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Warren Buffett & Barrick Gold: Ein neues Zeitalter ist angebrochen

Warren Buffett hat Gold gekauft. Nun ja, nicht ganz. In Wahrheit hat die Börsenlegende für seine Holding Berkshire Hathaway (WKN: A0YJQ2) lediglich ein paar Anteile an dem kanadischen Bergbauunternehmen Barrick Gold (WKN: 870450) erworben.

Dennoch ist die Aufregung groß. Warren Buffett und Gold? Das passt der landläufige Meinung nach so gut zusammen wie der Teufel und das Weihwasser.

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Doch auch wenn die neue Position bei Barrick Gold kein großes Gewicht hat, scheint sich Warren Buffett langsam, aber sicher für einen Paradigmenwechsel zu positionieren. Das sieht man weniger an dem, was er gekauft hat, sondern vor allem an dem, was er verkauft hat.

Banken raus, Gold rein

Insgesamt hat Warren Buffett 20,9 Mio. Aktien von Barrick Gold gekauft. Das entspricht einem Gegenwert von rund 565 Mio. US-Dollar.

Eine überschaubare Position. Immerhin sitzt die Börsenlegende aktuell auf einem Bargeldberg in Höhe von 146,6 Milliarden US-Dollar. Allein für die Aktienrückkäufe wurde im zweiten Quartal beinahe 10-mal so viel ausgegeben. Kurzum: Echte Begeisterung für das feurige Edelmetall sieht anders aus!

Darüber hinaus ist von außen kaum zu erkennen, ob Warren Buffett persönlich die Idee zum Kauf von Barrick Gold hatte. Es könnte ebenso gut ein Berkshire-Manager gewesen sein.

Somit kann man sich in meinen Augen ruhigen Gewissens denjenigen Analysten anschließen, die dem Kauf von Barrick Gold kein großes Gewicht beimessen. Doch Achtung! Um das komplette Bild zu sehen, muss man auch die Verkäufe betrachten. Hier tat sich gar Seltsames. Im zweiten Quartal warf Buffett satte 61 % von Berkshires Beteiligung an JPMorgen Chase (WKN: 850628) auf den Markt. Die Aktie von Goldman Sachs (WKN: 920332) kam gar komplett unter die Räder.

Banken raus, Gold rein – so und nicht anders sieht das komplette Bild aus!

Sieht Warren Buffett ein neues Zeitalter anbrechen?

Eine Interpretation dieser Gemengelage ist nicht einfach. Wie immer gilt: Wer die Börsenlegende einfach nur kopiert, ohne alle Zusammenhänge zu verstehen, kann böse auf die Nase fallen.

Wenn Warren Buffett Anteile an Fluggesellschaften oder Restaurants verkauft, ist die Sache einigermaßen klar: Diese Verkäufe gehen auf das Konto des Coronavirus. Buffett kauft keine Aktien, sondern in erster Linie Geschäftsmodelle. Nicht alles, was vor der Pandemie funktioniert hat, funktioniert auch in der Pandemie. Also weg damit!

Doch warum fliegen auch Banken aus dem Portfolio? Gründe gäbe es einige. Die billionenschwere Reaktion der US-Notenbank auf die Pandemie könnte Buffett ein Dorn im Auge sein. Auch der Kreditmarkt könnte – mal wieder – ein Thema werden.

So gesehen könnte der Kauf von Barrick Gold doch spannender sein, als viele denken. Werden die Notenbanken am Ende Unmengen an Gold kaufen müssen, um ihre Währungen zu stabilisieren? Genau das könnte ein Szenario sein, das Warren Buffett auf dem Schirm hat.

Mit dieser Vermutung wäre er nicht alleine. Wo die Reise im Extremfall hingehen kann, zeigt der Fall MicroStrategy (WKN: 722713). Der US-Softwarehersteller wandelte vor Kurzem die ungeheure Summe von 250 Mio. US-Dollar in Bitcoin um. Mit Spekulation hat das nach eigenen Angaben nichts zu tun:

Unsere Entscheidung, zu diesem Zeitpunkt in Bitcoin zu investieren, wurde zum Teil durch das Zusammenwirken von Makrofaktoren getrieben, die die Wirtschafts- und Unternehmenslandschaft beeinflussen.

Ob physisches oder digitales Gold – die Marschrichtung ist klar! Nach der Geldschwemme könnte ein neues Zeitalter harter Währungen anbrechen.

Skeptisch bleiben!

Auch wenn das hier skizzierte Szenario radikal klingt, darf man eines nicht vergessen: Der überwiegende Teil des Berkshire-Portfolios besteht weiterhin aus langfristigen Investitionen in Unternehmen. Keine Spur von physischem Gold. Der totale Tabubruch von Warren Buffett steht als noch aus.

Wenn man möchte, kann man aus dem Quartalsbericht eine leichte Skepsis gegenüber den extremen Rettungsmaßnahmen ablesen. Oder Buffett hatte ohnehin vor, seine Bankenpositionen zu rasieren. Wer weiß!

Die volle Wahrheit werden wir womöglich erst im nächsten Börsenbrief an die Aktionäre von Berkshire Hathaway erfahren. Bis dahin sollten wir weiter skeptisch bleiben. Insbesondere gegenüber allzu abenteuerlichen Positionen in Gold.

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Stefan Naerger besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Berkshire Hathaway (B-Aktien) und empfiehlt die folgenden Optionen: Short September 2020 $200 Call auf Berkshire Hathaway (B-Aktien), Short January 2021 $200 Put auf Berkshire Hathaway (B-Aktien) und Long January 2021 $200 Call auf Berkshire Hathaway (B-Aktien).

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