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Das sind jetzt akute Crash-Auslöser – und wie sie zu bewerten sind!

Foto: Getty Images

Kommt es zu einem zweiten Crash noch in diesem Börsenjahr? Oder zumindest zu einer Korrektur? Das sind womöglich Fragen, die sich viele Investoren derzeit stellen. Immerhin, Risiken scheint es so einige zu geben. Womöglich sogar akute Crash-Auslöser. Allerdings hängt das natürlich mit der eigenen Bewertung zusammen.

Aber welche Crash-Auslöser existieren denn derzeit? Und wie sind sie zu bewerten? Spannende Fragen, denen wir heute auf den Grund gehen wollen. Kleiner Hinweis an dieser Stelle: Das Coronavirus ist womöglich nicht das einzige Risiko. Auch wenn die meisten Investoren das natürlich auf dem Schirm haben, könnte das eher sekundärer Natur sein.

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Crash-Auslöser 1: Das Coronavirus

Aber bleiben wir noch einen kurzen Moment beim Coronavirus. Ja, möglicherweise hält das die Wirtschaftswelt weiterhin fest im Griff. Insbesondere in den USA sind die Fallzahlen weiterhin besorgniserregend. Doch auch hierzulande steigen die Zahlen, wenngleich auch auf einem eher niedrigen Niveau. Das zeigt jedoch: Überstanden ist das Virus noch nicht.

Möglicherweise wird es zu einer zweiten Welle mit steigenden Infektionszahlen kommen. Die Tragweite einer solchen ist kaum absehbar. Das hängt auch davon ab, inwieweit die Politik erneut einen Lockdown anvisiert oder nicht. Aber wie gesagt: Zu einer Belastung könnte es durchaus ein weiteres Mal kommen.

Für die Märkte hat das Coronavirus allerdings womöglich seinen Schrecken verloren. Nicht, dass weitere Entwicklungen nicht zu einer Korrektur taugen. Nein, aber die aktuellen Zahlen und Prognosen werden laufend eingepreist. Ein schwarzer Schwan, so viel steht für mich zumindest fest, ist das Coronavirus nicht mehr. Dazu fehlt es einfach am Überraschungseffekt.

Crash-Auslöser 2: Handelsbeziehungen

Es könnte allerdings einen zweiten Crash-Auslöser geben, der derzeit vielleicht unterbewertet wird: die Handelsbeziehungen. Insbesondere die USA scheinen weiterhin auf globalem Konfrontationskurs zu sein. Neben China, das dabei ein Dauerthema ist, ist es in letzter Zeit allerdings auch Europa, das vermehrt im Fokus steht.

Unter anderem beim EU-Projekt Nord Stream 2 scheint es viel Ärger zu geben. Die USA versuchen mit massivem Druck und Einschüchterungsversuchen, das Projekt zu verhindern. Die Bewertung dieses Einmischens hat dabei womöglich völkerrechtliche Konsequenzen. Auch der Ruf nach Sanktionen gegen die USA werden lauter. So könnte beispielsweise von EU-Seite die Einfuhr von LNG (Flüssiggas) besteuert werden. Das könnte einen tieferen Handelskonflikt nach sich ziehen.

Preist der Markt eine solche Entwicklung und eine mögliche Eskalation derzeit ein? Hm, schwer zu sagen. Ich sehe das derzeit allerdings nicht. Das wiederum könnte ein schwarzer Schwan sein, den die Investoren noch nicht auf dem Schirm haben. Eben, weil das Coronavirus viel der Berichterstattung und der Angst und Panik auf sich vereint.

Crash-Begleiter: Hohe Bewertungen?

Hohe Bewertungen sind für mich eigentlich nie ein Crash-Auslöser. Es sei denn, wir sehen Bewertungen, die eher dem Niveau der Dotcom-Blase ähnlich werden. Von einem solchen Maßstab dürften wir jedoch noch immer weit entfernt sein.

Aber: Die Bewertungen könnten ein Begleiter im Rahmen eines Crashs sein. Immerhin: Der DAX notiert noch immer bei ca. 12.674 Punkten (07.08.2020) und somit nicht mehr allzu weit entfernt von den alten Bestmarken bei ca. 13.800 Zählern. Sollte es daher zu einem unvorhergesehenen Ereignis und Angst und Panik kommen, so könnte die Bewertung einen Abverkauf beschleunigen.

In der Tat dürfte die Ausgangslage an den Börsen ebenfalls eine Rolle spielen. Die Sicherheitsmargen vieler Aktien könnten schließlich inzwischen niedriger sein. Vor allem, wenn wir bedenken, dass der DAX im März dieses Jahres noch bei ca. 8.000 Punkten notierte.

Ein Zusammenspiel aus vielem?

Letztlich sind die einzelnen Crash-Auslöser isoliert betrachtet allesamt nicht zu schlimm. Das, was die Märkte vielleicht am wenigsten auf dem Schirm haben, sind die Beziehungen zwischen Europa und den USA. Hier könnte sich eine Eskalation im Handelskonflikt abzeichnen.

Die eigentliche Gefahr könnte jedoch womöglich ein Zusammenspiel vieler Faktoren sein: das Coronavirus, schlechtere Handelsbeziehungen und eine höhere Bewertung. Doch, bedenke: Selbst im Fall der Fälle ist ein Crash durch seine günstigeren Bewertungen langfristig eher als Chance einzuordnen.

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