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TUI-Aktie: Die Saison ist definitiv gelaufen … auch noch mehr?!

Foto: The Motley Fool

Die Aktie von TUI (WKN: TUAG00) befindet sich weiterhin in einer operativ schwierigen Situation. Der Blick auf den Chart genügt, um das festzustellen. Alleine innerhalb der letzten fünf Handelstage korrigierten die Anteilsscheine in der Spitze von 4,41 Euro auf das momentane Kursniveau von 3,32 Euro zu Beginn der neuen Woche (17.08.2020, maßgeblich für alle Kurse).

Allerdings sind es nicht nur zugegebenermaßen schwache Quartalszahlen gewesen, die die Aktie belasten. TUI musste im abweichend verlaufenden dritten Quartal schließlich einen Umsatzeinbruch von weit über 90 % verbuchen. Das hat die Auswirkungen des Coronavirus deutlich unterstrichen.

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Nein, sondern auch die weiteren Aussichten sind sehr durchwachsen, wie sich am Wochenende bestätigt hat. Schauen wir im Folgenden daher einmal, was Investoren wissen sollten und welche Folgen dem Unternehmen drohen.

TUI-Aktie: Die Saison ist gelaufen!

Wie jetzt spätestens seit dem Wochenende feststeht, ist diese Saison für das Reiseunternehmen wohl gelaufen. Für weite Teile Spaniens ist eine Reisewarnung ausgegeben worden. Das impliziert zwar faktisch kein Reiseverbot. Allerdings sind es erneut Ausbreitungszahlen zum Coronavirus gewesen, die zu diesem Schritt geführt haben. Und jetzt vermutlich weiterhin Reisende abschrecken, nach Spanien zu reisen.

Spanien ist, wer weiß das nicht, eines der favorisierten Reiseziele der Deutschen. Alleine aus diesem Grund dürfte dieser Schritt eine gewisse Tragweite besitzen. Jedoch womöglich auch in einem größeren Kontext. Die Reisewarnung zeigt schließlich, dass das Coronavirus und die Bedrohung für die Tourismusbranche nach wie vor groß sind. Und dass sich eine Entspannung eben noch nicht abzeichnet. Wie gesagt: Die Aussichten bleiben durchwachsen.

TUI selbst ist zwar um Schadensbegrenzung bemüht. So sollen kostenlose Umbuchungen zu anderen Zielen organisiert werden. Wahlweise wird für Reisende in kritischen Gebieten angeboten, dass man sie früher wieder nach Hause holen könnte. Allerdings ändert das eben wenig an den generellen Problemen, die die gesamte Branche jetzt besitzt.

Diese Saison ist gelaufen … folgen weitere?

Die Hauptsaison im Sommer dürfte mit diesem Schritt jedenfalls gelaufen sein, einen schnellen Turnaround wird es augenscheinlich nicht geben. Zudem dürften Restriktionen und Reisewarnungen, wie gesagt, eine warnende Wirkung besitzen. Das könnte sich durch die Nebensaison, den Herbst, den Winter und womöglich auch weiter ziehen. Für die nächsten Monate und Quartale wird es daher keine Entspannung geben.

TUI hat sich zwar insgesamt rund 3 Mrd. Euro per Staatshilfe gesichert, um die Krise zu meistern. Allerdings hat das letzte Quartal mit einem Ergebnis vor Zinsen und Steuern von ca. -1,1 Mrd. Euro gezeigt, dass diese nicht die Lösung sind. Nein, sondern bloß ein Aufschub. Der, außerdem, zurückgezahlt werden muss.

Selbst wenn TUI daher nach dieser schwierigen Zeit in die Spur findet, sind Renditen für Investoren weiterhin nicht in Sicht. Die Situation wird daher nicht einfacher für das Unternehmen und Investoren sollten sich der prekären Verfassung noch immer bewusst sein.

Ein weiterer Tiefpunkt …

Mit der Reisewarnung zu Spanien könnten TUI und die gesamte Reisebranche erneut vor einem Tiefpunkt stehen. Womöglich ist das der Anstoß einer zweiten Welle gewesen, die sich weiterzieht. Der Herbst könnte turbulent werden und auch die Infektionszahlen werden momentan wieder höher.

Die Staatshilfen verschaffen Zeit, mehr aber auch nicht. Eine problematische Ausgangslage, über die Foolishe Investoren trotz potenziell günstiger Bewertung und niedrigem Kursniveau gründlich nachdenken sollten.

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Vincent besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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