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Was haben McDonald’s und Zalando gemeinsam? Sie profitieren beide ähnlich vom Coronavirus!

Die Chancen dürften nicht schlecht stehen, dass du inzwischen aufgeschnappt hast, dass McDonald’s (WKN: 856958) wohl ein Profiteur des Coronavirus ist, wenngleich ein indirekter: So führt das Virus zwar zunächst dazu, dass es einige durchwachsene Wochen mit Filialschließungen und Umsatzeinbußen gibt. Das wiederum könnte allerdings zu einer Marktbereinigung führen.

Analysten gehen davon aus, dass speziell in den USA ein Großteil der Restaurants, Imbissbuden und Fast-Food-Geschäfte vor dem Aus stehen könnte. McDonald’s hingegen verfügt nicht bloß über die finanzielle Klasse, das abzufedern. Nein, sondern dürfte aufgrund seiner Systemrelevanz und als großer Arbeitgeber notfalls von der US-Regierung gerettet werden. Das wiederum könnte zu einer stärkeren Konzentration auf McDonald’s und zu einem größeren Marktanteil führen.

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Aber Hand auf’s Herz: Hast du gewusst, dass Zalando (WKN: ZAL111) womöglich auf eine ähnliche Art und Weise profitieren könnte? Nein? Dann lass uns das im Folgenden einmal etwas näher thematisieren und schauen, was du diesbezüglich wissen solltest.

Zalando: Ebenfalls ein Coronaprofiteur

Zugegeben: Es schien zunächst intuitiv, dass Zalando ein Profiteur der letzten Wochen und Monate sein dürfte. Zwischenzeitlich gab es zwar Wasserstandsmeldungen, wonach einigen Verbrauchern die Lust auf das Einkaufen vergangen sein könnte. Spätestens die Quartalszahlen haben jedoch gezeigt, dass das Wachstum noch immer moderat angehalten hat. So weit zu den Basics.

Das Geschäftsmodell als Modeversandhändler ist vom Grundsatz her vorteilhaft gewesen. Hier gibt es eben keine Geschäfte (oder, zugegeben, wenige), die über ein Hygienegeschäft verfügen. Oder zeitweise geschlossen gewesen sind. Nein, der Großteil des Handels hat sich digital abgespielt, was in Zeiten der Ladenschließungen eine der wenigen Möglichkeiten gewesen ist, Kleidung zu shoppen.

Der Effekt könnte jetzt allerdings längerfristig anhalten: Wie aktuelle Zahlen des Ifo-Institutes zeigen, werten rund 21 % der Einzelhändler ihre Lage als existenzbedrohend. Das wiederum könnte zu einer Schließung von Geschäften und zu einer Verdichtung beim E-Commerce führen. Zalando als Europas größer Modeversandhändler dürfte in diesem Fall überproportional profitieren. Zumal die Zahl der 21 % definitiv erheblich sein könnte.

Mehr Konzentration im Wachstumsmarkt!

Zalando verfügt dabei generell über einen intakten Wachstumsmarkt und eine solide Wettbewerbsposition. Es dürfte für dich als Investor nicht überraschend sein, dass der E-Commerce-Siegeszug weiterhin mit einem soliden Wachstum anhalten wird. Der deutsche E-Commerce-Mode-Spezialist ist zumindest in Europa eine Größe. Eine Ausgangslage, die definitiv interessant ist.

Eine größere Konzentration und die Verschiebung von Marktanteilen zugunsten von Zalando könnte ein wirklich starker Wachstumskatalysator sein. Womöglich sogar stärker, als die Investoren es derzeit einpreisen. Zumal die jetzt eingeschlagene Entwicklung eine signifikante Abschwächung des stationären Handels nach sich ziehen könnte. Das wiederum spräche für einen längerfristigen Effekt.

Sollte es zu einem Sterben vieler Einzelhändler kommen, so kann dies das Innenstadtsterben noch weiter verschlimmern. Die Probleme für den stationären Einzelhandel werden jedenfalls nicht weniger. Die derzeitigen Zahlen und die Einschätzungen des Ifo-Institutes unterstreichen das sehr deutlich.

Spannende Ausgangslage!

Zalando könnte daher jetzt interessanter sein denn je. Die Aktie hat zwar seit dem Tiefpunkt des Corona-Crashs mehr als 100 % zugelegt. Die Veränderungen in der Handels- und Konsumwelt haben jedoch gerade erst begonnen. Das führt vielleicht über Jahre oder Jahrzehnte zu einem soliden Wachstum. Wobei man heute mit einer Marktkapitalisierung in Höhe von 16,3 Mrd. Euro noch vergleichsweise preiswert zuschlagen könnte.

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