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Der bessere Kauf: IBM vs. Coca-Cola

Nur wenige Marken verfügen über die lange Geschichte und den Stammbaum von IBM (WKN: 851399) und Coca-Cola (WKN: 850663). Beide befinden sich jedoch in einer Übergangsphase, um sich an das aktuelle wirtschaftliche Umfeld anzupassen, das durch die globale Coronaviruspandemie hervorgerufen wird. Außerdem geht es bei ihrem Wandel darum, nach den Umsatzrückgängen der letzten Jahre wieder zu einem beständigen Wachstum zurückzukehren.

Kürzlich gemeldete Quartalsergebnisse gaben Aufschluss darüber, wie die Strategie der beiden Unternehmen während der Pandemie voranschreitet. Eine Untersuchung der jüngsten Finanzergebnisse vor dem Hintergrund dieser Transformationsbemühungen kann bei der Entscheidung helfen, welches die bessere Investition ist.

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IBMs Turnaround-Erfolg

Die Gewinne von IBM im zweiten Quartal zeigten einen Umsatzrückgang von 5,4 % im Jahresvergleich. Viele Unternehmen mussten im letzten Quartal aufgrund der wirtschaftlichen Auswirkungen der Pandemie Umsatzrückgänge hinnehmen. Im Fall von IBM ist ein Teil dieses Rückgangs darauf zurückzuführen, dass sich das Unternehmen mitten in einem mehrjährigen Turnaround-Prozess befindet. Der Umsatz des Unternehmens ging 2019 gegenüber 2018 um 3,1 % zurück.

IBM ist bemüht, wieder an Fahrt aufzunehmen, indem es sich auf Cloud Computing und Angebote künstlicher Intelligenz konzentriert. Und das scheint zu funktionieren. Der Cloud-Computing-Umsatz stieg im zweiten Quartal trotz der Pandemie im Jahresvergleich um beeindruckende 30 %.

Der Cloud-Umsatz des Unternehmens ist in den letzten vier Quartalen kontinuierlich gewachsen und zeigt sogar Anzeichen einer Beschleunigung. Die Pandemie dämpfte das Wachstum im ersten Quartal, aber die Ergebnisse von IBM für das zweite Quartal zeigen, dass das Unternehmen auf dem richtigen Weg ist, seinen Cloud-Umsatz zu steigern. Dazu hat auch die Übernahme des Open-Source-Softwareunternehmens Red Hat im Jahr 2019 beigetragen.

Quartal Total Cloud Revenue Wachstum (im Jahresvergleich)
Q2 2020 6,3 Milliarden US-Dollar 30 %
Q1 2020 5,4 Milliarden US-Dollar 19 %
Q4 2019 6,8 Milliarden US-Dollar 21 %
Q3 2019 5,0 Milliarden US-Dollar 11 %

Obwohl sich IBM inmitten einer Trendwende und einer Pandemie befindet, erwirtschaftet das Unternehmen weiterhin einen soliden Free Cashflow. Das Unternehmen meldete für das zweite Quartal einen Free Cashflow von 2,3 Milliarden US-Dollar, verglichen mit 1,4 Milliarden US-Dollar im ersten Quartal. Das Unternehmen schloss das Quartal mit 12 Milliarden US-Dollar an liquiden Mitteln ab, gegenüber 11,2 Milliarden US-Dollar im ersten Quartal. Damit ist IBM in einer vorteilhaften Position, um den Abschwung der Weltwirtschaft zu überstehen.

Diese starke Cash-Position ermöglichte es IBM, im April zum 25. Mal in Folge die Dividende zu erhöhen. Das Unternehmen schüttete im zweiten Quartal mehr als 1,4 Milliarden Dollar an Dividenden an die Aktionäre aus.

Der Ansatz von Coca-Cola

Eine der Stärken von Coca-Cola ist seit Langem der Vertrieb von Produkten an Restaurants und Lebensmittelgeschäfte, die zusammen etwa die Hälfte des Umsatzes ausmachen. Die Pandemie führte dazu, dass ein beträchtlicher Teil dieser Einnahmequelle stillgelegt wurde und deshalb die Einnahmen im zweiten Quartal im Jahresvergleich um 28 % zurückgingen. Im ersten Quartal verzeichnete das Unternehmen nur einen Rückgang von 1 %, da sich die Pandemie gerade erst auf das Verbraucherverhalten auszuwirken begann.

James Quincey, Vorsitzender und CEO von Coca-Cola, glaubt, dass sich das zweite Quartal „als die größte Herausforderung des Jahres erweisen wird“. Das Unternehmen erwägt proaktive Maßnahmen zur Steigerung von Umsatz und Gewinn. Dazu gehört zum Beispiel die Einstellung einiger Produkte, die unterdurchschnittlich abschneiden.

Das Unternehmen besitzt mehr als 400 Marken, von denen mehr als die Hälfte nur in einem einzigen Land verkauft wird. Diese Dynamik verringert zum einen die Fähigkeit von Coke, seine Aktivitäten zu skalieren. Darüber hinaus machen diese Marken zusammen nur 2 % des Gesamtumsatzes des Unternehmens aus. Coca-Cola könnte Produkte mit begrenztem Wachstumspotenzial eliminieren, um sich auf die Produkte zu konzentrieren, die Erfolg haben.

Das Unternehmen hat 2019 nach mehreren Jahren des Umsatzrückgangs gut abgeschnitten. Der Gesamtjahresumsatz stieg im Jahresvergleich um 9 %.

Die Optimierung des Produktportfolios und der Betriebsabläufe könnte Coca-Cola helfen, zu seinem Aufschwung vor der Pandemie zurückzukehren, sobald sich die Weltwirtschaft erholt und sich das Verbraucherverhalten wieder normalisiert. Quincey geht davon aus, dass eine vollständige Erholung zwei bis drei Jahre dauern könnte, was eine Herausforderung für Investoren darstellt.

Die endgültige Entscheidung

Unter diesen beiden ikonischen Marken ist IBM der überzeugendere Kauf. Seine Kunden sind große Institutionen, die in Schlüsselindustrien wie Finanzen, Regierung und Gesundheitswesen tätig sind. Diese Unternehmen sind auf die Cloud-Infrastruktur von IBM angewiesen, sodass die Wechselkosten hoch sind. Dies verschafft IBM selbst in Zeiten der Pandemie eine verlässliche Einnahmequelle.

Coca-Cola ist dabei, seine Geschäftsbereiche zu bereinigen, was sich auf lange Sicht auszahlen wird. Die größere Empfindlichkeit gegenüber einem wirtschaftlichen Abschwung macht die Aktie jedoch weniger attraktiv. Die hohe Dividendenrendite von mehr als 5 % ist nur das Sahnehäubchen und ist damit eine großartige Einkommensaktie, insbesondere für ein Rentenkonto.

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Robert Izquierdo besitzt Aktien von IBM. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

Dieser Artikel wurde von Robert Izquierdo auf Englisch verfasst und wurde am 01.08.2020 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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