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Dividendenaristokrat AT&T: „Der neue CEO sollte die Dividende kürzen“ – warum das?!

Die Aktie von AT&T (WKN: A0HL9Z) dürfte auch hierzulande vor allem als eines bekannt sein: als zuverlässige Dividendenaktie. Mit den seit inzwischen 35 Jahren stetig wachsenden Ausschüttungen hat der US-Telekommunikationskonzern sogar den Status eines Aristokraten erreicht. Mit der Dividendenrendite im mittleren bis höheren einstelligen Prozentbereich gilt die Aktie zudem als defensiver Ruhestandsretter.

Dafür gehen Investoren hier allerdings einen Kompromiss ein: Operativ tritt AT&T nämlich eher auf der Stelle und kommt, wenn überhaupt, auf ein Wachstum im niedrigen einstelligen Prozentbereich. Das reicht häufig gerade so aus, um das Dividendenwachstum operativ auszugleichen.

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Jetzt hat sich jedenfalls ein Analyst zu Wort gemeldet und gesagt: Die Aktie von AT&T und der neue CEO seien gut beraten, die Dividende zu kürzen. Schauen wir im Folgenden einmal, was Investoren wissen sollten. Und ob das wirklich ein cleverer Schritt wäre.

„Bittere Pille schlucken, Dividende kürzen“

Genauer gesagt ist es Analyst Douglas Mitchelson aus dem Hause Credit Suisse, der jetzt eine solche These von sich gegeben hat. Demnach sollte der neue CEO John Stankey den mutigen Schritt gehen, die Dividende zu kürzen. Auch wenn man es sich damit womöglich mit vielen Investoren kurzfristig verscherzen würde. Allerdings, und auch das gilt natürlich weiterhin: Es könnte der Foolish langfristig orientierte richtige Schritt sein. Zumindest wenn die Begründung stimmt.

Mitchelson verweist dabei als Begründung zunächst darauf, dass die Bilanz von Schulden geprägt sei und eine Reduktion angemessen sein könnte. Tatsächlich ist die Schuldenlast gestiegen, seitdem AT&T Time Warner übernommen hat. Allerdings hatte das natürlich strategische Gründe.

In diesem Sinne sei es ratsam, die Dividende zu kürzen: In einem Zinsumfeld, in dem Investoren nicht einmal 1 % auf Festgeld erhalten könnten, müsse AT&T keine Dividendenrendite von fast 7 % zahlen, so Mitchelson weiter. Allerdings sei es zunächst natürlich nachvollziehbar, dass der Vorstand die Reaktion der Investoren fürchtet. Wobei Mitchelson anführt, dass AT&T schon heute jedes Jahr rund 15 Mrd. US-Dollar für die Dividende raushaut. Definitiv kein kleiner Wert.

Allerdings gebe es noch einen weiteren Weg, um die Schuldenlast zumindest etwas zu reduzieren. So könne beispielsweise die Sparte DirectTV per Spin-off ausgegliedert werden, was wiederum einen Merger mit Dish Networks nach sich ziehen könnte. Dadurch könnte AT&T in diesem Geschäftsbereich womöglich größer werden. Grundsätzlich ein paar spannende Thesen. Aber werfen wir jetzt einen Blick darauf, ob eine Dividendenkürzung wirklich ein cleverer Schritt wäre.

Die AT&T-Dividende im Check!

Grundsätzlich sollten wir als Foolishe Einkommensinvestoren dabei zunächst eines bedenken: Die Dividende ist für die meisten einer der Hauptgründe, in die AT&T-Aktie zu investieren. Die hohen, sprudelnden Ausschüttungen sind in Anbetracht des eher moderaten Wachstums ein Großteil der Renditen. Eine Kürzung sollte daher besser gute operative Gründe besitzen.

Fundamental erscheint die Dividende jedenfalls leistbar: Wenn wir einen Blick auf die letzten freien Mittelzuflüsse riskieren (oder den freien Cashflow), so stellen wir fest, dass AT&T im letzten Geschäftsjahr insgesamt auf einen Wert von über 29 Mrd. US-Dollar gekommen ist. Keine Ausnahme, denn 2018 sind es 22,8 Mrd. US-Dollar gewesen. Hier zeigt sich sehr eindrucksvoll, dass AT&T eine Cash-Maschine ist. Und eine Dividendenausschüttung in Höhe von 15 Mrd. US-Dollar grundsätzlich leistbar ist. Da bliebe sogar einiges übrig, um Jahr für Jahr noch ein paar Schulden zu tilgen.

Der Schuldenabbau sollte zwar womöglich etwas Priorität besitzen, keine Frage. Allerdings sind auch andere Optionen denkbar, wie der Verkauf nicht mehr benötigter Unternehmensanteile. Hedgefonds-Größe Singer hat das bereits seit seinem Einstieg postuliert und das könnte in der Tat eine bessere Option sein, als an die Investitionsthese vieler Einkommensinvestoren zu gehen. Für die Aktie wäre das mit Sicherheit Gift.

Keine Alternativen, besser keine Dividendenkürzung!

Rein oberflächlich gesehen sollten wir für den Moment daher feststellen: Die Dividende ist eigentlich nicht in Gefahr. Die freien Mittelzuflüsse rechtfertigen die hohen Ausschüttungen. Tatsächlich könnten die übrigen finanziellen und vor allem freien Mittel verwendet werden, um die Schuldenlast abzubauen. An die Dividende zu gehen, könnte der falsche Ansatz sein.

Solange es keine besseren Mittelverwendungen oder starken Investitionsmöglichkeiten gibt, sollte das Management von AT&T daher besser die Dividende da lassen, wo sie ist: hoch und auf einem nachhaltigen Ausschüttungslevel.

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Vincent besitzt Aktien von AT&T. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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