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4 Gründe, warum die Bayer-Aktie ihr Glyphosat-Dilemma noch nicht überwunden hat

Für Bayer (WKN: BAY001) sollte die Monsanto-Übernahme zur großen Verstärkung werden. Bisher brachte sie allerdings nur hohe Belastungen mit sich, die auch über Mitarbeitereinsparungen wieder ausgegleichen werden.

1. Wichtiger Teil des Vergleichs vorerst gescheitert

Mit einem Vergleich strebte Bayer in den USA einen Befreiungsschlag für seine mehr als 125.000 Klagen an. Bisher erreichte der Konzern jedoch für einen Großteil (75 %) der Klagen nur eine Zahlung von 8,8 bis 9,6 Mrd. US-Dollar. Bayers Vorhaben, alle zukünftigen Klagen mit weiteren 1,25 Mrd. US-Dollar aus der Welt zu schaffen, droht allerdings zu scheitern, denn der zuständige Richter sieht dabei die Kläger im Nachteil.

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Daraufhin hat Bayer seinen dementsprechenden Antrag zurückgezogen. Welche Alternative der Konzern nun aushandeln kann, bleibt offen. Aus den Worten des verantwortlichen Richters geht jedoch hervor, dass er keine einseitige den Konzern bevorteilende Vereinbarung akzeptieren wird. Dies würde bedeuten, dass trotz der hohen Strafzahlung für die meisten bisherigen Fälle ein Risiko für weitere zukünftige Klagen bestehen bleibt.

2. Bayer verliert Prozess

In einem ersten großen US-Prozess hatte der Hausmeister Dewayne Johnson Bayers Roundup für sein Krebsleiden verantwortlich gemacht und nun auch in einem Berufungsverfahren gegen den Konzern gewonnen. Zwar wurde die Strafe von ursprünglich 289 auf 20,4 Mio. US-Dollar gesenkt, aber Glyphosat wurde weiterhin als Hauptursache für das Krebsleiden des Klägers gesehen.

Bayer hat sich dagegen weiterhin vorgenommen, hart zu bleiben. Das Unternehmen besteht darauf, dass Roundup (Glyphosat) „bei richtiger Anwendung“ unbedenklich sei. Es möchte den Prozess deshalb am nächsthöheren kalifornischen Gericht fortsetzen.

3. Hohe Schulden als Folgeproblem

Mit der Monsanto-Übernahme hat Bayer aber auch seine Verschuldung stark gesteigert. So standen Ende 2019 etwa 34,07 Mrd. Euro Nettoschulden einem Kassenbestand von nur 4,05 Mrd. Euro gegenüber. Bekommt der Konzern die US- und vielleicht auch noch weitere Klagen (auf anderen Kontinenten) nicht in den Griff, könnte die Lage für den Gesamtkonzern schnell problematisch werden.

Um den zuletzt ausgehandelten US-Vergleich bezahlen zu können, hat Bayer nun weitere 6 Mrd. Euro Schulden aufgenommen. Zudem wurde das Tiergesundheitsgeschäft für 7,6 Mrd. US-Dollar an Elanco Animal Health (WKN: A2N6BH) veräußert. Über weitere Einsparungen werden die jährlichen Ausgaben bis 2022 um 2,6 Mrd. Euro gesenkt.

4. Glyphosat weltweit in der Kritik

Bayer beteuert immer wieder, dass Glyphosat sicher sei, aber aufgrund der weltweiten (nicht nur in den USA auftretenden Klagen) scheint es für seine Meinung immer weniger Befürworter zu finden. Das Pflanzengift wird über die Nahrung aufgenommen und kann so das Erbgut schädigen.

Auch in der EU setzt sich immer mehr die Meinung durch, dass Glyphosat bald keine Zulassung mehr erhalten sollte. Zwar wurde sie am 27. November 2017 noch einmal für fünf Jahre verlängert, aber selbst dagegen klagen bereits einzelne Regionen. Österreich, Frankreich, Italien, Belgien, Kroatien, Griechenland, Luxemburg, Malta und Zypern stimmten bereits 2017 gegen eine Zulassungsverlängerung.

Zudem könnte eine Klage der Stadt Brüssel gegen die weitere Verwendung nun doch gehört werden. So argumentierte der Generalanwalt des Europäischen Gerichtshofs Michal Bobek, dass sie zu Unrecht vom EU-Gericht abgewiesen wurde.

Fazit

Realistisch und im Gesamtbild betrachtet wird Bayer sein Glyphosat-Problem wohl erst dann ausräumen können, wenn sich der Konzern von seinem Unkrautvernichter verabschiedet. In allen anderen Fällen riskiert er weitere Klagen und Milliardenstrafen. Es stellt sich nur die Frage, wann auch das Management zu dieser Einsicht kommt.

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Christof Welzel besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

 

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