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Wasserstoffaktien droht das gleiche Desaster wie damals Solar, Wind und 3D-Druck

Dass Wasserstoff ein gigantischer Markt wird, daran kann angesichts der jüngsten Dynamik eigentlich kaum noch jemand ernsthaft zweifeln. Jetzt kommt alles zusammen: Die Technologie ist reif und die Massenfertigung steht vor dem Hochlauf. Gleichzeitig zieht die Großindustrie aller beteiligten Sektoren mit und die Politik setzt wichtige Impulse.

Auch die Begeisterung der Investoren kennt kaum Grenzen. Die Aktien fast sämtlicher Spezialisten rund um Brennstoffzelle, Druckbehälter und Elektrolyse haben sich über die letzten Quartale vervielfacht. Ähnliches haben wir jedoch bereits bei vergleichbaren Themen wie Solar, Wind und 3D-Druck erlebt. Der Vergleich könnte natürlich hinken, aber ich fürchte, dass es bei Wasserstoffaktien ähnlich ausgeht.

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So erging es Solar-, Wind- und 3D-Druck-Aktien

Wind und Solar

Seit den 90er-Jahren wurden die Photovoltaik und die Windturbinentechnik in Ländern wie Japan und Deutschland intensiv gefördert. 2003 startete in Deutschland das 100.000-Dächer-Programm und 2008 wurde die Novellierung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes verabschiedet. Zu diesem Zeitpunkt fielen die Herstellungskosten und Preise sehr schnell, sodass die damalige Einspeisevergütung immer höhere Renditen versprach.

Aktien wie die von Vestas (WKN: 913769) oder First Solar (WKN: A0LEKM) stiegen vor zwölf Jahren innerhalb kürzester Zeit um 500 oder gar 1.000 %. Doch dann kam die Finanzkrise, die zuvor außerordentlich hohen Ölpreise brachen ein und die Förderprogramme wurden zusammengestrichen. Hinzu kam bei Solar, dass der Wettbewerb aus Asien erstarkte und immer mehr Marktanteile eroberte. 2012 standen die Aktienkurse tiefer als vor dem Boom und Q-Cells war insolvent.

Additive Fertigung

3D-Druck wiederum ist ein Thema, dass in den frühen 2010er-Jahren plötzlich in aller Munde war. Die Technologie wurde schon viele Jahre zuvor von Autoherstellern und Flugzeugbauern genutzt, vor allem im Prototypenbau. Aber dann erfanden die Ingenieure neue Anwendungsgebiete mit immer neuen Materialien. Gefühlt wurde jede Woche eine wegweisende Innovation vorgestellt. Selbst Organe, Lebensmittel und ganze Häuser sollten wie von Geisterhand von den Hightech-Maschinen hervorgezaubert werden können.

Die additive Fertigung schien das Schweizer Taschenmesser der Produktionstechnik zu sein und beflügelte die Fantasie der Investoren. Vom 30. September 2011 bis Anfang 2014 hat sich etwa die Aktie von Stratasys (WKN: A1J5UR) mehr als versiebenfacht. 3D Systems (WKN: 888346) war sogar ein 10-Bagger. Heute notieren beide Aktien unterhalb des Niveaus vom Herbst 2011. Ab 2014 hat sich Ernüchterung eingestellt.

Zum einen sind die Geräte weiterhin zu langsam, um mit konventionellen Techniken der Massenfertigung mithalten zu können, und zum anderen hat sich gezeigt, dass die wenigen börsennotierten Spezialisten längst nicht die einzigen sind, die gute 3D-Drucker bauen können. Sowohl private und universitäre Labore als auch Großkonzerne drängen mit immer neuen Ansätzen in den Markt und sorgen so für intensiven Wettbewerb. Ein dominanter Spieler hat sich so bisher noch nicht herauskristallisiert.

Darum könnte sich bei Wasserstoffaktien ein ähnliches Desaster ergeben

Solar-, Wind- und 3D-Druck-Aktien sind nach dem Abebben des Hypes in vielen Fällen um 90 % und mehr eingebrochen, nachdem sie sich vervielfacht hatten. Heute sind es die Wasserstoffaktien, die sich vervielfacht haben. Viele Aspekte sind ähnlich wie damals bei der Photovoltaik: die umfassende staatliche Förderung, die Konkurrenz unterschiedlicher Technologien (kristallin, Dünnschicht, Konzentrator etc.) und eine unübersichtliche Wettbewerbssituation.

Wie beim 3D-Druck kommen bis heute viele Solarinnovationen aus der öffentlichen Forschung. All das ist bei Brennstoffzellen und der Elektrolyse genauso. Mit den 3D-Drucker-Herstellern gemein haben Wasserstoffunternehmen die notorischen Verluste. Das Kalkül, dass über den wachsenden Markt die Gewinne kommen, ist bei der additiven Fertigung bisher nur zum Teil aufgegangen. Bei Brennstoffzellen und Elektrolyseuren könnte es auf Jahre hinaus ähnlich aussehen.

Jetzt, wo jeder erkennen kann, dass dieser Markt gewaltig groß wird, stürzen sich unzählige Unternehmen auf den Markt, um sich ein möglichst großes Stück vom Kuchen zu sichern. Für viele wird jedoch nur ein schmales Scheibchen oder gar nur Krümel bleiben. Der intensive Wettbewerb spricht dafür, dass sich ein Käufermarkt bilden wird, der die Margen tief hält.

Wasserstoffaktien gehören auf die Watchlist

Es gibt noch eine Sache, die bisher unerwähnt blieb: Die Vestas-Aktie hat sich seit dem Tief von 2012 ver-24-facht (!). Der Windturbinenbauer ist der Champion seiner Branche und besitzt heute als einer der wenigen Hersteller ein globales Produktionsnetzwerk. Er kann gute Margen durchsetzen und ist bestens positioniert, um auf Jahre hinaus weiter zu wachsen.

Das bedeutet, dass es vielleicht auch beim Wasserstoff klug sein könnte, eine Phase der Ernüchterung abzuwarten. Erst dann wird der Markt konsolidiert und es bilden sich die wahren Champions heraus, die dann auch Gewinne für ihre Aktionäre verdienen, anstatt regelmäßig Kapital einzuwerben. Deshalb verharren die Spezialisten bei mir bis auf Weiteres auf der Watchlist.

Aktuell finde ich, dass sich 3D-Druck-Aktien in einer interessanteren Phase befinden. Dort könnten wir vielleicht schon nächstes Jahr an dem Punkt stehen, wo Vestas 2012 war. Deshalb überlege ich bereits seit Monaten, ob sich unter den börsennotierten Spezialisten ein zukünftiger 3D-Druck-Champion befinden könnte.

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Ralf Anders besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool empfiehlt 3D Systems.

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