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Vergiss Gold & Bitcoin: Darum ist beides jetzt kein Kauf!

Gold und Bitcoin können für Investoren als Krisenwährung fungieren. Zumindest in der Zeit des Coronavirus und der Nachbeben hat es bei beiden Notierungen teilweise Ausschläge gegeben. Wobei das physische Gold zuletzt ein neues Mehrjahreshoch erreicht hat. Die digitale Münze hingegen doch eher nicht.

Wie auch immer: Ob beides im Endeffekt eine Daseinsberechtigung und einen Platz in deinem Portfolio verdient hat, das solltest du natürlich mit dir selbst ausmachen. Für mich gilt jedoch weiterhin: Vergiss lieber Gold und Bitcoin, denn beides ist jetzt kein Kauf.

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Warum die harte Einstellung? Eine tolle Frage, auf die ich dir im Folgenden gerne Antwort geben werde. Kleiner Hinweis: Selbst wenn du eher zugeneigt bist, solltest du dich mit der Kritik dennoch einmal intensiver auseinandersetzen.

Vergiss Bitcoin: Darum ist die digitale Münze kein Kauf!

Zunächst wollen wir einen Blick auf das digitale Gold, den Bitcoin werfen. Wenn du mich fragst, ist die mittel- bis langfristige Perspektive hier momentan ungeklärt. Keine Frage: Blockchain und digitale Währungen haben es in den Alltag geschafft. Aber mal im Ernst: Welche wird sich durchsetzen? Welche wird womöglich zu einer Währung werden? Oder wird vielleicht die EZB mit einem eigenen Token viele digitale Münzen entwerten? Szenarien, die einen zumindest einmal grübeln lassen sollten.

Allerdings ist das nicht alles: Viele verweisen auf das grundsätzliche Renditepotenzial von Bitcoin. Allerdings gilt es dabei ebenfalls zu bedenken: Wer um den Jahreswechsel 2017/2018 eingestiegen ist, der säße heute noch auf einem gigantischen Verlust. Das zeigt sehr deutlich, dass Bitcoin mit starken Risiken verbunden ist. Sowie dass Angebot und Nachfrage die einzigen Faktoren sind. Renditen durch Gewinne, die zur Wertbestimmung dienen können, existieren hier nicht.

Mein größer Kritikpunkt ist allerdings der Folgende: Was will der Bitcoin im Endeffekt sein? Auch wenn man es kaum glauben mag: eine Währung. Die digitale Münze wird zwar bislang kaum für Transaktionen genutzt, das könnte jedoch noch kommen. Unter dieser Prämisse müsste sich der Wert allerdings weitgehend stabilisieren und die Volatilität (und das Renditepotenzial) grundlegend geringer werden. Der eigentliche Zweck, die Wahrnehmung und der aktuelle Nutzen stehen sich beim Bitcoin daher in meinen Augen sehr stark im Weg. Das ist der wichtigste Grund, weshalb ich hier weiterhin skeptisch bin.

Vergiss Gold: Darum ist das Edelmetall jetzt kein Kauf!

Auch auf Gold trifft ein großer Teil dieser Kritik zu. Das physische Edelmetall ist ebenfalls von Angebot und Nachfrage bestimmt. Zudem steckt auch hier nix Produktives drin: Wer jetzt ein Kilogramm Gold kauft, der wird auch in vielen Jahren bloß das gleiche Kilo Gold besitzen. Hier hätte es in der Zwischenzeit keinen Zuwachs gegeben. Bloß die Hoffnung, dass andere jetzt bereit sind, mehr für den gleichen Klumpen zu bezahlen.

Das Renditepotenzial von Gold scheint jetzt zudem auch eher begrenzt zu sein: Der Blick auf den langfristigen Chart offenbart: Das letzte Mal, dass wir einen Goldpreis von über 1.800 US-Dollar gesehen haben, war im Jahre 2011. Sprich, wer damals das physische Edelmetall gekauft hätte, der könnte es heute zum gleichen Wert wieder eintauschen. Zugegeben: Das mag es auch bei einigen Aktien geben. Allerdings steht hier langfristig immer noch die Produktivität im Vordergrund.

Der Preisanstieg bei Gold basiert außerdem auf Angst, und auch das könnte grundlegend problematisch sein. Jetzt mag kurzfristig Angst durch das Coronavirus im Markt sein. Mittel- bis langfristig dürfte diese Angst jedoch wieder weichen und eine weniger volatile Phase bevorstehen. Die Angst ist eher kurzfristig, Normalität oder Euphorie hingegen häufiger der Fall. Ein Ansatz, der auf der Ausnahme basiert, erscheint mir daher ebenfalls nicht langfristig sinnvoll.

Und deshalb: Vergiss Gold und Bitcoin!

Wie gesagt: Es ist deine Entscheidung, ob du auf Gold und Bitcoin setzen möchtest. Gerade jetzt, in Zeiten des Coronavirus, bist du damit sicherlich nicht alleine. Für mich sprechen jedoch reichlich Gründe gegen einen solchen Ansatz. Deshalb bleibe ich diesen beiden Vermögenswerten weiterhin fern.

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