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DAX über 13.000 Punkten: Bei diesen Aktien ist jetzt Vorsicht geboten!

Foto: Getty Images

Der DAX hat am Dienstag dieser Woche einen bedeutenden Meilenstein erreicht: Er hat die Marke von 13.000 Punkten nach oben durchbrochen. Ist das ein positives Zeichen? Nun, darüber kann man mit Sicherheit streiten. Das Rückschlagsrisiko könnte in Anbetracht so mancher Korrekturpotenziale jedenfalls wieder steigen.

Wie auch immer: Trotz des hohen Bewertungsmaßes könnte es natürlich einige Aktien geben, die noch attraktiv sind. Sowie allerdings auch andere, bei denen man selbst als Foolish langfristig orientierter Investor eher vorsichtig sein sollte.

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Lass uns heute letztere Perspektive wählen. Und einmal schauen, bei welchen Aktien aus dem DAX womöglich Warnsignale erkennbar sind.

BASF: Wegbrechende Zahlen, Dividende in Gefahr

Ein erste Aktie, die passenderweise in diesen Tagen die Marke von 50 Euro zurückerobern konnte, ist zunächst die von BASF (WKN: BASF11). Mit dem steigenden Aktienkurs könnte jedoch auch hier das Rückschlagspotenzial größer werden. Sowie ein Grund für so manche Investition ins Wanken geraten: die Dividende.

Beim DAX-Chemiekonzern sind so beispielsweise zuletzt erneut die Ergebnisse signifikant eingebrochen. Das EBIT vor Sondereinflüssen lag lediglich noch bei 226 Mio. Euro, nach einem Vorjahreswert von fast einer Milliarde. Das Ergebnis nach Steuern ist mit -878 Mio. Euro sogar in der Verlustzone gewesen. Das zeigt: Von einem Turnaround ist BASF weiterhin weit entfernt. Das Coronavirus hat dem Chemiekonzern einen Strich durch die Rechnung gemacht.

Dadurch dürfte die Dividende ernsthaft in Gefahr geraten: Das Ergebnis je Aktie dürfte nach einem Vorjahreswert von 2,96 Euro ein weiteres Mal nachgeben. Die zuletzt gezahlten 3,30 Euro sind nicht nachhaltig gewesen. Die rund 6,6 % Dividendenrendite müssen daher im nächsten Jahr definitiv nicht zwingend erneut auf Einkommensinvestoren warten.

Besteht die Möglichkeit eines Turnarounds? Ja, langfristig definitiv. Doch kurzfristig könnte die Bewertung steigen und die BASF-Aktie einen empfindlichen Dämpfer bei einer potenziellen Dividendenkürzung hinnehmen. Ein DAX-Punktestand von 13.000 Zählern könnte daher ein guter Zeitpunkt sein, seine Investitionsthese noch einmal zu überdenken.

Beiersdorf: Hoch bewertet und wegbrechende Zahlen!

Es mag historisch gesehen vielleicht günstigere Zeitpunkte gegeben haben, um über den Verkauf der Beiersdorf (WKN: 520000)-Aktien nachzudenken. Zum Herbst des letzten Jahres notierten die Anteilsscheine beispielsweise kurzzeitig über 113 Euro. Dennoch könnte auch jetzt mit einem DAX-Stand von über 13.000 Punkten ein guter Zeitpunkt für einen Fakten-Check sein.

Beiersdorf wird mit einem derzeitigen Aktienkurs von 97,14 Euro (11.08.2020, maßgeblich für alle Kurse) noch immer relativ hoch bewertet. Im letzten Jahr kam das Unternehmen auf einen Gewinn je Aktie in Höhe von 3,17 Euro, das Kurs-Gewinn-Verhältnis beliefe sich auf einen Wert von 30,6. Das kann man durchaus als teuer bezeichnen.

Vor allem wenn wir bedenken, dass auch dieses Jahr alles andere als erfolgreich werden dürfte: Wie Beiersdorf für das erste Halbjahr verkünden musste, ist das Ergebnis je Aktie um auf 1,26 Euro innerhalb der ersten Jahreshälfte eingebrochen. Das entspricht einem Rückgang von ca. 30 %.

Mit einem ca. 30 % teurerem Bewertungsmaß würde das 2020er-Kurs-Gewinn-Verhältnis bei ca. 40 liegen. Für eine nicht mehr moderat wachsende, sondern rückläufige Aktie könnte das zu teuer sein. Jetzt könnte daher auch hier ein guter Zeitpunkt sein, die eigene Investitionsthese zu überdenken.

DAX steigt: Überlege dir deine Schritte!

Wie wir letztlich gesehen haben, konnte der DAX daher in den letzten Wochen und Monaten signifikant zulegen. Der Kursperformance sind jedoch nicht alle Aktien auch operativ gefolgt. Nein, so manche läuft unternehmerisch der Performance hinterher. BASF und Beiersdorf könnten zwei Beispiele sein, wo jetzt Vorsicht geboten ist. Aber entscheide selbst, welche Schritte du gehen möchtest.

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Vincent besitzt Aktien von BASF. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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