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2 Aktien, die Warren Buffett als Nächstes kaufen könnte

Nach fast 4,5 Jahren hat Warren Buffett, der CEO von Berkshire Hathaway (WKN: A0YJQ2), endlich wieder eine Übernahme getätigt.

Nachdem Berkshire Hathaway Ende des ersten Quartals auf einem Rekordstand von 137 Milliarden USD an liquiden Mitteln und Wertpapieren saß, kündigte Buffetts Unternehmen eine Transaktion im Wert von 9,7 Milliarden USD an. Gegenstand war der Erwerb von Vermögenswerten von Dominion Energy (WKN:932798). Die Transaktion beziffert die mehr als 7.700 Meilen der Pipeline, die von Dominion erworben wird, auf 4 Milliarden USD. Allerdings stecken auch etwa 5,7 Milliarden USD an Verbindlichkeiten drin.

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Für Buffett macht ein solches Geschäft sehr viel Sinn. Es erhöht den Marktanteil von Berkshire Hathaway Energy am Erdgastransport von 8 auf 18 %. Außerdem ist das Unternehmen Buffett als Zwischenhändler in der Erdgasindustrie eine wahre Cashcow. Für Dominion bedeutet dies, dass man sich in Zukunft fast vollständig auf die Versorgungsanlagen konzentrieren kann.

Die Frage ist jetzt natürlich, welche anderen Unternehmen auf Buffetts Liste stehen könnten. Zeit für ein bisschen Spekulation: Schauen wir uns doch mal zwei Unternehmen an, die alle Voraussetzungen erfüllen, die Buffett an sie stellt.

DTE Energy

Es ist kein Geheimnis, dass Warren Buffett ein Fan von Cashcow-Unternehmen ist, die er kaufen und vergessen kann. Deshalb sind Aktien von Versorgern oft eine gute Wette, dass sie der nächste Kauf von Berkshire Hathaway sind. Obwohl ich bereits früher die Meinung vertreten habe, dass der Energie-Riese NextEra Energy gut passen würde, ist er für Berkshire Hathaway zum jetzigen Zeitpunkt viel zu teuer. Genau das macht den auf den US-Bundesstaat Michigan konzentrierten Stromversorger DTE Energy (WKN: 853943) zu einem logischen Kauf.

Zum einen ist Buffett ein großer Fan von erfolgreichen Führungsetagen. Das Managementteam von DTE Energy hat mit einer durchschnittlichen jährlichen Gewinnwachstumsrate von 7,3 % zwischen 2008 und 2019 und einer durchschnittlichen jährlichen Dividendenwachstumsrate von 6,1 % zwischen 2009 und 2020 kontinuierlich den Aktionären Werte geschaffen. Bis 2024 wird ein EPS-Wachstum von 5 bis 7 % erwartet, die Ausschüttung liegt bei wohl 7 %.

Buffett dürfte auch ein Fan der Vielfalt sein, die DTE Energy mitbringt. Während mehr als die Hälfte der Betriebseinnahmen von DTE im Jahr 2020 aus dem Betrieb des Stromversorgungsunternehmens stammen wird, erzielt das Unternehmen auch Einnahmen aus Gaspipelines und -speichern. Außerdem aus dem Betrieb des Gasversorgungsunternehmens. Darüber hinaus will das Segment Power & Industrial Projects erneuerbare Erdgas- und Kraft-Wärme-Kopplungs-Projekte nutzen. Bis 2024 will man einen durchschnittlichen jährlichen Betriebsgewinn von 130 Millionen USD erzielen. Gleichzeitig verringert DTE Energy seine Abhängigkeit von Kohle, die im Jahr 2023 schätzungsweise 45 % der Energieproduktion ausmachen wird. Im Jahr 2005 waren es noch 77 %.

Regulierung sorgt für Sicherheit

Am wichtigsten ist jedoch, dass die Strom- und Gasversorgungssegmente von DTE reguliert sind. Dies hindert das Unternehmen zwar daran, die Tarife jederzeit zu erhöhen. Allerdings bedeutet das auch, dass es keinen potenziell volatilen Großhandelspreisen ausgesetzt ist.

Buffett würde mit DTE Energy sehr vorhersehbare Einnahmen erhalten, Cashflow und Gewinnwachstum. Seitens Erdgas und erneuerbaren Energien besteht reichlich Gelegenheit für zusätzliches Wachstum. Wenn man bedenkt, dass DTE Energy seit Jahresbeginn um 17 % gefallen ist, sieht die Aktie perfekt für Buffetts Beuteschema aus.

McCormick & Co.

Ein weiterer sinnvoller Zukauf für Buffett wäre der Gewürzmittelhersteller McCormick (WKN: 858250).

Buffetts bisher schlechteste Wette war die Beteiligung von 26,7 % an Kraft Heinz (WKN: A14TU4). Buffett ging davon aus, dass er sich in Marken einkaufen würde, die im Bereich der fertig verpackten Waren stark aufgestellt sind. Dann aber haben kleine Bio-Marken den Markt mächtig aufgemischt. Obwohl Kraft Heinz nach wie vor profitabel ist, war der Wachstumskurs der Gewinne von Kraft Heinz nicht gerade ermutigend.

Der Kauf von McCormick könnte das Geschick von Berkshire in diesem Segment ändern. McCormick verfügt über ein wachsendes Sortiment an Gewürzen und Gewürzmischungen der Spitzenklasse. Dazu gehören Marken wie Frank’s RedHot, French’s, Lawry’s und Produkte unter Eigennamen. McCormick hat diese Bekanntheit genutzt, um seine Konkurrenten im Bio-Segment zu übertreffen. Zudem hat man Zukäufe getätigt, um das Portfolio zu erweitern und das Wachstumspotenzial zu steigern. Im Jahr 2017 erwarb McCormick zum Beispiel Lawry’s und Stubb’s Bar-B-Q-Sauce.

Wie DTE Energy liefert auch McCormick. Es handelt sich um ein Unternehmen, das acht Jahre in Folge einen Rekord-Betriebs-Cashflow erwirtschaftet. Es zahlt seit 1925 ununterbrochen eine Dividende und konnte diese im November 2019 das 34. Jahr in Folge erhöhen. Damit ist McCormick einer von ein paar Dutzend starken Dividendenzahlern, die man als Dividendenaristokraten betitelt.

Zurück an den eigenen Herd

Das Beste an der Gewürzindustrie ist, dass sie relativ vorhersehbar ist. Höhere und niedrigere Lebensmittelkosten sind in der Regel schon Monate im Voraus zu erkennen, wobei die Nachfrage nach Gewürzmitteln in den meisten wirtschaftlichen Umfeldern konstant ist. Die Pandemie dürfte sich sogar als Segen für die Branche herausstellen: Mehr und mehr Menschen haben wieder selber kochen müssen.

Das vielleicht größte Problem hier ist, dass McCormick für Buffetts Geschmack fast zu gut abgeschnitten hat. Wenn Berkshire Hathaway kauft, will Buffett ein starkes Schnäppchen machen. Leider hat McCormicks starkes Management dafür gesorgt, dass das Unternehmen für 2020 zum 32-Fachen des geschätzten Gewinns bewertet wird. Selbst bei einer langfristigen Umsatzwachstumsrate von bis zu 6 % wäre dies ein hoher Preis für Buffett. Andererseits hätte er dann ein Unternehmen mit einem beneidenswerten Produktportfolio.

Andererseits weiß man ja nie bei einem Konzern, der 130 Milliarden USD in bar auf der hohen Kante hat.

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The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Berkshire Hathaway und empfiehlt Aktien von Dominion Energy, McCormick und NextEra Energy. Sean Williams besitzt keine der angegebenen Aktien. Dieser Artikel erschien am 13.7.2020 auf Fool.com und wurde für unsere deutschen Leser übersetzt.

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