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E-Fahrzeuge von Schaeffler: Vorboten einer Revolution, die der Autobranche einheizen wird

Schaeffler (WKN: SHA015) steigt in die Fertigung von Elektrofahrzeugen ein. Im Moment ist das nur eine Randnotiz. Doch es wirft den Schatten auf gewaltige Veränderungen in der Automobilwelt voraus. Unternehmen, die sich frühzeitig darauf einstellen, könnten langfristig zu den Gewinnern gehören.

Zulieferer und Autobauer gehen zunehmend getrennte Wege

Elektromotoren, Batterien, Ladetechnik: Viele der großen Autokonzerne wollen möglichst alles davon selbst machen, um die Mitarbeiterzahl nicht zu stark kürzen zu müssen und die Gewerkschaften zu beruhigen. Eine Folge davon: Zulieferer, die in der Verbrennerwelt im Windschatten der großen Marken bei Kolben, Getrieben und Zündkerzen gut mitverdienten, bleiben bei der Elektromobilität immer häufiger außen vor.

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Doch Not macht erfinderisch. Die Autobauer brauchen vielleicht immer weniger die Unterstützung von Zulieferern. Doch die großen Lieferanten sind andersherum immer besser in der Lage, komplette Autos zu entwickeln. Kein Wunder also, dass die bewährte Zusammenarbeit von etablierten Autobauern und ihren langjährigen Zulieferern Risse bekommt. Sie geraten zunehmend in eine Konkurrenzsituation.

Beispielsweise meldeten Bosch und Benteler im März, dass sie zusammen mit Pininfarina „den vollständigen Entwicklungsprozess eines Elektrofahrzeugs bis zum Produktionsstart abdecken, inklusive des Baus von Prototypen“. Die Basis dafür bildet das gemeinsam entwickelte hochintegrierte Rolling Chassis, das ähnlich wie der Elektrobaukasten von Volkswagen (WKN: 766403) auf standardisierte Komponenten setzt und doch flexibel genug ist für unterschiedlichste Aufbauten und Fahrzeugtypen.

Das bedeutet, dass mittlerweile jeder, der genug Kapital mitbringt und eigene Ideen umsetzen will, in kürzester Zeit und auf hohem Niveau eine eigene Fahrzeugproduktion aus dem Boden stampfen kann. Schaeffler geht mit seinem 2019 vorgestellten Mover mit Radnabenmotoren und Drive-by-Wire-Technologie einen ähnlichen Weg. Die Plattform soll als Basis für ganz unterschiedliche Fahrzeugkonzepte dienen.

Schaeffler geht noch einen Schritt weiter

Mit dem Mover positioniert sich Schaeffler zunächst geschickt als Partner für innovative Anwendungen der Elektromobilität und Fahrzeugautonomie. Obwohl die Technik schon nächstes Jahr serienreif sein soll, steht eine Serienfertigung auf komplett eigenes Risiko wohl noch nicht zur Debatte. Mittel- bis langfristig könnte sich diese Zurückhaltung jedoch ändern.

Denn eine Klasse tiefer wagt das Unternehmen den Sprung ins kalte Wasser: Das bereits seit 2016 verfolgte Fahrzeugkonzept Bio-Hybrid geht nun in Serie. Dabei handelt es sich um ein überdachtes Elektrofahrrad mit vier Rädern. Es ist schmal genug, um Fahrradwege nutzen zu dürfen, lässt sich leicht parken und verfügt über smarte digitale Funktionalität. Dabei verbindet es im Gegensatz zu vielen anderen Konzepten Sicherheit, Fahrspaß und praktische Aspekte.

Damit eignet es sich für sehr unterschiedliche Anwendungen, vom Einkaufsmobil für Senioren oder dem Kindergartentaxi für junge Mütter über das werbewirksame Fahrzeug für ökologisch orientierte Unternehmer und Handwerker bis hin zum Transportmittel für Lieferdienste. Gerade für die boomenden Lieferdienste erscheint mir das Gefährt sehr aussichtsreich positioniert, da es die Schnelligkeit von Zweirädern im dichten Verkehr mit dem Ladevolumen und dem geschützten Fahrkomfort von Autos verbindet.

Die zuständige Tochter Schaeffler Bio-Hybrid GmbH wird dabei wie ein Start-up geführt. Das schließt nicht nur den eigenständigen Markenauftritt samt umfassender Aktivitäten in den sozialen Netzwerken ein, sondern auch den Aufbau eines Partner-Ökosystems. Es wird spannend sein, zu sehen, auf welche Stückzahlen der Bio-Hybrid kommt, wenn die Vermarktung zum Jahreswechsel richtig startet.

Was die Elektromobilität wirklich bedeutet, lässt sich erst erahnen

Als Ende des 19. Jahrhunderts die ersten Autos angeboten wurden, erkannten die meisten Menschen noch nicht das Potenzial. Das Ersetzen des Pferdes durch eine laute und gefährliche Maschine mit all ihren Unzulänglichkeiten überzeugte noch nicht. Kutschen schienen zunächst weiterhin die überlegene Lösung zu sein. Ähnlich ist es heute. Elektroautos, die lediglich den Verbrennungsmotor durch einen elektrischen Antriebsstrang samt schwerer Batterien ersetzen, überzeugen die große Mehrheit noch nicht.

Das wahre Potenzial der Elektromobilität deuten aktuelle Entwicklungen wie das Rolling Chassis und der Bio-Hybrid an. Sie nutzen die fast grenzenlose Designfreiheit aus, die die Modularität der Elektrifizierung eröffnet. Hinzu kommen die Fortschritte beim 3D-Druck und die Tatsache, dass Elektrofahrzeuge keine Abgase erzeugen und daher viele Zulassungsschritte entfallen.

All das führt dazu, dass gute Ideen zukünftig viel größere Umsetzungschancen als in der Verbrennerwelt haben. Etablierte Autohersteller erwartet folglich ein Sturm aus Innovationen. Schon der Bio-Hybrid wird voraussichtlich in manch einem Haushalt als Alternative zum Zweitauto angeschafft, sodass eine Konkurrenzsituation von Zulieferer Schaeffler mit den Autokonzernen durchaus gegeben ist.

Nie zuvor gesehene Dynamik

Doch nicht nur die Autobauer sind diesem Sturm ausgesetzt. Auch die Zulieferer werden schauen müssen, dass sie nicht hinten herunterfallen. Es wird für alle eine große Herausforderung sein, sich unter den neuen Spielregeln erfolgreich zu behaupten. Für diejenigen allerdings, die offensiv mit einer Start-up-Mentalität an die Sache herangehen, ergeben sich auch außergewöhnliche Chancen zur Schaffung von übergreifenden Plattformen rund um Transport und Mobilität.

Die Balance von Chancen und Risiken bei Automobil- und Zuliefereraktien muss folglich neu definiert werden. Als Anleger sollten wir sehr genau darauf achten, wie effektiv die Innovationsprozesse jeweils funktionieren und wie gut es gelingt, neue Partner-Ökosysteme zu schaffen.

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Ralf Anders besitzt Aktien von Schaeffler. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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