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Gazprom-Aktie: Der US-Sanktions-Bumerang dreht um!

Bei der Gazprom-Aktie (WKN: 903276) gibt es mehr und mehr ein Thema, das sich zum Politikum hochschaukelt: Die umstrittene und von den USA mit Sanktionen belegte Pipeline Nord Stream 2. Noch immer gilt es festzuhalten, dass die US-Politik den Bau der Pipeline mit allen Mitteln verhindern möchte. Sogar das Bedrohen von Behörden stand schon auf der Tagesordnung.

Mehr und mehr zeichnet sich jedoch auch ab, dass die Sanktionen einerseits vermutlich nicht den gewünschten Erfolg bringen werden. Russland selbst hat die Finalisierung in die Hand genommen und wird nicht einknicken.

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Sowie andererseits auch, dass sich die Sanktionen zu einem Bumerang für die USA entwickeln. Im Folgenden wollen wir daher ein weiteres Mal einen Foolishen Blick auf aktuelle Wendungen werfen. Und schnell unsere Rückschlüsse daraus ziehen.

Die EU schlägt zurück!

Die Vorgehensweise der USA wird bereits seit Längerem, unter anderem natürlich federführend von deutscher Seite aus, diskutiert. Allerdings könnte das Politikum Nord Stream 2 inzwischen eine ganz andere Reichweite bekommen. Denn mit Josep Borell hat sich jetzt ein EU-Vertreter für Außen- und Sicherheitspolitik zu der gesamten Causa geäußert.

Wie Borell im Tenor sagte, lehne die EU die Sanktionen von Drittstaaten gegen europäische Firmen vom Grundsatz her ab. Auch die Anwendung extraterritorialer Sanktionen verstoße gegen internationales Recht, so der EU-Funktionär. Man beobachte bereits seit geraumer Zeit, dass sich die USA in Dinge einmische, die sie eigentlich nichts angingen, so sinngemäß ein weiterer Kritikpunkt.

Nord Stream 2 ist mit diesen Aussagen daher definitiv in der EU-Spitzenpolitik angekommen. Besonders bemerkenswert ist jedoch, dass die EU nicht mehr bloß die Versuche der Einflussnahme ablehnt. Nein, sondern auch eigene Sanktionen inzwischen in Erwägung zieht. So könne man mit einem Verbot der Einfuhr von Fracking-Gas reagieren oder auch Schutzzölle gegen Energieträger aus den USA einführen, um sich gegen die US-Politik zu wehren. Wie gesagt: Die Eskalationsstufe geht immer weiter.

Es bleibt dabei: Gazprom profitiert!

Immer mehr zeichnet sich daher eine Tendenz ab: Gazprom wird langfristig von den Einmischungsversuchen der US-Politik profitieren. Die Sanktionen erweisen sich als Bumerang, der die USA mitten ins Gesicht trifft. Eben weil die EU, Deutschland und Russland nicht vor den Einschüchterungsversuchen einknicken, sondern vermehrt in eine Abwehrhaltung gehen. Oder vielleicht sogar die Abteilung Attacke aktivieren, wenn das Thema Sanktionen nicht zufriedenstellend gelöst werden kann.

Das dürfte unterm Strich beinhalten, dass man sich energietechnisch konsequent eher in eine Abhängigkeit von Russland begeben wird, um eben nicht von den USA abhängig zu sein. Im Grunde haben die USA damit selbst eine mögliche Folge provoziert, die sie eigentlich verhindern wollten. Das ist definitiv bemerkenswert.

Die bisherigen Beziehungen zwischen Gazprom und der EU scheinen jedenfalls fest zu sein, das zeigt der US-Sanktionstest sehr deutlich. Und sie könnten noch fester werden, je nachdem, wie sich das ganze Thema entwickelt.

Positive Aussichten für Gazprom und die Pipeline!

Die Aussichten könnten daher eigentlich kaum besser sein. Klar, mal abgesehen von den Sanktionen. Im Endeffekt beweisen diese allerdings, wie sehr die EU das Erdgas von Nord Stream 2 benötigt. Und wie wichtig die Pipeline ist, um nicht von den USA abhängig zu werden, um sich hier dem Druck auszusetzen. Die mittel- bis langfristigen Aussichten bleiben entsprechend solide. Auch weil Nord Stream 2 nicht das einzige Projekt ist, das Wachstum verspricht.

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