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Siliziumkarbid-Aktien vor Megawachstum: Infineon und 3 weitere Aktien, die davon profitieren

Als Infineon (WKN: 623100) vor vier Jahren versucht hat, die amerikanische Wolfspeed zu übernehmen, rückte Siliziumkarbid erstmals ins breite Rampenlicht. Infineon wollte zusammen mit dem Spezialisten zum globalen Technologieführer aufsteigen und gleichzeitig seine Vormachtstellung bei Leistungshalbleitern absichern.

Das Vorhaben scheiterte am Widerstand der US-Behörden. Wie vom Infineon-Management erwartet, eröffnet die Technologie nun riesige Märkte und Siliziumkarbid-Aktien versprechen hohe Potenziale.

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Was ist so toll an Siliziumkarbid?

Siliziumkarbid, kurz SiC, ist ein heißes Thema bei Halbleiter- und Elektrotechnikexperten. Das Material besteht aus Silizium und Kohlenstoff. Es ist leicht, feuerfest und hart, weshalb es viele verschiedene Einsatzgebiete hat, darunter technische Keramiken, Schleifmittel und Weltraumteleskopspiegel. Viel interessanter als diese Nischen sind jedoch Halbleiteranwendungen.

Immer häufiger ersetzt SiC dort das klassische Silizium. Zwar ist das Material deutlich teurer, weil die Kristallzüchtung viel aufwendiger ist. Dafür weist es einige herausragende Vorteile auf, die für deutlich höhere Effizienz und einen kompakteren Bauraum sorgen. Mit SiC-Leistungshalbleitern können auch viele elektronische Bauteile auf einer Leiterplatte eingespart werden.

Überall, wo sehr hohe Ströme auftreten, kann SiC seine Vorzüge besonders gut ausspielen. Dazu gehören Stromübertragungsnetze, der elektrische Schienenverkehr und leistungsstarke Industriemotoren. In den letzten Jahren kamen weitere Anwendungen hinzu, wozu sowohl sinkende Herstellungskosten als auch das Volumenwachstum beigetragen haben. Ich denke dabei zum Beispiel an Schnellladestationen, Elektrofahrzeuge und Solarkraftwerke.

In Kombination mit Galliumnitrid (GaN-on-SiC) spielt das Material auch eine wichtige Rolle beim Mobilfunk. Insbesondere für die extremen Anforderungen der jetzt ausgerollten 5G-Netze ist diese Technologie nahezu unverzichtbar.

All das erfährt im Moment einen Boom und der Anteil der verbauten Siliziumkarbid-Bauteile wird gleichzeitig immer größer. Es spricht folglich einiges für ein exponentielles Wachstum über viele Jahre hinweg. Ein Markt, in dem heute noch weniger als 1 Mrd. Euro umgesetzt wird, könnte sich im Laufe des Jahrzehnts verzehnfachen. Davon sollten Unternehmen, die über entsprechendes Know-how verfügen, profitieren können.

Diese Unternehmen profitieren vom Megatrend Siliziumkarbid

Infineon

Mit dem Wolfspeed-Vorstoß von 2016 wollte Infineon ein vertikal integrierter SiC-Spieler werden. Von der Kombination des eigenen Know-how mit den SiC-Wafersubstraten von Wolfspeed wäre Infineon auf einen Schlag zur Nummer 1 aufgestiegen. Das Management ging damals von einer Wachstumsrate von 20 bis 25 % pro Jahr aus, was einer Verdoppelung alle drei bis vier Jahre entspricht.

Obwohl die Akquisition scheiterte, ist Infineon an dem Thema drangeblieben. Beispielsweise wurde 2017 in Villach ein globales SiC-Kompetenzzentrum eingerichtet sowie im November 2018 das Dresdner Start-up Siltectra übernommen, dessen Technologie eine bessere Ausnutzung des teuren Wafermaterials erlaubt. Weitere ergänzende Übernahmen sind geplant und die Technologieentwicklung läuft auf Hochtouren.

Im Januar wurde gemeldet, dass zusammen mit SMA Solar (WKN: A0DJ6J) ein Wechselrichter auf SiC-Basis entwickelt wurde. Der Gleichstrom der Solarzellen wird mit einer Effizienz von über 99 % in netztauglichen Wechselstrom gewandelt, weshalb die beiden Partner niedrigere Gestehungskosten für Solarfarmbetreiber versprechen. Infineon will Schritt für Schritt weitere Anwendungsfelder erschließen.

Rohm Semiconductor

Der japanische Lieferant von elektronischen Bauteilen Rohm Semiconductor (WKN: 869082) ist einer der wenigen integrierten SiC-Spieler. Er fertigt Substrate selbst und beherrscht den gesamten Prozess bis zum einsetzbaren Halbleiterprodukt. Rohm beliefert auch andere Halbleiterunternehmen mit Substraten und Wafern. Das Unternehmen ist in Deutschland mit der Nürnberger Tochter SiCrystal präsent und sieht sich als Pionier und führender Anbieter bei SiC-Leistungshalbleitern.

Im Juni stellte das Unternehmen 1200-Volt-SiC-MOSFETs der vierten Generation vor, die für automobile Anwendungen optimiert sind. Fast gleichzeitig wurde bekannt, dass Vitesco Technologies, die Antriebsstrang-Tochter von Continental (WKN: 543900), gemeinsam mit Rohm besonders effiziente Leistungselektronik entwickeln will.

Die Partner gehen davon aus, dass dadurch der Wirkungsgrad spürbar gesteigert werden kann, was sich in mehr Reichweite ausdrücken sollte. Da alternativ die Batterie kleiner ausgelegt werden kann, ergeben sich auf Systemebene attraktive Möglichkeiten zur Kosteneinsparung.

Die Perspektiven sind ausgezeichnet. Bis zum Ende des Jahres will Rohm ein neues Produktionsgebäude in Chikugo (Japan) fertigstellen, um der wachsenden Nachfrage nach SiC-Bauteilen zu begegnen.

Es könnte sich lohnen, ein Auge auf Siliziumkarbid-Aktien zu haben

Auch der führende Automobilzulieferer Bosch ist vollkommen von SiC überzeugt. Im Oktober gaben die Stuttgarter bekannt, dass sie in die Fertigung von SiC-Leistungshalbleitern einsteigen werden. Sie sollen unter anderem in hochintegrierten elektrischen Antriebssträngen zum Einsatz kommen.

Das bedeutet jedoch nicht unbedingt, dass schon bald ein dicht gedrängtes Wettbewerberfeld sich einen Preiskampf liefern wird. Die Eintrittshürden in dieses Hightechsegment erscheinen ziemlich hoch und es gibt einige Differenzierungsmöglichkeiten. Deshalb werden die Marktführer voraussichtlich auch zukünftig gute Margen durchsetzen können.

Während die meisten Halbleiteraktien zuletzt heißgelaufen sind, wirkt Rohm derzeit nicht teuer. Es könnte sich jedoch lohnen, den Blick zu weiten und auch innovative SiC-Anwender in die engere Auswahl zu nehmen.

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Ralf Anders besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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