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Trotz hohem KUV: Warum die Mercadolibre-Aktie langfristig nicht zu teuer ist!

Die Aktie von Mercadolibre (WKN: A0MYNP) hat auch in diesem Börsenjahr 2020 einfach einen starken Lauf. Seit Jahresanfang stiegen die Anteilsscheine von einem Aktienkurs von 548,50 Euro auf das derzeitige Kursniveau von 890,20 Euro (21.07.2020, maßgeblich für alle Kurse). Das entspricht einem Kursplus von 62,3 % innerhalb der ersten rund sieben Monate.

Damit ist natürlich auch die Bewertung weiter angestiegen, wie wir im Folgenden gleich sehen werden. Es könnte allerdings Gründe geben, weshalb die Aktie auch jetzt noch nicht zu teuer ist. Zumindest langfristig nicht.

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Welche das sind, fragst du dich? Eine spannende Frage. Lass dich daher auf die weiteren langfristigen Aussichten dieses E-Commerce-Akteurs ein. Wobei wir zunächst natürlich die Bewertung selbst thematisieren wollen.

Die aktuelle Bewertung im Blick!

Die Aktie von Mercadolibre hat sich definitiv von einem Insider-Tipp hin zu etwas mehr Mainstream gemausert. Mit der aktuellen Marktkapitalisierung in Höhe von 50,65 Mrd. US-Dollar ist der E-Commerce-Akteur kein kleines Unternehmen mehr. Von Kinderschuhen zu sprechen dürfte jedenfalls etwas fehlplatziert sein. Auch wenn der Vergleich zu anderen E-Commerce-Akteuren natürlich noch auf einen Bewertungsunterschied hindeutet

Wie auch immer: Wenn wir jetzt einen Blick auf gängige Kennzahlen werfen, so fällt auf, dass selbst das Kurs-Umsatz-Verhältnis (kurz KUV) relativ hoch ist: Im gesamten Geschäftsjahr 2019 kam Mercadolibre so beispielsweise auf einen Umsatz von 2,29 Mrd. US-Dollar. Dadurch läge das Kurs-Umsatz-Verhältnis jetzt bei 22,2. Im ersten Quartal lag der Quartalsumsatz hingegen bei 652 Mio. US-Dollar. Das führt immerhin zu einem marginal besseren Kurs-Umsatz-Verhältnis von 18,7. Eine trotzdem immer noch ambitionierte Bewertung, in die Mercadolibre natürlich hineinwachsen muss.

Dennoch glaube ich, dass das Unternehmen das kann. Alleine das derzeitige Wachstum und die Summe der beeindruckenden Einzelteile deuten darauf hin. Lass uns das etwas näher beleuchten.

Das Wachstum weitergedacht!

Allein wenn wir das derzeitige starke Wachstum von Mercadolibre weiterdenken, fällt auf, dass der E-Commerce-Akteur in sein Bewertungsmaß hineinwachsen kann. Blenden lassen sollte man sich dabei allerdings nicht unbedingt vom Wachstumswert von 70 % beim Umsatzwachstum auf währungsbereinigter Basis. Nein, denn in US-Dollar lag das Wachstum im ersten Quartal und im Jahresvergleich zuletzt bei ca. 38 %. Die Umsätze sind nämlich von 473,7 Mio. US-Dollar auf 652 Mio. US-Dollar gestiegen.

Aber rechnen wir dieses Wachstum weiter: Wenn wir davon ausgehen, dass Mercadolibre zumindest innerhalb der nächsten fünf Jahre seinen Umsatz um 30 % pro Jahr wird steigern können, so beliefe sich der Jahresumsatz nach dem Jahr 2024 auf ca. 8,5 Mrd. US-Dollar. Das Kurs-Umsatz-Verhältnis würde dann bloß noch bei knapp 6 liegen. Und dabei haben wir die künftige Wachstumsprognose bereits um ca. ein Viertel reduziert.

Keine Frage: Mercadolibre erscheint jetzt zwar teuer. Allerdings besteht eine solide Chance für weiteres starkes Wachstum. Vor allem, wenn wir jetzt auf die Summe der Einzelteile blicken, die eine stete, solide Performance hinlegen.

Der Blick auf einzelne Unternehmenseinheiten!

Alleine im E-Commerce konnte Mercadolibre zuletzt sein Gross Merchandise Volume stark um 34,2 % auf 3,4 Mrd. US-Dollar steigern. Allerdings sind es jetzt zwei Bereiche, die womöglich als Underdog eine stärkere Dynamik entwickeln: Nämlich MercadoPago und Mercado Envios.

Der Zahlungsdienstleister hat dabei nicht bloß sein Transaktionsvolumen zuletzt auf 8,1 Mrd. US-Dollar um 84 % auf währungsbereinigter Basis gesteigert. Nein, zudem ist auch die Anzahl der Transaktionen um 102 % auf 290,7 Mio. gestiegen. Besonders beeindruckend ist außerdem, dass davon rund 4,7 Mrd. US-Dollar an Transaktionsvolumen ohne Bezug zur Mercadolibre-Plattform abgewickelt worden sind. Das zeigt, dass dieser Unternehmensbereich eine eigene Dynamik entwickelt. Genauso wie die insgesamt 217,3 Mio. Transaktionen, die plattformfremd gewesen sind.

Mit der eigenen Wallet-Lösung zum mobilen Bezahlen scheint MercadoPago ebenfalls ins Schwarze getroffen zu haben: Das Transaktionsvolumen lag hier im letzten Quartal bei 1,3 Mrd. US-Dollar, ein Plus von 299 % auf währungsbereinigter Basis. Das zeigt: Den Zahlungsdienstleister als eigenständiges Unternehmen zu unterschätzen wäre jetzt ein großer Fehler.

Mercado Envios, der Logistik- und Paketdienstleistungsarm, kommt ebenfalls auf starke Kennzahlen: Rund 90,2 Mio. Pakete sind alleine im ersten Quartal über diese Sparte versendet worden. Wie gesagt: Mercadolibre ist mehr als E-Commerce. Die aktuellen Zahlen zeigen das mehr denn je.

Noch viel Potenzial!

Ein KUV von 18,7 mag zwar ambitioniert aussehen. Mercadolibre besitzt jedoch hervorragende Chancen, selbst in diese Bewertung hineinzuwachsen. Vor allem, da das Wachstum bei MercadoPago und Envios jetzt womöglich erst richtig losgeht. Foolishe Wachstumsinvestoren sollten die Aktie daher nach der Rallye besser nicht abschreiben.

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Vincent besitzt Aktien von Mercadolibre. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von MercadoLibre.

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