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Ist die Aktie von Amazon rezessionssicher?

Foto: Getty Images

Amazons (WKN: 906866) Errungenschaften im Einzelhandel und im Cloud Computing haben das Unternehmen zu einer der wohl besten Aktien gemacht. Mit einer Marktkapitalisierung von annähernd 1,6 Billionen USD liegt Amazon nur noch hinter Apple (WKN: 865985) und Microsoft (WKN: 870747).

Natürlich hat sich die Wirtschaft seit Beginn der COVID-19-Pandemie erheblich verändert. Der Lockdown führte im zweiten Quartal zu einem Rückgang des US-Bruttoinlandsprodukts um 33 %. Das sollte Einzelhändler natürlich mächtig Sorgen machen.

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Bloß stiegen die Aktien von Amazon weiterhin auf neue Rekordstände. Amazon bietet möglicherweise ein gewisses Maß an Rezessionsresistenz. Bei der Prüfung der Frage, ob man das Unternehmen als „rezessionsresistent“ bezeichnen sollte, muss man allerdings schauen, wie viel Einfluss die Pandemie tatsächlich auf das Unternehmens hatte.

Via YCharts

Der Einzelhandelsbereich von Amazon

Amazon ist bei den Verbrauchern am bekanntesten dafür geworden, dass das Unternehmen im E-Commerce Pionierarbeit geleistet und dann die Führung übernommen hat. Unternehmen wie Walmart (WKN: 860853) und Costco (WKN: 888351) litten eine Zeit lang darunter. Obwohl diese beiden Unternehmen und andere große Einzelhändler Wege gefunden haben, um wettbewerbsfähig zu bleiben, bleibt Amazon einflussreich.

Im zweiten Quartal erzielte Amazon im In- und Ausland einen Nettoumsatz von insgesamt mehr als 78,1 Milliarden USD. Das ist eine Steigerung von fast 42 % gegenüber dem Vorjahr. Es ist auch mehr als doppelt so hoch wie die im zweiten Quartal 2019 gemeldete Wachstumsrate.

Zugegebenermaßen hat die Pandemie wahrscheinlich eine bedeutende Rolle bei diesem Umsatzanstieg gespielt. Da die Angst vor COVID-19 bei den meisten Menschen zu weniger Ausflügen geführt hat, ist Amazon für alle zu Hause die erste Anlaufstelle geworden. Finanzvorstand Brian Olsavsky nannte eine „starke frühe Nachfrage“ nach alltäglichen Waren, um den Anstieg zu erklären. Olsavsky hob auch die Online-Verkäufe von Lebensmitteln hervor, die sich gegenüber dem Vorjahr verdreifacht haben.

AWS und die aktuelle Wirtschaft

Dennoch ist Amazon Web Services (AWS) wohl das Juwel des Unternehmens. Amazon wurde mit der Gründung von AWS im Jahr 2006 führend im Bereich Cloud Computing. Die Cloud schuf einen neuen Nischensektor in der Technologiebranche.

So konnte Amazon seine Marktführerschaft behaupten. Laut Canalys entfielen 2019 mehr als 32 % der Ausgaben für Cloud-Infrastrukturen auf Amazon. Das ist fast doppelt so viel wie der Marktanteil seines größten Konkurrenten in diesem Bereich, Microsofts Azure.

AWS macht seit Langem den Großteil der Gewinne des Unternehmens aus. Die operativen Einnahmen von AWS im zweiten Quartal – knapp 3,36 Milliarden USD – machten etwa 57 % der operativen Einnahmen des Unternehmens insgesamt aus. Der Nettoumsatz des zweiten Quartals von etwas mehr als 10,8 Milliarden USD macht nur einen kleinen Bruchteil des Nettoumsatzes im Einzelhandel aus. Dennoch ist dies eine Steigerung von fast 29 % gegenüber dem Vorjahresniveau.

Zudem scheint Corona das Wachstum beschleunigt zu haben. Da immer mehr Arbeitnehmer zu Hause bleiben, ist Cloud Computing inmitten der Pandemie noch wichtiger geworden.

Ist Amazon rezessionssicher oder lediglich pandemiesicher?

Amazon sollte in der Tat profitabel bleiben. Allerdings hängt ein Großteil des derzeitigen Wachstums mit dem von Corona verursachten Abschwung zusammen, nicht mit der Rezession, die dadurch ausgelöst wurde. Was den Einzelhandel betrifft, so hätte eine „normale“ Rezession nicht zwangsläufig zu mehr Online-Käufern geführt. Außerdem hätte sie wahrscheinlich nicht mehr Arbeit in die Cloud verlagert.

Aus diesen Gründen könnte die nächste Rezession Amazon definitiv negativ beeinflussen. Doch man muss bedenken, dass trotz der Schwere dieses Abschwungs ein Rückgang des BIP um 33 % bedeutet, dass 67 % der wirtschaftlichen Aktivität bestehen bleiben.

Auf der Seite des Einzelhandels verkauft Amazon Waren, die unabhängig von der Gesamtwirtschaft weiterhin gefragt sein werden. Da AWS Infrastrukturdienstleistungen anbietet, wird dieser Bereich in guten wie in schlechten Zeiten das Rückgrat der Technologieindustrie bleiben.

Letztendlich sollte das Unternehmen langfristig rezessionssicher bleiben. Nichtsdestotrotz sollten die Investoren die Erwartungen bei künftigen Abschwüngen wahrscheinlich herunterfahren.

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The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Amazon, Apple und Microsoft und empfiehlt Aktien von Costco Wholesale. Will Healy besitzt keine der angegebenen Aktien. Dieser Artikel erschien am 6.8.2020 auf Fool.com und wurde für unsere deutschen Leser übersetzt.

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