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DAX über 13.100 Punkte: Irre, jetzt noch auf ETFs zu setzen …?!

Foto: Getty Images

Die Aufholjagd der weltweiten Börsen setzt sich ungebremst fort: Der DAX beispielsweise kletterte in diesen Tagen über die Marke von 13.100 Punkten auf Schlusskursbasis, zwischenzeitlich sogar über 13.200 Zähler. Der Dow Jones eroberte hingegen die Marke von 27.000 Punkten zurück. Coronavirus? Korrektur? Sogar Crash? Fehlanzeige!

Das führt wiederum für passive Investoren zu einer grundlegenden Fragestellung: Ist es irre, jetzt noch auf ETFs zu setzen? Eine Frage, der wir im Folgenden einmal etwas näher auf den Grund gehen wollen. Es könnte sich jedenfalls anbieten, seinen Ansatz etwas zu überdenken.

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Einzelinvestitionen: Jetzt noch sinnvoll?

Wer beim Thema ETF jetzt noch einen größeren Betrag investieren möchte, der sollte womöglich etwas intensiver nachdenken. Fest steht jedenfalls: Bei einem Punktestand von 13.170 Zählern ist der DAX lediglich noch 4,5 % von seinem letzten Allzeithoch entfernt. Das zukünftige Renditepotenzial könnte entsprechend limitiert sein.

Oder, anders ausgedrückt: Als der DAX das letzte Mal vor der letzten Finanzkrise Ende 2007 ein Rekordhoch bei 8.002 Punkten ca. markierte, ist es nicht bloß zunächst steil bergab gegangen. Nein, wenn wir die Rendite bis zum Februar 2020, also ca. zwölf Jahre weiter denken, so stellen wir fest, dass unser Leitindex lediglich auf eine durchschnittliche Performance von 4,6 % pro Jahr gekommen wäre. Das ist im Vergleich zu anderen historischen Werten doch ziemlich mau.

Der langfristige, historische Überblick zeigt zwar, dass man ein Rekordhoch generell nicht fürchten sollte. Langfristig, das heißt über Jahrzehnte hinweg, wird man häufig gerade bei einem marktbreiten Ansatz stets eine Rendite einfahren. Das durchschnittliche Renditepotenzial könnte jedoch limitiert sein. Mit viel Einsatz zu investieren könnte daher deine Performance ausbremsen.

Sparplan oder mehrere Investitionen?

Besser könnte hingegen ein gestaffeltes Vorgehen sein. Beispielsweise über geläufige Sparplanlösungen. Oder auch über ein Vorgehen, bei dem man ebenfalls via Sparplan mehrere Tranchen in den gewünschten ETF investiert. Der Vorteil bei einem solchen Ansatz ist, dass man vom Cost-Average-Effekt schon beim Einstandskurs profitiert. Und auch eine mögliche Korrektur oder ein schlechtes Timing nicht fürchten muss.

Der ideale Zeitpunkt für einen Sparplan dürfte dabei immer jetzt sein. Wobei man auch hier nicht mit einer falschen Vorstellung investieren sollte: Es kann schließlich sein, dass man mehrere Tranchen investiert und dann die gesamte Summe marktbreit korrigiert. Ein Sparplan schließt schließlich keine Verluste aus.

Der Cost-Average-Effekt kann allerdings ein Mittel sein, um die eigene Rendite langfristig bedeutend zu erhöhen. Gerade wenn man versucht ist, auf einem Hoch in ETFs zu investieren. So wie es jetzt womöglich bald der Fall sein könnte.

Nein, es ist nicht irre, jetzt in ETFs zu investieren!

Abschließend sollte die Frage, ob es jetzt irre ist, in einen ETF zu investieren, etwas differenzierter beantwortet werden. Grundsätzlich gilt dabei, dass es ein gewisses Korrekturrisiko geben könnte. Darauf sollte man sich als Foolisher passiver Investor einlassen. Genauso wie auf die Option, dass die künftig zu erwartende Rendite selbst langfristig etwas geringer ausfallen wird. Zumindest, wenn man einzelne Investitionen in marktbreite ETFs tätigt.

Sparpläne und das Investieren in mehreren Tranchen könnten hingegen die Aussicht erhöhen, ein besseres, durchschnittliches „Timing“ zu erwischen. Vielleicht ist das der Weg, um jetzt bei einem DAX-Stand von über 13.000 Zählern noch in ETFs zu investieren. Über das eigene Vorgehen sollte man sich daher grundsätzlich ein paar Gedanken machen.

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