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Apple, Tesla, vielleicht NVIDIA: Bleib Foolish, achte nicht auf Aktiensplits!

Foto: Getty Images

Aktiensplits sind in diesen Tagen definitiv ein heißes Thema: Die beiden Tech-Schwergewichte Apple (WKN: 865985) und Tesla  (WKN: A1CX3T) haben beispielsweise bereits verkündet, dass sie ihre Anteilsscheine splitten wollen. Nach einer teilweise wirklich krassen Performance womöglich eine für manchen logische Konsequenz.

Allerdings führt das Interesse an diesem Thema bereits dazu, dass viel spekuliert wird: NVIDIA (WKN: 918422) könnte demnach eine weitere Aktie sein, die vor einem Split steht. Derzeit sind das natürlich bloß Spekulationen, zu denen es noch keine offizielle Bestätigung gibt. Wenn sie denn überhaupt kommt.

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Für Foolishe Investoren gilt jedoch generell: Achtet nicht auf Aktiensplits. Sie sind ein trügerisches Signal, das eigentlich bloß Zeit frisst. Warum? Das wollen wir ins im Folgenden etwas näher ansehen.

Aktiensplits: Kosmetische Maßnahme, häufig nicht mehr

Aktiensplits werden des Öfteren eher aus kosmetischen Gründen begangen. Beziehungsweise aus kurskosmetischen. Der Trick dahinter ist eigentlich recht simpel: Wirkt eine Aktie zu teuer, werden die jeweiligen Anteile einfach halbiert, gedrittelt oder auch geviertelt. Gleichzeitig ebenso der Aktienkurs. Die Aktie wirkt günstiger. Und entsprechend auch liquider und ist für Privatinvestoren besser zu erwerben.

Mehr steckt allerdings eigentlich nie dahinter: Die Besitzverhältnisse sind die gleichen. Auch wenn sich eine Aktie halbiert, drittelt oder viertelt und man als Investor im Nachhinein die doppelte, dreifache oder vierfache Aktienanzahl halten sollte. Das ändert nix, da außerdem die Anzahl der gesamten ausstehenden Aktien ebenfalls angepasst wird. Der Wert des Unternehmens bleibt entsprechend gleich.

Für Foolishe Investoren sollte daher der Wert, den eine Aktie verbrieft, das entscheidende Kriterium sein. Und nicht die Frage, wie viele Aktien man hält. Oder ob sie kosmetisch preiswerter wirken. Das sind Details, die langfristig eigentlich wenig Aussagekraft für Erfolg oder Misserfolg haben.

Besitzen Aktiensplits Folgen?

Zugegeben: Aktiensplits können kurzfristig Folgen haben. Wenn die Anteilsscheine preiswerter und liquider werden, so die Theorie, könnte es kurzfristig zu mehr Nachfrage kommen. Der Kurs könnte steigen und entsprechend spekulieren manche Anleger auch auf solche Meldungen. Das ist allerdings sehr, sehr unFoolish.

Mittel- bis langfristig werden es weiterhin die operative Performance, das Wachstum, die Gewinne, die Chancen und die Risiken sein, die über den Wert einer Aktie entscheiden. Und entsprechend auch den Preis bestimmen. Oder eben den Wert des Unternehmens, gemessen daran, was Investoren bereit sind zu zahlen. Die kurzfristige Tendenz mag manchmal abweichen. Langfristig findet die Aktie jedoch wieder zu ihrem inneren Wert zurück. Und das gilt es für Foolishe Investoren zu fokussieren.

Es gibt mittelbare Folgen, die relevanter sein können: Bei ETFs und preisgewichteten Kursindizes wie dem Dow Jones kann es durch veränderte Aktienkurse durch Splits zu anderen Gewichtungen kommen. Die meisten Börsenbarometer messen die Aufteilung allerdings anhand der Marktkapitalisierung. Entsprechend ist auch dieser Aspekt bloß in Ausnahmefällen für Foolishe ETF-Investoren relevant.

Verschwende nicht deine Zeit!

Apple und Tesla werden daher die Aktien splitten. NVIDIA vielleicht auch, vielleicht auch nicht. Genauso wie Hunderte anderer Aktien, die vielleicht prädestiniert für einen Aktiensplit wären. Foolishe Investoren sollten mit diesen Gedankenspielen jedoch keine Zeit verlieren: Es gilt, Chancen, Risiken und langfristig aussichtsreiche Aktien gemessen am inneren Wert und der Vision des Unternehmens zu finden. Da bleibt für einen Fokus auf Aktiensplits eigentlich wenig Zeit.

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Vincent besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Apple, Nvidia und Tesla.

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