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CD Projekt-Aktie: Mit „Cyberpunk 2077“ könnte der nächste Coup folgen

Die Aktie des polnischen Spieleentwicklers CD Projekt (WKN: 534356) ist innerhalb des letzten Jahres ordentlich gestiegen. Dafür gibt es meiner Meinung nach im Allgemeinen zwei deutliche Gründe. Zum einen der nachhaltige Erfolg der Spielreihe rund um The Witcher. Die Saga rund um Geralt von Riva ist so erfolgreich gewesen, dass sogar Netflix eine Serie daraus gemacht hat. Diese wiederum hat sich auch enormer Beliebtheit erfreut; an einer zweiten Staffel soll schon gearbeitet werden.

Zum anderen dürfte die Kursrallye allerdings auch auf das kommende Triple-A-Release namens Cyberpunk 2077 zurückzuführen sein. Nach dem riesigen Erfolg von The Witcher hoffen nicht nur Gamer auf eine zweite Erfolgsgeschichte aus dem Hause CD Projekt. Auch Investoren schüren Hoffnungen auf einen neuen Hit und haben die Aktie auf ein neues All-Time-High geschickt.

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Nachfolgend möchte ich CD Projekt als Unternehmen vorstellen und auf meine persönliche Einschätzung zu den Erfolgsaussichten der Aktie näher eingehen. Die Entwicklung der Aktie ist bereits jetzt für frühe Investoren ein riesiger Erfolg. Allerdings bedeuten, wie wir wissen, vergangene Erfolge nicht zwangsläufig, dass die Zukunft ebenfalls erfolgreich sein wird.

Das Geschäftsmodell von CD Projekt

CD Projekt fokussiert sich auf die Entwicklung von hochwertigen RPGs (Role-Playing Games). Laut eigener Aussage sollen es dabei Spiele auf Weltklasseniveau sein. Dabei werden keine Kompromisse bei der Qualität gemacht und es wird nicht auf kurzfristige Profite geschaut. CD Projekt sieht die Entwicklung von Spielen als eine Art Kunst an, mit der sie in die Gaming-Geschichte eingehen möchten. Das klingt sehr ambitioniert, aber mit The Witcher ist ihnen damit auf jeden Fall ein Meilenstein gelungen. Ich vermute, dass jeder Gamer, der The Witcher gespielt hat, mir an dieser Stelle nickend zustimmen wird.

Vor allem dieser intensive und ehrliche Fokus auf die Gamer scheint bei der Community richtig gut anzukommen. Anstatt jedes halbe Jahr irgendein Spiel auf den Markt zu bringen, entwickelt man über Jahre mit Herzblut an ambitionierten Projekten. Im Jahr 2015 wurde der dritte und bisher letzte Teil der Witcher-Reihe veröffentlicht. Nach wie vor bringt das Spiel, inklusive nachgelaunchten DLCs (Spielerweiterungen), ordentlich Umsätze ein. Das ist offenkundig auch die Strategie von CD Projekt.

Man konzentriert sich auf sogenannte Flagships, die Umsätze und Gewinne über längere Zeiträume einspielen. Das überzeugt Gamer, denn diese haben viel Freude mit einem Spiel, das mit viel Liebe zum Detail und einer tiefen Story entwickelt worden ist. Dementsprechend kaufen diese Gamer auch dankend Spielerweiterungen, die für weitere Umsätze sorgen.

Das zweite Standbein von CD Projekt ist die Plattform GOG.com. Diese Plattform ist vergleichbar mit Steam und dient zum Kauf und zum Download von Spielen im Digitalformat. Bei den eigenen Publikationen spart sich CD Projekt hier die Vermittlungskosten, die beispielsweise bei Steam anfallen würden. Außerdem werden auch Spiele anderer Entwickler angeboten, was ebenfalls für Umsätze sorgt. Im ersten Quartal 2020 entfielen circa 30 % der Umsätze von CD Projekt auf GOG.com.

Die Aussichten der CD Projekt-Aktie

Man könnte CD Projekt durchaus bisher als One-Time-Hit-Produzenten betiteln. Der signifikante Anteil des bisherigen Erfolges ist schlicht und einfach auf The Witcher zurückzuführen. Selbst das mobile Spiel Gwent, das dem Kartenspiel Heartstone Konkurrenz macht, entstammt dem Witcher-Universum. Das heiß ersehnte Release von Cyberpunk 2077 würde, sofern erfolgreich, unterstreichen, was für ein Potenzial der polnische Spieleentwickler eigentlich hat.

Sollte also mit Cyberpunk 2077 ein Hit gelandet werden, könnte das CD Projekt in seiner Herangehensweise bestärken und vor allem für Umsätze sorgen, die dazu beitragen, als Unternehmen zu expandieren. Laut vorgestellter Strategieplanung von CD Projekt soll bis 2021 respektive 2022 ein zweiter Triple-A-Titel erscheinen. Sollte auch dieses Spiel ein Erfolg werden, könnte das dafür sorgen, dass die CD Projekt-Aktie ein ganz neues Niveau erreicht.

Die Bewertung

Gaming-Aktien steigen, wenn erfolgreiche Spiele publiziert werden (oder die Hoffnung darauf besteht). Doch sie fallen auch, wenn ein Spiel floppt. Das ist im Grunde genommen auch das größte Risiko bei der CD Projekt-Aktie. Selbst, wenn theoretisch alle Spiele mindestens mittelmäßigen Erfolg haben, muss man als Anleger wissen, dass die Umsätze und Gewinne sehr zyklisch sein können. Wenn Major-Releases stattfinden, steigen die Umsätze und Gewinne. Sind einige Jahre Entwicklung zwischen Releases, kann das Wachstum an dieser Stelle etwas stagnieren.

Mit einem Kurs von 93 Euro je Stück (Schlusskurs: 23.06.2020) wirkt die Aktie auf mich gegenwärtig sehr teuer. Wie bereits angedeutet, scheint die Euphorie rund um das neueste Major-Release weitestgehend eingepreist zu sein. Dementsprechend werde ich das Unternehmen weiterhin erst von der Seitenlinie beobachten. Dass das Unternehmen allerdings großartige Arbeit leistet, davon bin ich überzeugt. Sollte die Bewertung sich zu einem Zeitpunkt in meinen Augen normalisieren, werde ich vermutlich eine Anfangsposition aufbauen.

Im Gaming-Bereich gibt es einige interessante Trends. Vor allem der Bereich E-Sports könnte sich zu einem stark wachsenden Feld entwickeln. Anleger, die hier früh genug auf die Sieger setzen, könnten möglicherweise mit hohen Renditen rechnen.

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Caio Reimertshofer besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Netflix.

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