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2 starke ETFs, die du niemals verkaufen solltest!

Foto: Getty Images

Man muss schon reich heiraten oder geerbt haben, um mit einem durchschnittlich bezahlten Job reich zu werden. Diese und ähnliche Aussagen kennst du vermutlich nur allzu gut. Doch die Aussage ist definitiv nicht richtig. Denn legst du dein Geld über einen längeren Zeitraum an der Börse an, kommst du mit dem Effekt des Zinseszins auf ein hübsches Sümmchen.

Zur langfristigen Geldanlage eignen sich neben Einzelaktien auch Exchange Traded Funds (ETFs) sehr gut. Diese passiv gemanagten Fonds bilden einen bestimmten Index kostengünstig ab und sorgen so langfristig für attraktive Renditen. Da es unzählige ETFs gibt, zeige ich dir nun zwei Fonds, die definitiv einen näheren Blick wert sind.

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1. iShares Edge MSCI World Minimum Volatility UCITS ETF (WKN: A1J781)

Vor allem Börsenanfänger achten bei ihrer Anlageentscheidung zu sehr auf die mögliche Rendite. Wenngleich die Rendite eine wichtige Kennzahl ist, sollte man das Risiko als wesentliches Fondskriterium nicht unterschätzen. Denn an der Börse gehen hohe Renditemöglichkeiten stets mit einem erhöhten Verlustrisiko einher.

Ein Maßstab für das Risiko an der Börse ist die Volatilität. Diese beschreibt die Abweichung von der vergangenen Rendite. Das heißt, je höher die Volatilität ist, desto weiter kann die tatsächlich erzielte Rendite von ihrem Durchschnitt aus der Vergangenheit entfernt liegen. Der iShares Edge MSCI World Minimum Volatility UCITS ETF versucht diese Abweichung möglichst gering zu halten, damit Anleger keine starken Schwankungen ertragen müssen.

Um die Volatilität möglichst gering zu halten, investiert der Fonds daher vor allem in nicht zyklische Unternehmen aus dem Nahrungsmittel- und Gesundheitsbereich wie Nestlé oder Johnson & Johnson. Doch auch Goldminen-Unternehmen befinden sich unter den größten Positionen des ETF. Da diese in der Regel in wirtschaftlich schwachen Zeiten zulegen können, tragen diese zur Stabilisierung des Portfolios bei.

Im Zusammenhang mit dem Corona-Crash konnte der ETF seine Stärken unter Beweis stellen. Denn dieser verlor im besagten Crash-Zeitraum lediglich 29,54 %. Keine Frage, ein großer Verlust. Jedoch waren die Renditen des DAX mit -40,47 % und des S&P 500 mit -35,40 % deutlich schlechter.

2. iShares Edge MSCI World Momentum Factor UCITS ETF (WKN: A12ATF)

Wie der Name schon verrät, ist das Besondere an diesem ETF, dass Unternehmen übergewichtet werden, die in den vergangenen Perioden eine Aufwärtsbewegung hinter sich haben. Demnach setzt man hier als Anleger darauf, dass dieser Aufwärtstrend weiterhin Bestand hat. An der Börse bezeichnet man dies als eine prozyklische Anlagestrategie.

Daher ist es kaum verwunderlich, dass die größten Positionen des ETF unter anderem Unternehmen wie Apple, Amazon, Microsoft und Tesla sind. Durch diese offensive Anlagestrategie können Anleger bei Aufwärtsbewegungen an der Börse überproportional profitieren. So können sich Anleger in diesem Jahr trotz der Auswirkungen des Corona-Crashs über einen Kursgewinn von 12,62 % freuen (Stand: 07.08.2020).

Ähnlich waren auch die Renditen in den vergangenen Jahren. So betrug der durchschnittliche jährliche Kursgewinn über einen Zeitraum von fünf Jahren stolze 12,67 %. Durch den Effekt des Zinseszins könnte man daher circa alle sechs Jahre sein Vermögen verdoppeln. Sollten vergleichbare Kursgewinne auch in der Zukunft eintreten, kann man sich vorstellen, welche Gewinne über einen Zeitraum von beispielsweise 25 Jahren möglich sind.

… oder lieber doch reich heiraten?

Natürlich gibt es viele Mittel und Wege, um zu einem ansehnlichen Vermögen zu kommen. Der Weg, monatlich einen bestimmten Betrag in renditestarken ETFs anzusparen, ist jedenfalls eine Möglichkeit, die es dir erlaubt, selbst bei einem durchschnittlichen Einkommen ein kleines Vermögen anzuhäufen und finanziell frei zu werden.

Denn über einen Zeitraum von 20 oder 25 Jahren kann der ursprünglich investierte Betrag oftmals vervielfacht werden. Durch die geringe Kostenquote von ETFs wird zudem sichergestellt, dass der überwiegende Teil des Kursgewinns beim Anleger bleibt und nicht zu einer Fondsgesellschaft abwandert.

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