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Hitzealarm an der Börse! Optionsscheine und Derivate zur Depotabsicherung jetzt richtig einsetzen

Bild: Ralf Anders

Wenn die Märkte verrücktspielen, wird es Zeit, sein Depot wetterfest zu machen. Aber bedeutet dies, dass man gleich all seine geliebten Portfoliowerte verkaufen sollte? Praktischer ist die Absicherung mit Derivaten oder Short-ETFs. Hier ist, was man dazu wissen muss.

Klare Anzeichen, dass die Märkte überhitzen

Vor der Coronakrise haben sich wichtige Indices wie etwa der Nasdaq 100 über einen Zeitraum von lediglich etwa 3,5 Jahren verdoppelt. Zuvor dauerte es dort 5 Jahre für eine Verdoppelung, was bereits einer stark überdurchschnittlichen Jahresrendite von 15 % entspricht. Man kann also bedenkenlos davon ausgehen, dass viele Aktien vor der Coronakrise nicht gerade billig waren – vielleicht sogar sehr teuer.

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Handelskrieg, Brexit, die Klimadebatte und eine Reihe von weiteren Problemen machten vielen Unternehmen bereits das Leben so schwer, dass auch ohne Coronakrise eine Abkühlung in Sichtweite schien. Doch dann schlug sie mit aller Macht zu. Hunderte von Millionen Menschen sind von Armut bedroht. In wichtigen Ländern wie den USA, Indien und Brasilien wütet das Virus heute stärker als je zuvor.

Kann man all das wirklich ignorieren? Die Börse scheint das zu glauben. Der Nasdaq 100 steht am 6. Juni etwa 10 % höher als vor der Krise. Elektroauto- und Wasserstoffaktien werden nach oben gepusht, als ob es kein Morgen gäbe. Selbst der meist überaus optimistische US-Börsenguru Jim Cramer hat vor einigen Tagen kalte Füße bekommen und zur Realisierung einiger Gewinne geraten.

Es kursieren viele Erklärungsansätze für den Widerspruch aus Wirtschaftskrise und Rekordkursen. Die Furcht vor einem Inflationsschub wäre eine Möglichkeit. Oder der Mangel an Anlagealternativen. Vielleicht haben auch asiatische Gläubiger einen Teil ihrer hohen Bestände an US-Anleihen in Aktien gewandelt? Oder handelt es sich ganz simpel um einen Herdentrieb, der die Kurse immer weiter nach oben peitscht?

Natürlich lässt sich nicht ausschließen, dass der Markt einfach Recht hat. Das würde bedeuten, dass die Wirtschaft schon in Kürze wieder brummt und die Unternehmen hinter den Aktien weitere zehn Jahre überragende Wachstumsraten abliefern werden. Wer davon restlos überzeugt ist, braucht nichts zu tun. Alle anderen sollten aus meiner Sicht nun über eine Absicherung nachdenken.

Wie man sein Depot absichert

Ein mühsam mit Einzelwerten, Fonds und ETFs aufgebautes Depot aufzulösen, ist selbst unter den aktuell surrealen Umständen nicht unbedingt ratsam. Insbesondere bei Beteiligungen, von denen du begeistert bist, gilt es, über Hochs und Tiefs hinweg daran festzuhalten. Nur so lässt sich vermeiden, dass man das Beste verpasst. Außerdem ist ein erheblicher Aufwand mit dem Verkauf von vielen Positionen verbunden.

Deshalb ist es häufig besser, Zeiten von Übertreibungen und Unsicherheit mit Derivaten zu überbrücken. Die Möglichkeiten dazu sind vielfältig. Wenig hilfreich sind für unsere Zwecke Knock-out-Papiere, weil man sich damit eher noch zusätzliche Risiken ins Depot holt. Ruhiger schlafen lässt es sich damit folglich nicht.

Auch Faktorzertifikate haben ihre Tücken, die tückischer werden, je höher der Faktor gewählt wird. Bärische Faktorzertifikate sind nur dann optimal, wenn es in einem Zug nach unten geht. Dann können sie ihren großen Vorteil ausspielen, dass sie auf dem Weg in den Keller ihre Hebelkraft bewahren. Zieht sich der Prozess hingegen schwankend hin, dann verlieren solche Papiere stetig an Wert. Für fundamental orientierte Anleger ist das folglich nichts. Allenfalls Papiere mit einem Faktor von 2 oder 3 könnte man in Betracht ziehen.

Investoren, die mit Derivaten nichts zu tun haben wollen, wählen hingegen am besten einen ETF auf einen inversen Index wie den ShortDAX. Dieser vollzieht auf Tagesbasis die gleiche prozentuale Bewegung wie der DAX, nur in umgekehrter Richtung. Mangels Hebel wird man damit keine wahnsinnig hohen Gewinne einfahren können, aber zum Parken größerer Bargeldbestände erscheinen mir solche Anlageprodukte im Moment gut geeignet.

Wer mit weniger Einsatz mehr Absicherung erreichen will, der setzt auf Put-Optionsscheine, die derzeit wieder günstiger zu haben sind und in großer Vielfalt angeboten werden.

Was man bei der Optionsschein-Auswahl beachten sollte

Verschiedene Finanzportale bieten leistungsfähige Filter für die Auswahl eines Optionsscheins. Papiere auf gängige Indices sind meist preiswerter als welche auf Einzelwerte. Nach der Auswahl eines passenden Index geht es zunächst darum, den Basiswert und das Verfallsdatum zu wählen. Ich wähle den Basiswert – das ist der Indexstand, ab dem das Papier am Ende etwas ausbezahlt – meistens in der Nähe des aktuellen Niveaus für ein gutes Chancen-Risiken-Verhältnis.

Beim Verfallsdatum wiederum bietet sich eine Restlaufzeit von 3 bis 6 Monaten an, um nicht schon nach wenigen Tagen unter Druck zu geraten, wenn es zunächst nicht so läuft wie erwartet. Bei zu langen Restlaufzeiten wiederum arbeitet die Zeit gegen uns.

Unter den so herausgefilterten Kandidaten gilt es dann, den Put-Optionsschein mit den günstigsten Konditionen zu finden. Dabei spielen die eingerechnete implizite Volatilität – dabei geht es um die erwartete Schwankungsbreite, welche für die Optionsscheinbewertung einen zentralen Faktor darstellt –, die prozentuale Geld-Brief-Spanne sowie gegebenenfalls Vergünstigungen deines Brokers eine Rolle. Vorsichtige Anleger achten auch auf die Solidität des Emittenten, dem sie ihr Geld anvertrauen.

Auf alle Fälle sollte man sich im Vorfeld klarmachen, dass es hier nicht darum geht, das Maximum einer erwarteten Abwärtsbewegung auszureizen. Vielmehr sollte uns eine solche Absicherungsmaßnahme dabei helfen, an unseren geliebten Beteiligungen festzuhalten. Wenn es darüber hinaus gelingt, bei einem Rücksetzer etwas zusätzliche Investitionsmittel für den nächsten Aufschwung zu erwirtschaften, dann haben wir schon viel gewonnen.

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