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Autsch, Royal Durch Shell! Niedriger Ölpreis & Abschreibungen: Das zweite Quartal tut weh!

Foto: Getty Images

Manchmal ist es wie verhext: Erst vor wenigen Tagen haben wir einen kleinen Blick gewagt, was der Aktie von Royal Dutch Shell (WKN: A0ER6S) wohl im zweiten Quartal drohen dürfte. Dabei haben wir festgestellt, dass der Ölpreis im Schnitt bedeutend unter dem ersten Quartal liegen dürfte. Das wiederum verheißt vermutlich wenig Gutes.

Zumal die Aktie von Royal Dutch Shell trotz höherer Ölpreise bereits einen ersten durchwachsenen Dreimonatszeitraum erlebt hat. Unterm Strich stand ein Nettoverlust in Höhe von 24 Mio. US-Dollar. Die Dividende ist direkt gekürzt worden. Der Rest ist inzwischen leidvolle Geschichte für alle Einkommensinvestoren.

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Allerdings: Das Management hat jetzt ebenfalls einen Einblick in das zweite Quartal gegeben. Dieser hingegen dürfte Investoren ebenfalls nicht gefallen. Schauen wir im Folgenden daher einmal, was für Foolishe Investoren jetzt wichtig wird.

Höhere Abschreibungen und Ölpreissorgen

Wie das Management von Royal Dutch Shell jetzt verkündet hat, werde es im zweiten Quartal erneut belastende Einmaleffekte geben: Demnach rechnet der britisch-niederländische Öl- und Erdgaskonzern mit milliardenschweren Abschreibungen aufgrund der Öl- und Erdgaspreise. Das Volumen der Wertkorrekturen soll demnach in einer Spanne zwischen 15 und 22 Mrd. US-Dollar liegen. Das dürfte Royal Dutch Shell ein weiteres Mal tief in die roten Zahlen drücken.

Allerdings ist das eben nicht alles: Royal Dutch Shell rechnet aufgrund der aktuellen Entwicklungen außerdem mit einem weiterhin anhaltend schwierigen Marktumfeld. Deshalb seien die mittel- bis langfristigen Erwartungen um rund 30 % zurückgenommen worden. Wie gesagt: Harte Einschnitte.

Dabei offenbart ein Blick in das zweite Quartal definitiv das Ausmaß der niedrigen Ölpreise. Mit einem teilweise negativen Preis der Sorte WTI und einem insgesamt durchschnittlichen Preisniveau von vermutlich unter 30 US-Dollar je Barrel UK Brent dürfte dieser Zeitraum insgesamt defizitär gewesen sein. Im ersten Quartal hat dieser Durchschnittswert schließlich noch bei knapp über 50 US-Dollar pro Fass gelegen. Und entsprechend fast 20 US-Dollar im Durchschnitt höher.

Düstere Prognosen für Ölkonzerne!

Das Management von Royal Dutch Shell scheint entsprechend skeptisch zu sein, was die weiteren Aussichten anbelangt. Es wird dennoch spannend sein zu sehen, wie die Verantwortlichen von Royal Dutch Shell die jüngsten Entwicklungen der OPEC+ einordnen. Immerhin ist jetzt ein gigantisches Fördervolumen aus dem Markt genommen worden. Das hat die Ölpreise zuletzt gestützt und bei einem Kursniveau um 40 US-Dollar je Barrel Brent und WTI gefestigt. Immerhin: Das könnte etwas sein.

Eine wichtige Kennzahl zur Einordnung des zweiten Quartals dürften außerdem die bereinigten Ergebnisse und der freie Cashflow werden. Zwei Zahlen, die vermutlich eher einen Einblick in das volle Ausmaß der niedrigen Notierungen geben werden. Nur eben bereinigt um belastende Einmaleffekte wie milliardenschwere Abschreibungen.

Immer mehr zeigt sich allerdings: Das Jahr 2020 ist alles andere als positiv für die gesamte Öl- und Erdgasbranche. Und es könnte sich inzwischen und in Anbetracht der neuen Prognosen abzeichnen, dass sich das auch mittelfristig eher begrenzt verändern wird.

Spannende Quartalszahlen!

Per Ende des zweiten Quartals dürften daher spannende Quartalszahlen und Einschätzungen bevorstehen. Wobei die grobe Tendenz jetzt mit der Ankündigung der Abschreibungen in einer Spanne zwischen 15 und 22 Mrd. US-Dollar bereits erkennbar ist. Royal Dutch Shell dürfte jedenfalls erneut tief in den roten Zahlen gelandet sein. Operativ könnte das allerdings einen Tiefpunkt markieren. Zumal sich die Ölpreise zuletzt zumindest wieder etwas stabiler zeigten.

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Vincent besitzt Aktien von Royal Dutch Shell. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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