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Lufthansa-Aktie nach Staatshilfe-Drama: Es wird weitergeflogen

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Das Staatshilfe-Drama rund um die Aktie der Deutschen Lufthansa (WKN: 823212) hat kürzlich seinen Höhepunkt erreicht. Kurz vor der entscheidenden Hauptversammlung war unklar, ob der neue Großaktionär Heinz Hermann Thiele, der mittlerweile 15 % der Aktien an der Lufthansa-Aktie hält, dem Rettungspaket der deutschen Bundesregierung zustimmen würde. Kurz vor der entscheidenden Hauptversammlung tauchten vermehrt Berichte darüber auf, dass die Deutsche Lufthansa binnen weniger Tage Pleite wäre, wenn dem Rettungspaket nicht zugestimmt werden würde. Bei einem Cashburn von 1 Mio. Euro pro Stunde verwundert das kaum.

Inzwischen können die Lufthanseaten und ihre Aktionäre allerdings allesamt durchatmen. Mit einer überzeugenden Mehrheit von 98 % haben die Aktionäre der Lufthansa den Weg für die Stabilisierungsmaßnahmen frei gemacht. Was das nun konkret bedeutet und ob die Lufthansa-Aktie für langfristige Anleger nun interessant sein könnte, möchten wir uns nachfolgend ansehen.

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Aktionäre geben der Staatshilfe grünes Licht

Damit das Rettungspaket der Bundesregierung bei der Deutschen Lufthansa auch ankommt, war zum einen die Zustimmung der EU nötig und zum anderen die der Aktionäre. Die Aktionäre mussten vor allem deswegen ihre Zustimmung geben, da sie durch die Staatshilfe mit einer Verwässerung ihrer Anteile rechnen müssen. Denn durch die Annahme der Kapitalmaßnahmen beteiligt sich der WSF (Wirtschaftsstabilisierungsfonds) der Bundesrepublik an der Lufthansa-Aktie.

Konkret sieht das Rettungspaket Stabilisierungsmaßnahmen und Kredite in Höhe von bis zu 9 Mrd. Euro vor. Zunächst leistet der WSF stille Einlagen von bis zu 5,7 Mrd. Euro in das Vermögen der Deutschen Lufthansa. Weiter wird durch eine Kapitalerhöhung eine Beteiligung von insgesamt 20 % am Grundkapital der Lufthansa-Aktie aufgebaut. Genau diese hohe Beteiligung hatte auch Großaktionär Heinz Hermann Thiele scharf kritisiert und offen gelassen, ob er seine Zustimmung leisten würde. Doch auch er hat dem Antrag zugestimmt und somit eine Zukunft für die Deutsche Lufthansa möglich gemacht.

Jedenfalls haben die Aktionäre auch ihre Zustimmung für zwei Umtauschrechte für die Bundesregierung gegeben. Die eine Option gewährt dem Bund die Möglichkeit, das Grundkapital auf 25 % plus eine Aktie aufzustocken, sofern eine mögliche Übernahme der Lufthansa im Raum stünde. Sofern diese Option nicht gezogen wird, gibt es eine zweite Umtauschmöglichkeit. Diese räumt ein, dass, unter gewissen Bedingungen, der WSF weitere 5 % am Grundkapital beziehen dürfte, sofern die Deutsche Lufthansa den Vergütungsbedingungen zu den stillen Einlagen nicht nachkommen kann. Außerdem fließen bis zu 3 Mrd. Euro der Lufthansa durch Kredite von der KfW und privaten Banken zu.

Carsten Spohr ist optimistisch

Vorstandsvorsitzender Carsten Spohr zeigte sich nach der Entscheidung erleichtert: „Die Entscheidung unserer Aktionäre sichert der Lufthansa eine Perspektive für eine erfolgreiche Zukunft. Im Namen unserer 138.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter danke ich der deutschen Bundesregierung und den Regierungen unserer weiteren Heimatländer für ihre Bereitschaft, uns zu stabilisieren. Wir Lufthanseaten sind uns unserer Verantwortung bewusst, die bis zu 9 Milliarden so schnell wie möglich an die Steuerzahler zurückzuzahlen.“

Die Kombination aus dieser Liquiditätsspritze und einem sich – zumindest etwas – aufhellenden Reiseverkehr dürfte der Lufthansa nun helfen, aus dieser Krise zu fliegen. Die Flugpläne für die kommenden Wochen werden deutlich aufgestockt. So sollen bis September wieder 90 % aller ursprünglich geplanten Kurzstreckenziele und 70 % aller Langstreckenziele wieder in das Programm aufgenommen werden.

Sollte man die Lufthansa-Aktie jetzt kaufen?

Die Unsicherheiten über das Fortbestehen des Kranich-Konzerns scheinen nun langsam zu schwinden. Immerhin hat man nun eine volle Brieftasche und kann das operative Geschäft stückweise hochfahren. Allerdings grassieren in den Medien teilweise noch Berichte über eine mögliche zweite Coronawelle. Sollte ein solches Ereignis wirklich eintreffen, würde das Trauerspiel um die Lufhansa-Aktie vermutlich ein neues, düsteres Kapital aufschlagen.

Außerdem sollten sich smarte Investoren vor Augen halten, dass die Schulden über mehrere Jahre abgebaut werden sollen und auch die Bundesregierung rausgekauft werden möchte. Je nachdem, wie sich das Geschäft entwickelt, kann das seine Zeit dauern. Vor allem, da sich die Lufthansa immer noch mitten in einer Restrukturierung befindet, um Kosten zu senken. Die Deutsche Lufthansa wird sich zwangsläufig verkleinern und dementsprechend auch – zumindest für eine gewisse Zeit – wesentlich weniger erwirtschaften.

Mit Dividenden brauchen Aktionäre ebenfalls eine Weile nicht zu rechnen und mit Großaktionär Heinz Hermann Thiele ist ein aktivistischer Investor an Bord, von dem zumindest ich noch nicht einschätzen kann, was seine Absichten sind. Daher empfinde ich die Aktie der Deutschen Lufthansa nach wie vor als sehr risikoreich. Hier bieten sich am Markt möglicherweise derzeit deutlich attraktivere Chancen.

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Caio Reimertshofer besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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