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BioNTech-Aktie: Was das Unternehmen im 2. Quartal 2020 alles erreicht hat

  • Steigende Verluste, aber sehr solide Bilanz
  • Hohe Erwartungen an BNT162-Programm und weitere vielversprechende Projekte

Noch vor einem Jahr war den meisten Anlegern die BioNTech (WKN: A2PSR2)-Aktie sicherlich noch kein Begriff (12.08.2020). Mit dem Aufkommen und der Verbreitung des Coronavirus ab Mitte Dezember 2019 hat sich dieses Bild bis heute komplett gewandelt.

Viele Menschen werden die Aktie in der Erwartung gekauft haben, dass das deutsche Biotech-Unternehmen bei seiner Covid-19-Impfstoff-Entwicklung erfolgreich ist und ihn bald auf den Markt bringen wird. Dass BioNTech aber noch mehr zu bieten hat als nur verschiedene Corona-Impfstoff-Kandidaten, zeigen die Entwicklungen im zweiten Quartal 2020.

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Steigende Verluste, aber sehr solide Bilanz

Die Erforschung und Entwicklung von Medikamenten ist ein sehr kapitalintensives Unterfangen. Zunächst einmal fallen enorme Kosten an, was derzeit auch BioNTech bemerkt. So kletterten die Forschungsausgaben im zweiten Quartal 2020 von 53,4 auf 95,2 Mio. Euro. Infolgedessen wuchs der Verlust wuchs von -50,1 auf -88,3 Mio. Euro. Im gesamten ersten Halbjahr 2020 stiegen die Forschungsausgaben von 110,6 auf 160,3 Mio. Euro und der Verlust von -90,8 auf -141,7 Mio. Euro.

Diese Mittelabflüsse sind für BioNTech derzeit allerdings kein Problem, denn die Investoren stehen angesichts eines möglicherweise erfolgreichen Corona-Impfstoffes Schlange. Entwicklungspartner wie Pfizer (WKN: 852009) und Shanghai Fosun Pharmaceutical (WKN: A1J68D), haben dreistellige Millionenzahlungen leisten müssen, um mit BioNTech zusammenarbeiten zu dürfen. Zudem überweisen viele Länder wie die USA, Kanada, Japan und Großbritannien im Voraus hohe Summe für ihre Impfstoffbestellungen. Insgesamt wurden bereits 250 Mio. Dosen vorreserviert.

In Summe wuchs so BioNTechs Kassenbestand gegenüber dem Jahresende 2019 von 519,1 auf 573,0 Mio. Euro. Dagegen betragen die langfristigen Verbindlichkeiten gerade einmal 162,9 Mio. Euro. Zwar wurden sie noch nicht ausgewiesen, aber über eine Privatplatzierung werden bereits weitere 681 Mo. Euro erwartet, sodass sich BioNTechs inoffizieller Kassenbestand sogar auf 1,25 Mrd. Euro beläuft. Die Eigenkapitalquote liegt bei sehr guten 61,8 %. Neben den vielen interessierten Investoren ist eine solide Bilanz derzeit für das Unternehmen und die Aktie das Wichtigste.

Hohe Erwartungen an BNT162-Programm und weitere vielversprechende Projekte

Im nächsten und übernächsten Jahr sollten, wenn alle Entwicklungen erfolgreich verlaufen, auf die Investitionen hohe Gewinne und stark steigende Umsätze folgen. Im zweiten Quartal 2020 wuchs BioNTechs Umsatz bereits um knapp 62 % auf 41,8 Mio. Euro. Im gesamten ersten Halbjahr 2020 lag der Zugewinn bei 33,7 %.

Große Hoffnungen liegen auf der bereits begonnenen Phase-III-Studie des BNT162-Impfstoffprogramms. Hier werden bereits im Oktober 2020 Ergebnisse erwartet. Eine Zulassung könnte wenig später folgen. Wenn es nicht erfolgreich ist, könnte das Programm für die Aktie allerdings auch ein Risiko darstellen. Historisch gesehen scheitern die meisten Impfstoffe in der letzten Testphase.

Neben den Corona-Impfstoffen arbeitet BioNTech zeitgleich an verschiedenen Krebs-Mitteln. Mit seinem Kandidaten BNT111 gegen fortgeschrittenen Hautkrebs erreichte das Unternehmen in einer Phase-I-Studie eine gute Verträglichkeit und zusammen mit Anti-PD-1-Antikörpern dauerhafte objektive Ansprechraten. Um dieses Mittel schneller entwickeln zu können, hat sich BioNTech mit Regeneron Pharmaceuticals (WKN: 881535) zusammengetan und wird nun in eine Phase-II-Studie übergehen.

Mit Genentech arbeitet BioNTech an einem Wirkstoff (BNT122) gegen Tumore. Monotherapien und Kombinationen mit Atezolizumab sind derzeit in der Erprobung. Im zweiten Halbjahr 2020 wird der Beginn einer Phase-II-Studie angestrebt, dessen Ergebnisse im zweiten Halbjahr 2021 erwartet werden.

Fazit

Zusammenfassend lässt sich also feststellen, dass sich BioNTech auf einem guten Weg befindet. Wenn alle Projekte erfolgreich verlaufen, könnte das Unternehmen im nächsten Jahr starke Ergebnisverbesserungen erzielen. Als Risiko bleiben allerdings nicht vorhersehbare Misserfolge.

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Christof Welzel besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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