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3 der jetzt wachstumsstärksten Aktien am Markt

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Tech-Aktien haben es geschafft, zum Darling am Markt zu werden, nicht zuletzt, weil sie sagenhaft gewachsen sind. Tatsächlich übertreffen Wachstumstitel schon seit geraumer Zeit die Wertentwicklung von Value-Aktien.

Im Gegensatz zur Dotcom-Blase haben diese New-Tech-Unternehmen jedoch ein legitimes Umsatz- und Gewinnwachstum. Das deutet darauf hin, dass ihr Erfolg durchaus nachhaltig ist. Wenn man also auf der Suche nach den nächsten großen Wachstumsaktien ist, sollte man die aussuchen, die tatsächlich schnell wachsen. Die nämlich könnten bald ihre hohe Bewertung rechtfertigen.

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Hier sind drei dieser Überflieger – Zoom Video Communications (WKN: A2PGJ2), Lemonade (WKN: A2P7Z1) und Datadog (WKN: A2PSFR). Alle verzeichnen ein Umsatzwachstum am oder im dreistelligen Bereich.

Zoom Video Communications: Bestes Quartal aller Zeiten?

Ich war zwar recht skeptisch, ob Zoom Video Communications jemals die Bewertung rechtfertigen könnte, die von der Pandenie angeheizt wurde. Doch das Unternehmen konnte Anfang Juni einige wirklich beeindruckende Ergebnisse vorweisen.

Zoom lässt sich 40 Minuten lang kostenlos nutzen. Doch dank der Einfachheit und Flexibilität der kundenfreundlichen Software konnte das rasante Wachstum der kostenpflichtigen Abos angekurbelt werden, als Corona zuschlug.

Das jüngste Quartal von Zoom endete am 30. April. Damit lag ein Teil der Pandemie schon in dem Zeitraum. Das äußerte sich in einem massiven Umsatzwachstum von 169 %.

Auch die Gewinne und der freie Cashflow schossen nach oben – das bereinigte Betriebsergebnis stieg von 8,2 Millionen USD auf 54,6 Millionen USD. Dank vieler neuer Abonnements, die im Voraus bezahlt werden, stieg der freie Cashflow von 15,3 Millionen USD auf 251,7 Millionen USD. Kunden, die mehr als 100.000 USD an Einnahmen in den letzten zwölf Monaten hatten, stiegen mit 90 % etwas weniger stark an. Hingegen stießen Neukunden mit mehr als 10 Mitarbeitern um sagenhafte 354 % hinzu.

Anleger sollten sich darüber im Klaren sein, dass die Aktie mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 1.452 und einem Preis-Umsatz-Verhältnis von 92 unfassbar teuer ist. Das vergangene Quartal dürfte das beste in der Geschichte des Unternehmens gewesen sein. Sollte Zoom jedoch viele der Neukunden halten und weitere große hinzugewinnen, dann dürfte es hier weiter bergauf gehen.

Lemonade: Versicherungen neu gedacht

Noch nie etwas von Lemonade gehört? Das mag daran liegen, dass dieser Möchtegern-Disruptor der Versicherungsbranche erst am 2. Juli seinen Börsengang hatte – und der war höchst erfolgreich. Mit einem Preis von 29 USD stieg die Lemonade-Aktie am ersten Handelstag um bis zu 144 % und sie ist seitdem weiter gestiegen. Derzeit liegt die Marktkapitalisierung von Lemonade bei 85,86 USD pro Aktie und beträgt 4,7 Milliarden USD – das ist das 36,2-Fache des Umsatzes.

Die Begeisterung für die neuen Aktien von Lemonade könnte darauf zurückzuführen sein, dass die Einnahmen schnell wachsen. In dem Quartal, das am 31. März endete, stiegen die Einnahmen von Lemonade im Jahresvergleich um satte 138 % von 11 Millionen USD auf 26,2 Millionen USD.

„Was ist das Besondere an Versicherungen?“, kann man sich zu Recht fragen. Die Versicherungsbranche ist notorisch volatil, da die Versicherer Prämien einnehmen, die sie versuchen, mit Auszahlungsverpflichtungen in Einklang zu bringen, die von Jahr zu Jahr schwanken können. Angesichts dieses anhaltenden Risikos werden alteingesessene Versicherungsgesellschaften eher günstig gehandelt.

Wie also kommt Lemonade an so eine techähnliche Bewertung? Nun, Lemonade will etwas anders machen, indem es sein Geschäftsmodell stärker an das eines Softwareunternehmens auf Abonnementbasis anlehnt. Erstens: Um die Volatilität der Branche abzufedern, gibt das Unternehmen einen Großteil seines Risikos an Rückversicherer ab. Interessanterweise spendet das Unternehmen auch „übrig gebliebenes Geld“ (was auch immer das sein mag) für Zwecke, die Kunden aus einer Liste von Wohltätigkeitsorganisationen wählen.

Das Ergebnis ist, dass Lemonade im Grunde versucht, sein Geschäft mehr wie ein gebührenpflichtiges Geschäft mit wiederkehrenden Einnahmen zu gestalten. Dabei verändert sich die Bruttomarge von Jahr zu Jahr kaum. Daher werden die Gewinnung loyaler Kunden und Volumenwachstum die Säulen des Geschäfts sein. Zum Zeitpunkt des Börsengangs bot Lemonade nur Versicherungen für Mieter und Hauseigentümer an, doch neulich hat das Unternehmen auf Krankenversicherungen für Katzen und Hunde ausgeweitet und will im Laufe der Zeit weitere Versicherungsprodukte anbieten.

Nur nach vorn

Lemonade will schnell zu einem führenden Favoriten der Versicherungskunden werden, insbesondere bei jungen Menschen. Der Prospekt weist darauf hin, dass man digital und für die nächste Generation aufgestellt sei. Die herkömmlichen Versicherer hängen an dieser Stelle vielleicht hinterher. Lemonade bietet eine einfach zu bedienende, blitzschnelle digitale Plattform, die auf künstlicher Intelligenz basiert. Der Schadenbearbeitungsroboter „AI Jim“ soll Schäden in nur drei Sekunden bezahlen.

Lemonade spricht Millennials an, die möglicherweise das erste Mal im Leben eine Versicherung abschließen. Die Idee von Lemonade besteht darin, treue Kunden zu gewinnen, die langfristig dabeibleiben. Sie werden irgendwann in größere Wohnungen, Häuser und Eigentumswohnungen ziehen und generell mehr Geld ausgeben.

Bei Lemonade gibt es noch viele offene Fragen. Das Unternehmen verliert zudem viel Geld und hatte einen Verlust von 36,5 Millionen USD im ersten Quartal – über 100 % der Einnahmen. Doch während die Verluste in den letzten Jahren zugenommen haben, hat sich das Underwriting von Lemonade auf der Basis der einzelnen Policen tatsächlich verbessert. Die Bruttoschadensquote (Bruttoverluste geteilt durch Prämien) von 161 % im Jahr 2017 hat sich auf 79 % im Jahr 2019 verbessert.

Das erklärte Ziel von Lemonade, das weltweite Versicherungsgeschäft in Höhe von 5 Billionen USD anzugreifen, muss erst noch nachgewiesen werden. Aber die Investoren sind begeistert, und tatsächlich ist das Potenzial hier vorhanden.

Datadog: Hungrig nach Wachstum?

Schließlich ist die „langsamste“ meiner drei wachstumsstärksten Vertreter die IT-Überwachungssoftware-Aktie Datadog. Die Umsatzwachstumsrate betrug im letzten Quartal „nur“ 87 %. Kunden, die 100.000 USD oder mehr auf Jahresumsatzbasis ausgaben, stiegen im vergangenen Jahr von 508 auf 960. Die Gesamtzahl der Kunden kletterte auf über 11.500. Datadog erwartet für das laufende Quartal bereinigte operative Gewinne in Höhe von 10 Millionen USD.

Wie die Vorgängerunternehmen ist auch Datadog neu an der Börse – erst im September 2019 hatte man den IPO. Dennoch ist es eigentlich ein zehn Jahre altes Unternehmen, das eine sehr leistungsstarke Plattform aufgebaut hat. Es gibt über 400 Integrationen von Drittanbietern, die Infrastrukturüberwachung, Cloud-Monitoring, Anwendungsüberwachung und Log-Management in einer einheitlichen Plattform umfassen.

Datadog ist quasi der „Klebstoff“ zwischen den verschiedenen Arten von IT-Assets. Daher ist die Plattform die bevorzugte Anlaufstelle für Entwickler und Betriebspersonal und hilft Unternehmen, Probleme in ihrer IT-Infrastruktur schnell zu erkennen und zu beheben. In der heutigen „Always-on“-Digitalwelt wollen Mitarbeiter und Kunden schnelle und einfache Lösungen. Datadogs Überwachungsschnittstellen sparen viel Zeit und Geld. Es ist daher keine Überraschung, dass das Unternehmen weiterhin hochkarätige Kunden dazugewinnt.

Die Aktien von Datadog werden mit dem 62,5-Fachen des Umsatzes ebenfalls hoch bewertet. Allerdings sind sie seit dem Börsengang vor weniger als einem Jahr um starke 224 % gestiegen. Bei dieser Art von Wachstum und vor allem bei einer Steigerung der Bruttomarge um 7 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr könnte Datadogs Preis jedoch gerechtfertigt sein.

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The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Datadog and Zoom Video Communications. Billy Duberstein besitzt keinen der angegebenen Aktien. Dieser Artikel erschien am 19.7.2020 auf Fool.com und wurde für unsere deutschen Leser übersetzt.

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