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Lufthansa-Aktie mit tiefroten Zahlen! Behält Warren Buffett doch recht?

  • Die Lufthansa steht weiterhin mit dem Rücken zur Wand
  • Schleppende oder schnelle Erholung?
  • Massiver Stellen- und Flottenabbau in Planung
  • Bessere, aber nur vage Aussichten

Als Warren Buffett inmitten der Wirtschaftsschließung der ersten Jahreshälfte 2020 alle seine Airline-Aktien verkaufte, sahen darin einige Beobachter einen großen Fehler. Natürlich, wenn die Fluggesellschaften die Krise überstehen und sich anschließend die Lage schnell normalisiert, werden sich auch die Aktien entsprechend stark erholen.

Die Lufthansa steht weiterhin mit dem Rücken zur Wand

Doch in fast allen Fällen ist ein Überleben derzeit nur mit staatlicher Unterstützung möglich. Andererseits besteht die Gefahr einer dauerhaften Staatsbeteiligung und eines schleichenden Niedergangs, ähnlich wie bei der Commerzbank (WKN: CBK100)-Aktie.

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Selbst Lufthansas (WKN: 823212) Vorstandsvorsitzender Carsten Spohr äußerte diese Befürchtung vor der Staatsbeteiligung. Und nun könnte sie tatsächlich Realität werden, denn die Gewerkschaften sind gegen einen deutlichen Stellenabbau. Doch welche Alternative bleibt, wenn ein Unternehmen innerhalb von nur sechs Monaten 3.617 Mio. Euro Verlust erwirtschaftet?

Allein im zweiten Quartal 2020 lag der Verlust bei 1.493 Mio. Euro. Trotz Staatshilfen ist schnell auszurechnen, wie lange die aktuelle Liquidität von 11,8 Mrd. Euro die Existenz sichert. Wenn der Konzern sich nicht ganz schnell den Bedingungen anpasst, sind nicht nur die derzeit zum Abbau vorgesehenen Stellen bedroht, sondern alle.

Dies muss auch die Gewerkschaft einsehen. Hinzu kommt, dass ohne den Abbau eine schnelle Konzernerholung behindert wird, die nach der Krise wieder zahlreiche Neueinstellungen möglich machen würde.

Schleppende oder schnelle Erholung?

Wie es aussieht, könnte Warren Buffett mit dem Verkauf seiner Airline-Aktien richtig gelegen haben, denn derzeit ist eher mit einer schleppenden Erholung im Luftfahrtsektor zu rechnen. So geht Carsten Spohr nur noch bis 2024 mit einer Rückkehr zum Vorkrisenniveau aus.

Zudem ist nicht gesagt, dass sich mit der Krise keine permanenten Veränderungen ergeben. So ist ein ständiges Wachstum im Flugverkehr ohnehin eine Illusion, wenn man bedenkt, wie überlastet der Flugraum bereits vor der Krise war.

Diese Einsicht reift langsam auch bei der Lufthansa, wie Carsten Spohrs Worte belegen: „Die Pandemie bietet unserer Industrie eine einzigartige Gelegenheit zur Neukalibrierung: Das Gewohnte infrage zu stellen und statt nach ‚Wachstum um jeden Preis‘ zu streben, nachhaltig und verantwortungsvoll Werte zu schaffen.“

Massiver Stellen- und Flottenabbau in Planung

8.300 Stellen wurden bis zum 30. Juni bereits abgebaut und die operativen Kosten um 59 % reduziert, was jedoch noch nicht ausreicht, um die Verluste auszugleichen. Carsten Spohr schließt aufgrund der schleppenden Verhandlungen mit den Gewerkschaften und der nur langsamen Wiederaufnahme vieler Flugstrecken nun betriebsbedingte Kündigungen nicht mehr aus.

Weitere 22.000 Stellen könnten somit wegfallen. Das Restrukturierungsprogramm „ReNew“ sieht zudem eine Flottenverkleinerung um 100 Flugzeuge vor und auch die Führungsebene soll um 20 % verringert werden.

Die Stärke des Nachfrageeinbruchs ist am besten am Umsatz erkennbar. Er lag im zweiten Quartal 2020 ganze 80 % unter dem Vorjahr und die Anzahl der Flüge verringerte sich um 94 %. Im gesamten ersten Halbjahr 2020 lagen die Werte für den Umsatz bei -52 % und für die Flüge bei -61 %.

Bessere, aber nur vage Aussichten

Die Aussichten für die zweite Jahreshälfte 2020 machen etwas Hoffnung. So soll die Kapazität auf der Kurz- und Mittelstrecke im dritten Quartal auf 40 % und im vierten Quartal wieder auf 55 % steigen. Auf der Langstrecke sollen entsprechend 20 beziehungsweise 50 % der Vorjahreskapazität erreicht werden. Dennoch geht die Lufthansa im Gesamtjahr weiterhin von hohen Verlusten aus.

Hoffnung machen derzeit nur die schnellen Impfstoffentwicklungsprogramme, die ab 2021 zu einer Normalisierung der gesamten Lage beitragen könnten. Dann könnte sich der Luftverkehr tatsächlich wieder sehr schnell erholen. Wir müssen also noch etwas abwarten, um festzustellen, ob Warren Buffett richtig lag.

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Christof Welzel besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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