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Siemens-Aktie: KGV 17,7, Dividendenrendite 3,43 %: Ist das jetzt günstig?!

Quelle: Siemens.com/presse

Die Siemens-Aktie (WKN: 723610) konnte seit dem Tiefpunkt im Corona-Crash wieder ordentlich Boden gutmachen: Von einem Kursniveau von 59,99 Euro kletterten die Anteilsscheine auf das aktuelle Aktienkursniveau von 113,70 Euro (28.07.2020, maßgeblich für alle Kurse). Das entspricht einem doch recht starken Plus von 89,5 % innerhalb von lediglich rund vier Monaten. Vielleicht ein paar Tage mehr.

Das wiederum stellt Investoren vor eine ganz wesentliche Frage: Ist die Aktie des DAX-Mischkonzerns jetzt noch günstig? Betrachten wir in diesem Sinne die fundamentale Bewertung. Allerdings auch einige ausgewählte Quartalszahlen, die zeigen können, ob sich ein näherer Blick noch immer lohnt.

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KGV, Dividendenrendite und Co.

Wichtig ist dabei zunächst der Blick auf einige ausgewählte Kennzahlen, die ein Gespür für die derzeitige Bewertungslage liefern können. Im Jahr 2019 kam Siemens jedenfalls auf einen Gewinn je Aktie in Höhe von 6,41 Euro und entsprechend beläuft sich das Kurs-Gewinn-Verhältnis auf 17,7. Ein Wert, der moderat wirkt. Allerdings ist die Interpretation natürlich auch vom Kontext abhängig.

Fest steht jedenfalls: Bereits im letzten Jahr ist das Zahlenwerk rückläufig gewesen. Im Jahr 2018 konnte Siemens jedenfalls noch einen Gewinn je Aktie in Höhe von 7,12 Euro ausweisen. Sollte der DAX-Mischkonzern zu dieser Stärke zurückfinden, würde sich das Kurs-Gewinn-Verhältnis auf rund 16 zumindest etwas verbessern. Oder moderater werden. Die rückläufigen Zahlen deuten jedenfalls an: Die Aktie könnte zunächst etwas teuer wirken.

Gemessen an einem Umsatz je Aktie von zuletzt 106,13 Euro beliefe sich das Kurs-Umsatz-Verhältnis hingegen auf ca. 1,06. Ein Wert, der eher moderat sein könnte. Das wiederum scheint die Bewertung etwas zu stützen, zumal der Umsatz je Aktie im letzten Jahr sogar moderat gestiegen ist.

Qualität bietet außerdem die Dividende von Siemens. Seit über zwei Jahrzehnten zahlt der DAX-Mischkonzern stets solide aus. Damit könnten die Anteilsscheine einen gewissen Teil ihrer Premiumbewertung in Anbetracht wegbrechender Gewinne rechtfertigen. Die derzeitige Dividendenrendite beläuft sich jedenfalls, gemessen an der zuletzt ausgezahlten Dividende in Höhe von 3,90 Euro, auf 3,43 %. Das ist jedenfalls auch eher ein moderater Wert. In den letzten Jahren hat es dabei bedeutend günstigere Zeitpunkte gegeben.

Der Blick auf Quartalszahlen und Aussichten

Wie wir mit Blick auf das erste Halbjahr dieses durch das Coronavirus eher durchwachsenen Geschäftsjahres 2020 feststellen können, besitzt Siemens auch weiterhin operativ ein eher rückläufiges Geschäft. Zumindest, wie gesagt, kurzfristig und durch das Virus und die Einschränkungen bedingt.

Die Umsätze sind dabei im letzten, zweiten Quartal, das Ende März geendet ist, noch bei 14,23 Mrd. Euro auf der Stelle getreten. Das angepasste EBITA industrieller Geschäfte sank jedoch um 18 % auf 1,59 Mrd. Euro. Der Gewinn aus fortgeführten Aktivitäten belief sich hingegen auf rund 1,01 Mrd. Euro. Ein Minus im Jahresvergleich von 41 %. Das Ergebnis je Aktie lag dadurch innerhalb des letzten Quartals lediglich noch bei 0,80 Euro, ein Minus von sogar 64 % im Jahresvergleich.

Für die weiteren Monate und Quartale spricht das Management von Siemens lediglich davon, dass man die bislang gültigen Prognosen nicht halten werde. Des Weiteren nehme man Abstand davon, einen Richtwert für das laufende Jahr abzugeben. Das wiederum könnte zeigen: Das Geschäftsjahr 2020 ist und bleibt durchwachsen. Die Bewertung erscheint damit zumindest kurzfristig etwas teurer.

Ist die Bewertung jetzt günstig?

Die Frage, ob die Bewertung der Siemens-Aktie jetzt preiswert ist, lässt sich daher nicht so einfach beantworten. Fest steht jedenfalls: Die Aktie ist ordentlich gestiegen seit dem Tiefpunkt des Coronavirus. Zudem ist das Zahlenwerk im laufenden Geschäftsjahr bereits eingebrochen.

Wer daher investiert, der sollte einen längeren zeitlichen Horizont besitzen als die nächsten Monate und Quartale. Die Bewertung für das Geschäftsjahr 2020 dürfte eher kein Kaufgrund sein, sondern eher das Zurückfinden in eine etwas bessere oder normalere operative Verfassung.

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Vincent besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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