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3 ETF-Risiken, die Millionen kosten können

Foto: Getty Images

Bei einem ETF (börsengehandelten Fonds) halten sich die Risiken meist in Grenzen. So lautet jedenfalls die allgemein akzeptierte Meinung.

Die Rechnung ist einfach: Wer mehrere Aktien im Paket kauft, kann vereinzelte Nieten leicht wegstecken.

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Die Wirecard (WKN: 747206)-Aktie hatte vor ihrem Niedergang einen Anteil von etwa 1,4 % im DAX. Besitzer eines DAX-ETF haben vom Insolvenzantrag des Fintechs tatsächlich kaum etwas mitbekommen. Hurra! Es funktioniert!

Trotz der allgemeinen Sorglosigkeit unter ETF-Investoren ist die Gemengelage in Wahrheit doch etwa komplizierter. Denn auch im ETF-Universum lauern Risiken, die langfristig Millionen kosten können.

1. Risiko: ETF-Strategie

Viele Anleger investieren in den breiten Gesamtmarkt. Das beweist die enormen Fondsgröße, die ein etablierter MSCI-World-ETF heutzutage in seinen Prospekten vorweisen kann.

Die Gesamtmarktstrategie ist vor allem eines: langweilig. Mehr als eine Marktrendite von durchschnittlich 8 % pro Jahr darf man hier nicht erwarten.

Kein Wunder, dass einige Anleger immer öfter exotische Strategien ins Auge fassen. Wer zur richtigen Zeit den richtigen Riecher für die richtige Branche, die richtige Region oder die richtige Anlageklasse hat, kann die laue Durchschnittsrendite womöglich schlagen.

Das kann funktionieren. Es kann aber auch mächtig schiefgehen!

Beispiel: Ölpreis. Wer vor Kurzem in einen ETF auf den S&P Commodity Producers Oil & Gas Exploration & Production Index investierte, hat sich – rückblickend betrachtet – gigantische Risiken ins Depot geholt. Ein ETF dieser Sorte hat sich im laufenden Jahr glatt im Wert halbiert (Stand: 30.06.2020).

2. Risiko: Währung

US-Dollar, Euro, Hongkong-Dollar: Mit welcher Währung der ETF der Wahl rechnet, registriert man gerne erst mit dem zweiten Blick.

Doch die Schwankungen auf den Währungsmärkten können langfristig mitunter enorme Auswirkungen auf die Rendite haben. Beispiel Euro/US-Dollar: Das Währungspaar hat seit dem Hoch 2008 um rund 30 % abgewertet (Stand: 30.06.2020).

Das freut natürlich den ETF-Investor in der Eurozone, dessen ETFs in US-Dollar rechnen. Ein Grund zur Freude ist das insgesamt aber trotzdem nicht. Denn Anleger, die mit einem ETF ursprünglich vor allem die gröbsten Risiken minimieren wollten, sind jetzt unfreiwillig zu Währungsspekulanten geworden.

Wer auf Währungen spekuliert, hat besser einen sauberen Kenntnisstand über die Bilanz der jeweiligen Notenbank. Ja, auch Notenbanken können in die Insolvenz rutschen (wenn auch nicht zahlungsunfähig im technischen Sinne werden).

3. Risiko: Rekordjahr

Auch ein blindes Huhn findet manchmal ein Korn. Das Jahr 2019 beendete der DAX mit einer Rendite von 25 %. Wow! Das ist deutlich mehr als die 8 % pro Jahr, die einem von den historischen Daten versprochen werden.

Nach einem solchen Rekordjahr ist die Euphorie oft groß: Die 8 % pro Jahr war gestern – jetzt wird richtig aufgedreht!

Doch Vorsicht! Viele Anleger vergessen gerne, dass es sich bei der Marktrendite um einen langfristigen Durchschnittswert handelt. In einem Jahr feiert man ein Plus von 25 %. In einem anderen Jahr betrauert man ein Minus von 17 %. Im langjährigen Durchschnitt bleiben die 8 %.

In meinen Augen sind nur wenige Risiken für ETF-Investoren so gefährlich wie ein Rekordjahr – egal, in welcher Richtung der Rekord aufgestellt wurde. Nach einem außergewöhnlich guten Jahr ist man in bester Laune und kauft anschließend mehr hinzu, als man eigentlich geplant hatte. Nach einem außergewöhnlich schlechten Jahr wird der einst gefeierte ETF beleidigt ignoriert.

Wer sich in dieser Art vom Markt um den Finger wickeln lässt, wird am Ende womöglich nicht einmal die Durchschnittsrendite erzielen. Leider völlig zu Recht!

Wo Risiken sind, da sind auch Chancen

Was wäre ein ETF ohne Risiken? Vermutlich absolut chancenlos!

So bleibt dem gut informierten ETF-Investor nichts anderes übrig, außer die gefährlichsten Risiken möglichst effizient zu verwalten. Die sind in der Kategorie ETF zum Glück nicht so zahlreich wie bei manch anderer Vermögensklasse. Dennoch ist auch bei ETFs äußerste Wachsamkeit geboten.

Selbstverständlich kann niemand jemals vollständig ohne Fehler sein. Auch Anleger sind und bleiben Menschen. Doch wer wenigstens die gröbsten Risiken gut umschiffen kann, wird am Ende womöglich um viele Millionen reicher sein.

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Stefan Naerger besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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