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Tipps für den Anlagenotstand: Wie man jetzt noch sein Vermögen mehren kann

In einem kurzen Zeitfenster von März bis Mai gab es Aktien günstig zu kaufen. Seither sind viele davon wieder auf Rekordjagd, als ob es keine Krise gäbe. Bei so dünner Luft herrscht Anlagenotstand. Schließlich gibt es im besten Fall Nullzinsen auf der Bank. Sichere Anleihen bieten trotz der Schuldenorgien noch immer keine Zinsen, selbst bei fast 30 Jahren Laufzeit.

Doch auch in einer Situation, wo der breite Aktienmarkt, Spareinlagen und Anleihen auf absehbare Zeit keine Erträge versprechen, gibt es noch Möglichkeiten. Hier sind einige Ideen gegen den Anlagenotstand.

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Idee 1: Short-ETFs

Mit seinem gesamten Vermögen gegen den Markt zu wetten ist wahrscheinlich keine gute Idee. An der Börse arbeitet die Zeit schließlich gegen uns, wenn wir eine solche Strategie fahren. Wer jedoch über ein diversifiziertes Anlageportfolio verfügt, der möchte vielleicht zumindest einen Teil davon eine Zeitlang absichern. Genau dafür eignen sich Short-ETFs, auch inverse ETFs genannt, aus meiner Sicht gut.

Gerade jetzt, wo die Risiken unübersehbar sind, wäre es fast fahrlässig, voll investiert zu bleiben. Aktien und Anleihen haben ihren Lauf gehabt. Wie es von hieraus weitergeht, ist auch unter Experten höchst umstritten. Klar ist jedoch, dass es plausible Szenarien gibt, die ein Zusammenschmelzen der Aktienkurse zur Folge hätten. Genau gegen diesen Fall kann man sich unkompliziert absichern.

Denn Short-ETFs ziehen dann hoch. Die inverse prozentuale Veränderung auf Tagesbasis ist dabei nahezu identisch mit dem Index, auf den sich das Wertpapier bezieht. Beim Capital-Magazin und anderen Anlaufstellen wird vor einer solchen Absicherungsstrategie gewarnt, weil die täglichen Anpassungen bei Kursschwankungen zu Verlusten führen. Die Entschädigung für dieses auf den ersten Blick merkwürdige Verhalten ist jedoch, dass die prozentualen Kursgewinne (im Vergleich zum Rückgang des Index) höher sind, wenn es mehrere Tage am Stück nach unten geht.

Insgesamt sind Short-ETFs daher aus meiner Sicht eine faire Sache. Sie können uns helfen, mit einer Sorge weniger durch diese Krise zu kommen. Zur Auswahl stehen dabei verschiedene Indices wie zum Beispiel Eurostoxx 50, DAX oder S&P 500.

Idee 2: Discount-Zertifikate

Viele Profis versuchen im Moment ihre Rendite durch das Verkaufen von Call-Optionen auf Aktien oder bekannte Indices aufzupeppen. Termingeschäfte können kompliziert wirken, wenn man keine Erfahrung damit hat, aber eigentlich steckt nicht viel dahinter. Es funktioniert so: Die Call-Option verspricht dem Käufer, zu einem späteren Zeitpunkt ein bestimmtes Wertpapier zu einem fixierten Preis kaufen zu dürfen. Ein Beispiel: „Ich besorge dir am 16.09.2021 eine Telekom-Aktie zum Preis von 15,50 Euro, sofern du die Option ausübst.“

Ein solches Recht hat seinen Preis, wird jedoch nur wahrgenommen, wenn das Wertpapier bei Fälligkeit an der Börse höher gehandelt wird. Im anderen Fall lässt man die Option wertlos verfallen. Was für den Käufer einen Totalverlust bedeutet, ist dem Verkäufer seine Prämie, und genau darum geht es hier. Da die Chancen aus meiner Sicht hoch sind, dass die Kurse über die nächste Monate nicht mehr weiter steigen, lässt sich damit möglicherweise ein Taschengeld verdienen, das klassische Anlageformen um Längen schlägt.

Und doch will ich dich nicht dazu verleiten, mit Optionen herumzuzocken. Das wäre riskant. Schließlich können Call-Optionen theoretisch unbegrenzt teuer werden. Allerdings: Genau dieses Risiko können wir vollständig eliminieren, wenn wir gleichzeitig die zugehörige Aktie (bzw. den Index) kaufen.

Die Aufgabe besteht folglich darin, eine Aktie auszuwählen, die auf Sicht von vielleicht 10 bis 15 Monaten gute Chancen hat, zumindest etwa so hoch zu notieren wie heute. Wenn das gelingt, dann kassieren wir den Discount, der aus dem Verkauf der Call-Option resultiert, ohne Verluste mit der Aktie zu verbuchen. Bei Zertifikaten auf die Deutsche Telekom (WKN: 555750) ergibt sich so eine sogenannte Seitwärtsrendite von rund 7 % (Stand: 20.07.).

Dies bedeutet auch, dass der Kurs um 6 % einbrechen könnte und wir immer noch bessergestellt wären als auf dem Bankkonto. Übrigens: Je höher die Unsicherheit am Markt, desto teurer werden in der Regel die Optionen gehandelt, wodurch sich der Discount noch erhöhen kann.

Idee 3: Robuste Aktien

Auch wenn viele Aktien mittlerweile heißgelaufen sind und vieles für eine Marktkorrektur spricht, lassen sich weiterhin zahlreiche Unternehmen finden, die alles andere als teuer bewertet wirken. Von daher gehören auch heute noch Aktien in jedes gute Anlageportfolio.

Dabei ist es aus meiner Sicht nicht zwingend erforderlich, auf vermeintliche Substanzwerte oder Dividendenaktien zu setzen. Diese könnten ihre eigenen Risiken haben. Wichtiger ist ein robustes Geschäftsmodell, das mit unterschiedlichen Szenarien zurechtkommt.

Beispielsweise werden Windturbinen und Krankenhäuser auf jeden Fall gebaut, egal, ob die Krise erbarmungslos anhält oder in einen Boom umschlägt. Aktien wie Vestas (WKN: 913769) und Siemens Healthineers (WKN: SHL100) können sich folglich nur selbst ein Bein stellen. Gut gefallen mir derzeit auch global agierende Spezialchemiekonzerne wie Evonik Industries (WKN: EVNK01), die eine gut gefüllte Innovationspipeline haben und sowohl an zyklische Branchen als auch an defensive Branchen wie Medizintechnik und Pharma liefern.

Natürlich ist selbst bei den robustesten Aktien nicht auszuschließen, dass sie einen größeren Kurseinbruch erleiden. Aber die Wahrscheinlichkeit dafür ist zum einen deutlich geringer als bei weniger robusten Aktien; zum anderen stehen die Chancen für mittelfristige Kursgewinne ausgezeichnet.

Und letztlich geht es beim Anlegen darum, seine Chancen in jeder Phase zu optimieren. Ein Mix aus Absicherung und robusten Aktien sollte uns dabei helfen, unser Vermögen zu schützen, egal was die Zukunft bringt.

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Ralf Anders besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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