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Henkel-Aktie: Wie sicher ist die Dividende?

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Foto: Getty Images

Die Henkel (WKN: 604843)-Aktie bewegt sich seit Jahren seitwärts mit leichter Abwärtstendenz. Seitdem im Sommer 2017 das vorläufige Allzeithoch von knapp über 110 Euro je Aktie erreicht wurde, kam man in den letzten Jahren nicht einmal mehr in die Nähe der 100-Euro-Marke.

Tatsächlich sind die finanziellen Kennzahlen spätestens seit 2017 auf dem absteigenden Ast. Einige wichtige Kennzahlen fallen sogar bereits seit 2015. Das ruft langfristig Sorgen um die Nachhaltigkeit der Dividende hervor. Aber dazu später mehr. Werfen wir erst mal einen Blick auf die Zahlen.

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Umsatz und Gewinn fallen seit Jahren

Henkel konnte den Umsatz im letzten Geschäftsjahr auf 20,114 Mrd. Euro steigern und damit den Rekord von 2017 ganz knapp überbieten. Trotzdem ist der Gewinn nach Steuern in den zwei Jahren um fast 20 % gefallen. Da in der Zwischenzeit ein Akteinrückkaufprogramm gestartet wurde, konnte der Gewinneinbruch je Aktie leicht abgefedert werden. Auf dieser Basis ging es nur um knapp 7 % bergab.

Dramatischer ist der Rückgang der Rendite auf das eingesetzte Kapital. Diese wichtige Kennzahl ist zwischen den Geschäftsjahren 2015 und 2019 um 25 % gefallen. Inzwischen wird nur noch eine Rendite von 13,5 % erwirtschaftet. 2015 hatte man noch 18,5 % erreicht. Jeder investierte Euro ist heute also 25 % weniger wert, als er es noch vor fünf Jahren war.

Trotz dieser Entwicklung hat Henkel die Dividende stetig weiter angehoben. Erst mit der Dividende für das letzte Geschäftsjahr wurde diese Politik beendet und die Ausschüttung auf dem Niveau des Vorjahres von 1,85 Euro belassen. Das hatte natürlich auch damit zu tun, dass die Dividende in diesem Jahr beschlossen und ausgeschüttet wurde. Die wirtschaftlichen Verwerfungen waren also schon bekannt, als man sich für diesen Schritt entschieden hat. Das ändert natürlich nichts daran, dass es sicherlich eine gute Entscheidung war.

Breite Aufstellung mindert die Shutdownfolgen

Denn in der ersten Jahreshälfte hat die Covid-Pandemie das Ergebnis bereits massiv beeinträchtigt. Der Umsatz ist zwar mit 6 % nur leicht gesunken, aber der Gewinn ist um 29 % eingebrochen. Da die Automobilindustrie zu den großen Kunden zählt, kann davon ausgegangen werden, dass das Geschäft auch für den Rest des Jahres beeinträchtigt bleiben wird. Aber da Henkel relativ breit aufgestellt ist und beispielsweise auch Produkte für den Endverbraucher herstellt, dürften die Auswirkungen verkraftbar sein.

In der ersten Jahreshälfte ist beispielsweise der Umsatz des Bereichs Laundry & Home Care um knapp 4 % gestiegen, wohingegen die anderen beiden Bereiche deutlich im Minus lagen. Das Umsatzplus in der Sparte reichte allerdings nicht aus, um die Rückgänge der anderen Bereiche zu kompensieren.

Solide Bilanz lässt finanziellen Spielraum

Der soliden Bilanz macht das aber nichts aus. Henkel verfügte zum Ende des ersten Halbjahres über Barmittel in Höhe von 2 Mrd. Euro. Die Nettoverschuldung lag am Stichtag bei moderaten 2,2 Mrd. Euro. Im Notfall besteht also noch jede Menge finanzieller Spielraum.

Auch die Ausschüttungsquote liegt trotz der stetigen Dividendenerhöhungen der vergangenen Jahre bei moderaten 34 %. Die Quote wird sich zwar im kommenden Jahr bei gleichbleibender Ausschüttung zweifellos weiter erhöhen. Denn im ersten Halbjahr lag der Gewinn je Aktie noch ein wenig unterhalb der Dividendenzahlung. Es könnte also gut sein, dass Henkel im nächsten Jahr etwa 50 % des Gewinns ausschütten wird.

Insgesamt muss man sich aber um die Dividende wohl keine Sorgen machen. Die aktuell noch moderate Ausschüttungsquote lässt Henkel noch viel Spielraum für außergewöhnliche Jahre wie das aktuelle. Sollte der Gewinn in den nächsten Jahren aber nicht wieder deutlich ansteigen, sondern den Trend der letzten Jahre fortführen, ist es wahrscheinlich, dass die Dividende zumindest nicht weiter angehoben werden kann.

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Dennis Zeipert besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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