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Dividendenaristokrat Fresenius nach Q2-Zahlen: Ist die Aktie noch defensiv?!

Der Dividendenaristokrat Fresenius (WKN: 578560) ist bislang relativ solide durch die Zeit des Coronavirus gekommen. Insbesondere gemessen an den bisherigen Quartalszahlen. Das erste Quartal ist dabei von einem moderaten Wachstum sowie ergebnisseitig eher von Stagnation geprägt gewesen. Daraus ließ sich ein weiteres Mal eine gewisse defensive Klasse ableiten.

Jetzt jedenfalls befinden wir uns einige Monate weiter: Das Coronavirus hat insbesondere das zweite Quartal mächtig durchgewirbelt und der Dividendenaristokrat hat inzwischen neue Zahlen präsentiert.

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Werfen wir im Folgenden daher einen Blick auf diese Zahlen und schauen einmal: Ist die Aktie von Dividendenaristokrat Fresenius auch nach den Zahlen für das zweite Quartal noch defensiv?

Das zweite Quartal im Blick!

Eines vorweg: Das Zahlenwerk für die letzten drei Monate ist unterm Strich etwas schlechter ausgefallen als die letzten drei und auch wie die des Vorjahresquartals: Zwar kletterte der Umsatz im Jahresvergleich noch um 2 % auf 8,9 Mrd. Euro. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern blieb jedoch konstant bei rund 1.123 Mio. Euro.

Schlechter hingegen fiel das Konzernergebnis in den letzten drei Monaten aus: Durch das Coronavirus fiel dieser Wert um 13 % im Jahresvergleich auf bloß noch 410 Mio. Euro. Insbesondere Vamed, der Projektentwickler des Unternehmens, konnte dabei nicht an die alte Stärke anknüpfen. Das Coronavirus hat hier zu Verschiebungen geführt. Allerdings, und auch das sollten Investoren nicht vergessen: Aufgeschoben heißt nicht aufgehoben.

Im ersten Halbjahr beläuft sich das Umsatzplus damit noch auf 5 %, während das Ergebnis vor Zinsen und Steuern konstant geblieben ist. Das Konzernergebnis brach hingegen um 6 % auf 875 Mio. Euro ein. Ein zugegebenermaßen schwächeres Zahlenwerk. In Anbetracht der wirtschaftlichen Probleme allerdings keine Katastrophe.

Für das Gesamtjahr rechnet das Management jetzt überdies mit einem Umsatzwachstum in einer Spanne zwischen 3 und 6 % im Vergleich zum Vorjahr. Das Ergebnis soll hingegen maximal um 4 % zurückgehen oder, wenn es gut läuft, um 1 % wachsen. Prognosen, die daher zeigen könnten: Die Talsohle ist nach Ansicht des Managements womöglich bereits durchschritten.

Ist Fresenius jetzt nicht mehr defensiv?

Die Frage, ob Fresenius jetzt nicht mehr defensiv ist, lässt sich daher relativ einfach beantworten: Große Teile des Gesamtkonzerns sind es immer noch. Die Umsätze blieben schließlich stabil und lediglich Vamed und Helios sind aus der Spur gefallen. Die börsennotierte Tochtergesellschaft Fresenius Medical Care konnte hingegen mit deutlichen Steigerungen bei Umsätzen und Ergebnissen glänzen. So stieg der Umsatz zwar lediglich um 5 % im Jahresvergleich. Das Ergebnis kletterte jedoch unterm Strich um 40 % im Jahresvergleich.

Das ist es, was Fresenius so besonders macht: Der Gesamtkonzern besteht hier aus vielen verschiedenen Einzelteilen, die im Gesundheitswesen aktiv sind. Ein Geschäftsbereich, der zwar zyklisch sein kann, gewisse Teile werden es allerdings nie sein. So wie jetzt eben das Dialysegeschäft. Oder auch Kabi, der Lebensmittel- und Medikamentenarm, der ebenfalls eher moderat nachgegeben hat.

In Summe führt das zu einem Ausgleich und zu einem moderaten Wachstum. Oder auch insgesamt eher zu moderaten Bewegungen im Zahlenwerk. Für defensive Investoren ist die Aktie des DAX-Dividendenaristokraten weiterhin interessant.

Auch mit Blick auf die Bewertung …?

Das gilt übrigens auch für die aktuelle Bewertung: In Anbetracht des prognostizierten Zahlenwerks für das Gesamtjahr dürfte sich erneut zeigen, dass die Aktie mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von ca. 13 bewertet wird und auf ein Kurs-Umsatz-Verhältnis von unter 1 kommt. Eine günstige Ausgangslage, die langfristig durchaus Potenzial hat.

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Vincent besitzt Aktien von Fresenius. The Motley Fool empfiehlt Fresenius. 

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