennis Zeipert besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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