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Gazprom & Nord Stream 2: Anonymität könnte die Lösung sein!

Das Thema Nord Stream 2 im Kontext der Gazprom-Aktie (WKN: 903276) schlägt weiterhin hohe Wellen. Zuletzt sind es insbesondere konkrete Drohungen der US-Regierung gewesen, die für Schlagzeilen gesorgt haben. Insbesondere der Hafen Sassnitz mit seinen verbundenen Häfen ist dabei in den Fokus gerückt.

Das wiederum hat den Ruf nach Konsequenzen lauter werden lassen, allerdings auch einige Partner und Beteiligte zuletzt massiv verunsichert. Möglicherweise werden sich einige jetzt weiter von der EU-Pipeline distanzieren. Allerdings könnten auch Sanktionen gegen die USA die Folge sein.

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Letztlich könnten die Sanktionen und die US-amerikanische Einmischung sogar Völkerrechtler beschäftigen. Immer wieder wird die Legitimität dieser Maßnahmen angezweifelt. Jetzt könnte es jedoch auch eine pragmatische Lösung geben, wie der Bau weitergehen kann. Die jedoch auch ihre Grenzen haben dürfte. Schauen wir im Folgenden daher einmal, warum Anonymität ein Stichwort ist, das möglicherweise für Gazprom und Nord Stream 2 wichtig werden kann.

Anonymität als Schlüssel zum Erfolg …?

Wie gesagt: Das Thema US-Sanktionen gegen Nord Stream 2 schlägt inzwischen hohe Wellen. Wie aus aktuellen Pressemeldungen hervorgeht, ist anscheinend sogar Gerhard Schröder, unser Ex-Bundeskanzler, bei Angela Merkel vorstellig geworden, um das weitere Prozedere zu besprechen. Allerdings womöglich auch, um den Druck zu erhöhen.

Politisch gesehen handelt es sich um eine sehr brisante Zeit, in der Russland und die EU als geschlossene Front möglicherweise gegen die USA agieren. Mal ehrlich: Wer hätte das vor einigen Jahren gedacht?

Aber verlassen wir jetzt diesen politischen Rahmen und wenden uns den pragmatischen Lösungsansätzen zu: Wie jetzt nämlich gleichsam medial diskutiert wird, könnte eine anonyme Fertigstellung ein Versuch sein, den Bau unter Umgehung der US-Sanktionen zu lösen. Demnach könnten Unternehmen anonym beauftragt werden und zugleich heimlich die letzten Kilometer der Pipeline verlegen.

Zugegeben: Das könnte ein cleverer Ansatz sein, um zumindest die US-Regierung rein pragmatisch von Sanktionen gegen Verlegeschiffe und auch beteiligte Häfen abzuhalten. Kein Wissen, keine Konsequenzen, so oder so ähnlich dürfte dabei das Motto lauten. Es gibt allerdings auch Grenzen, die Foolishe Investoren kennen sollten.

Bereiche, wo Geheimnisse kaum möglich sind!

Anonymität kann dabei nämlich sehr kurzfristig orientiert ein Schlüssel zum Erfolg beim Bau sein. Allerdings ist der Bau nicht alles, was letztlich erreicht werden muss. Nein, sondern auch die Inbetriebnahme und der Absatz von Erdgas. Und genau hier könnte es Probleme bei Nord Stream 2 geben, die weiterhin nicht von der Hand zu weisen sind.

Die Beteiligten beim Betrieb sind schließlich klar: Gazprom ist beispielsweise federführend aktiv. Aber zugebenermaßen dürfte der russische Erdgaskonzern kaum die US-Sanktionen fürchten. Der Schwerpunkt der operativen Tätigkeit liegt neben der EU jetzt bei der Türkei und China. Und, eben, bei Russland selbst. Die USA sind hingegen eher als Konkurrenten einzustufen.

Aber auch EU-Partner wie Royal Dutch Shell und OMV oder BASF sind unmittelbar an dem EU-Projekt beteiligt. Das ist hinlänglich bekannt. Und für diese Namen wird eine Anonymität beim Bau entsprechend keine Lösung sein. Nein, sondern eben andere Maßnahmen, die vor den US-Sanktionen schützen.

Gazprom & Nord Stream 2: Erst Bau, dann weitersehen?

Kurzfristig könnte Anonymität daher helfen, Fakten zu schaffen und den Bau zu beenden. Mittel- bis langfristig dürfte jedoch die Inbetriebnahme das größere Problem für die Beteiligten werden, die hinlänglich bekannt sind. Grundsätzlich dürfte es jedoch dabei bleiben, dass die EU und Russland gemeinsam nach einer Lösung suchen werden. Möglicherweise wird es völkerrechtlich an dieser Front noch brisant.

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Vincent besitzt Aktien von BASF und Royal Dutch Shell. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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