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Fast-Dividendenaristokrat Waste Management schwächelt: Aktie kein Kauf mehr?!

Die Aktie von Waste Management (WKN: 893579) gehört definitiv zu den spannenderen Dividendenaktien: Seit inzwischen 20 Jahren erhöht das Management die eigene Ausschüttungssumme je Aktie. In lediglich fünf weiteren Jahren könnten die Anteilsscheine zum Kreis der adeligen Ausschütter zählen.

Grundlage dieses bemerkenswerten Laufs ist ein stabiles und relativ geschütztes Geschäftsmodell: Durch das Netz von Deponien und Verträge für Müllentsorgungsdienstleistungen besitzt das Unternehmen ein Quasi-Monopol. Zudem ist die Entsorgung eine Basisdienstleistung, auf die man auch in Krisenzeiten nicht verzichten kann.

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Dennoch zeigen die aktuellen Quartalszahlen: Ganz frei von Einbrüchen ist das Geschäftsmodell nicht. Werfen wir in diesem Sinne einen Foolishen Blick auf die frischen Zahlen. Sowie auf die Frage, ob die Aktie möglicherweise kein Kauf mehr ist.

Zahlen, Daten, Fakten

Wie wir mit Blick auf die aktuellen Zahlen feststellen können, hat es bei wesentlichen Kennziffern Einbrüche gegeben: So sank der Umsatz von 3,94 Mrd. US-Dollar im Vorjahresquartal auf 3,56 Mrd. US-Dollar. Für die ersten sechs Monate beläuft sich der jetzige Wert auf 7,29 Mrd. US-Dollar, nach einem Vorjahreswert von 7,64 Mrd. US-Dollar.

Auch die Ergebnisse sind eingebrochen: Das operative Ergebnis lag in den letzten drei Monaten bei 527 Mio. US-Dollar, nach einem Vorjahreswert von 696 Mio. US-Dollar. In den ersten sechs Monaten beliefen sich die Zahlen auf 830 Mio. US-Dollar, nach einem 2019er-Halbjahresergebnis von 959 Mio. US-Dollar.

Unterm Strich blieb je Aktie ein Ergebnis in Höhe von 0,73 US-Dollar übrig. Im zweiten Quartal des Jahres 2019 lag der Wert noch bei 0,90 US-Dollar. Ein insgesamt schwaches Zahlenwerk, trotz aller defensiver Klasse, die die Aktie grundsätzlich besitzt.

Für das gesamte Geschäftsjahr 2020 rechnet das Management mit einem Rückgang des Umsatzes in einer Spanne zwischen 4 und 5 % im Jahresvergleich. Immerhin, damit könnte das Schlimmste im zweiten Quartal bereits hinter der Aktie liegen.

Ist die Aktie jetzt kein Kauf mehr?

Die Frage, ob die Aktie jetzt kein Kauf mehr ist, sollten wir womöglich etwas differenzierter beantworten. Einerseits ist zumindest die Dividende weiterhin sicher: Das Management zahlte zuletzt eine Quartalsdividende in Höhe von 0,545 US-Dollar an die Investoren aus. Selbst bei dem einbrechenden Ergebnis beläuft sich das Ausschüttungsverhältnis noch auf 74,6 %. Ein Wert, der zeigt: Hier existiert noch ein gewisser Sicherheitspuffer.

Dennoch ist die Bewertung weiterhin ambitioniert: Gemessen an einem 2019er-Gewinn je Aktie in Höhe von 3,93 US-Dollar beliefe sich das Kurs-Gewinn-Verhältnis bei einem Kursniveau von 109,38 US-Dollar (30.07.2020, maßgeblich für alle aktuellen Kurse) auf einen Wert von 27,8. Die moderat nachgebenden Ergebnisse dürften zu einem leicht höheren Kurs-Gewinn-Verhältnis führen. Das zeigt: Ja, die Aktie könnte womöglich sogar etwas teuer sein.

Auch die Dividendenrendite beläuft sich auf rund 2 %, was ebenfalls vergleichsweise wenig ist. Langfristig ist die Investitionsthese in Anbetracht der defensiven Klasse und der starken Wettbewerbsposition intakt. Es könnte jedoch ratsam sein, zu schauen, wie die operative Performance weitergeht.

Bei mir: Auf der Watchlist!

Keine Frage: Die Aktie von Waste Management besitzt eine gewisse defensive Klasse. Allerdings auch ein Geschäftsmodell, das offenbar nicht in Gänze gefeit ist von der schwächeren Wirtschaft. Die Bewertung ist gleichzeitig hoch, die Dividende historisch stark und nachhaltig. Allerdings ebenfalls vergleichsweise gering.

Für mich ein Gesamtpaket, das mir zeigt: Die Aktie gehört auf die Watchlist. Zumindest auf meiner rangieren die Anteilsscheine eigentlich weit vorne. Jedoch möchte ich die weiteren Quartale zunächst noch etwas beobachten.

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Vincent besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool empfiehlt Waste Management.

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