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Nestlé & Beiersdorf: Vorsicht vor diesen 2 Bewertungsfallen!

Foto: Getty Images

Die aktuelle Quartalsberichtssaison mag vieles offenbaren: So manches Mal langfristig intakte Wachstumsgeschichten. Oder aber auch Problemfälle, denen man lieber fernbleiben sollte. Und natürlich eine ganze Menge dazwischen, beispielsweise auch bei Nestlé (WKN: A0Q4DC) und Beiersdorf (WKN: 520000).

Beide Aktien haben eigentlich weitgehend solide performt im ersten Halbjahr. Es gibt wenig, das aus Unternehmensperspektive besorgniserregend ist. Aber auch wenig, das besonders positiv stimmt.

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Letzteres könnte dabei eine potenzielle Bewertung offenbaren: Wenn wir jetzt nämlich die Quartalszahlen mit der aktuellen, fundamentalen Ausgangslage in Relation bringen, so können wir womöglich einen Mix sehen, der zu teuer erscheint und eine Bewertungsfalle darstellt.

Nestlé: Lass dich nicht täuschen!

Eine erste Aktie, die dabei oberflächlich betrachtet solide abgeliefert hat, ist die von Nestlé gewesen. Die Umsätze sind dabei zuletzt im ersten Halbjahr um 2,8 % geklettert, das organische Wachstum lag bei 2,6 %. Damit setzen die Schweizer eigentlich ihren Erfolgskurs fort. Der Gewinn je Aktie kletterte demnach sogar um 22 % auf 2,09 Schweizer Franken.

Allerdings sollten wir den Verwässerungseffekt durch den Konzernumbau nicht vergessen: Zu konstanten Wechselkursen lag das Wachstum nämlich bloß bei 0,5 % im Jahresvergleich, beziehungsweise auf bereinigter Basis nahm der Wert sogar um 5,9 % auf 2,01 Schweizer Franken ab. Das gilt es definitiv zu berücksichtigen.

Vor allem, wenn wir jetzt die fundamentale Bewertung von Nestlé betrachten: Bei einem derzeitigen Aktienkurs von 107,82 Schweizer Franken und einem 2019er-Gewinn je Aktie von 4,30 Schweizer Franken lag das Kurs-Gewinn-Verhältnis bereits bei 25. Die derzeitige Dividendenrendite liegt hingegen bei einer zuletzt ausgeschütteten Auszahlung in Höhe von 2,70 Schweizer Franken bei 2,50 %. Das könnte sehr teuer sein. Investoren sollten hier genauer hinsehen, bevor sie die defensive Klasse und die Stärke der Dividende zu würdigen wissen. Es könnte jedenfalls attraktivere Alternativen geben, die nicht den Anschein einer Bewertungsfalle haben.

Beiersdorf: Sogar ein Einbruch in den Q2-Zahlen!

Eine zweite Aktie, die sogar einen moderaten Einbruch im Zahlenwerk für das zweite Quartal publizieren musste, ist außerdem die von Beiersdorf. Innerhalb der ersten sechs Monate ging der Konzernumsatz um starke 10 % zurück im Jahresvergleich. Auch die Ergebniszahlen traten nicht nur auf der Stelle. Nein, sondern verschlechterten sich signifikant.

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern brach beispielsweise von einem Vorjahreswert von 593 Mio. Euro auf 472 Mio. Euro ein. Nach Steuern liegt der Wert für die ersten sechs Monate hingegen bei 291 Mio. Euro, nach einem Vorjahreswert von 417 Mio. Euro. Das Ergebnis je Aktie korrigierte hingegen von 1,81 Euro auf 1,26 Euro. Immerhin ein Einbruch von fast 30 % im Jahresvergleich für die ersten sechs Monate.

Dabei wird Beiersdorf aus fundamentaler Sicht weiterhin ambitioniert bewertet: Gemessen an einem aktuellen Aktienkurs von 95,76 Euro und einem 2019er-Gewinn je Aktie in Höhe von 3,17 Euro beläuft sich das Kurs-Gewinn-Verhältnis auf 30,2. Ein Wert, den es in diesem Jahr vermutlich zunächst nicht ein zweites Mal geben wird. Nein, sondern eher eine teurere Bewertung und womöglich sogar eine Bewertungsfalle.

Ich bleib Nestlé & Beiersdorf fern!

Den Aktien von Beiersdorf und Nestlé bleib ich daher aktuell lieber fern. Die fundamentale Bewertung ist alles andere als preiswert. Die Quartalszahlen für das zweite Quartal haben zwar gezeigt, dass beide profitabel geblieben sind. Allerdings auch, dass die Ergebnisse wenn überhaupt moderat wachsen. Oder sogar einbrechen. Eine Entwicklung, die die derzeitige Bewertungslage nicht widerspiegelt.

Trotz der defensiven Klasse könnte das Risiko daher größer sein als die Chance. Hier könnte eine Bewertungsfalle lauern, in die ich lieber nicht hineintappen möchte.

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Vincent besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool empfiehlt Nestlé. 

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