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Was sollte man als Investor eher fürchten: Ein Wirecard-Schicksal oder einen Crash?

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Als Investor gilt es, stets Chancen und Risiken zu identifizieren und auch zu quantifizieren. Gerade die Risiko-Seite zu beurteilen fällt einigen jedoch schwer. Beziehungsweise die Einordnung, welche Folge welches Risiko haben könnte.

Werfen wir in diesem Sinne heute einen Blick auf eine interessante Fragestellung: Was sollten Investoren eher fürchten, ein Wirecard-Schicksal oder einen Crash? Eine spannende Frage, die aus Foolisher Sicht eigentlich eindeutig zu beantworten ist.

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Das Wirecard-Schicksal im Furcht-Check!

Grundsätzlich ist das Wirecard (WKN: 747206)-Schicksal eines, das man als Investor besser bereits im Vorfeld vermeiden sollte. Nicht jedes Mal wird das gelingen, wie auch ein Blick auf den jüngsten Bilanzskandal von Luckin Coffee zeigt. Schwarze Schafe gibt’s schließlich überall. Allerdings ist die Mehrheit der Unternehmen rechtschaffend. Ein wichtiger Hinweis, den man nicht vergessen sollte.

Ein Wirecard-Schicksal ist häufig jedoch mit einem Totalausfall in vielerlei Hinsicht gleichzusetzen. Im Falle einer Insolvenz oder eines Bilanzskandals gehen Investoren häufig leer aus. Der Einsatz ist des Öfteren verschwunden und Investoren werden lediglich einen Bruchteil retten können. Wer daher voll investiert in einzelne Aktien ist, der spürt ein solches Schicksal sehr, sehr stark.

Glücklicherweise existiert jedoch ein Mittel, wie man das umgehen kann: Diversifikation. Wenn einzelne Aktien maximal einen Anteil von 5 % oder so im Portfolio ausmachen, so wird man diese Entwicklung abfedern können. Selbst wenn die 5 % Wertverlust schmerzen, vor allem absolut gesehen, so sind 95 % des Portfolios noch immer stabil und zeigen: Es wird nicht dein finanzieller Ruin sein.

Ein Schicksal von Wirecard ist daher schlimm, keine Frage. Und es kann deine Rendite mächtig ausbremsen. Allerdings eher kurzzeitig. Vor allem wenn du generell sehr sorgfältig bei deiner Analyse bist, werden solche Einschläge eher die Ausnahme bleiben.

Der Crash im Risiko-Check

Eine Sache, bei der die Diversifikation hingegen nicht hilft, ist ein marktbreiter Crash. Wenn die globalen Börsen, wie zuletzt per Ende Februar und dem Monat März, in Gänze korrigieren, wird das auch ein Portfolio mit herunterreißen. Häufig haben auch Privatinvestoren dann negative Performances mit einem Minus im deutlich zweistelligen Prozentbereich. Wobei solche Phasen auch wieder vorbeigehen. Zumal sie häufig psychologisch begründet sind.

Ein Crash besitzt daher zudem eine gewisse Regelmäßigkeit, so wie auch eine Korrektur: Alle ca. acht oder zehn Jahre sollten sich Investoren auf eine solche volatile Phase einstellen. Korrekturen von ca. 10 % wird es hingegen im Durchschnitt alle zwei, drei Jahre geben. Das wiederum zeigt: Auch wenn die Auslöser divergieren mögen, so gehört das eigentlich zum normalen Börsenalltag dazu. Entsprechend sollte man einen Crash nicht fürchten.

Tatsächlich kann man von einem Crash langfristig sogar profitieren: Wer in einem solchen volatilen Zeitraum kluge, langfristige Entscheidungen trifft, der legt häufig ein Fundament für Reichtum. Ein Crash mag daher heftig wirken. Im Endeffekt überwiegt in einer solchen Phase jedoch häufig die Chance.

Wirecard-Schicksal oder Crash: Was ist schlimmer?

Die Frage, ob man ein Wirecard-Schicksal oder einen Crash mehr fürchten sollte, ist im Endeffekt einfach zu beantworten: Der Crash mag zwar in seinem Schadensmaß zunächst größer wirken und es gibt keinen Schutzmechanismus, wie die Diversifikation. Im Endeffekt ist das jedoch Börsenalltag. In einer zugegebenermaßen sehr, sehr extremen Form, die selten vorkommt.

Eine Insolvenz und einen Skandal hinter einer Aktie kann man zwar mit Diversifikation umgehen. Beziehungsweise, eher gesagt, das Schadensmaß reduzieren. Trotzdem gilt es eine solche Entwicklung zu meiden, da sie die Rendite zumindest beeinträchtigt. Von daher würde ich persönlich sagen: Ein Wirecard-Schicksal ist schlimmer als ein Crash.

Die skandalfreie Alternative zu Wirecard

Wirecard hat das Vertrauen der Anleger verspielt. Trotz vielversprechendem Geschäftsmodell hat es sich in eine große Krise geführt.

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Vincent besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool empfiehlt Luckin Coffee.

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