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Warum Warren Buffett mit seinen Fluglinien-Aktien doch recht hatte

Bestimmt hast du in der Presse verfolgt, dass der legendäre Investor Warren Buffett mit seiner Investition in vier amerikanische Fluglinien so richtig daneben gelegen und mehrere Milliarden US-Dollar verloren hat. Nach meinem Eindruck empfinden viele Kommentatoren eine heimliche Schadenfreude darüber, dass auch dem „Orakel von Omaha“ Fehler unterlaufen. Oft lese ich wegen der schlechten Performance seiner Investmentholding Berkshire Hathaway (WKN: A0YJQ2) auch, dass Buffett seine Fähigkeiten verloren habe und er daher besser zurücktreten solle. So etwas gab es zuletzt während der Internetblase im Jahr 2000 – aus der Berkshire stärker hervorkam als je zuvor.

Auf das Verhältnis kommt es an

Ich finde diese Aussagen unpassend. Zunächst einmal muss man die Verluste aus den Fluglinien ins Verhältnis setzen, wobei wir den genauen Betrag nicht kennen. Buffett hatte 2016 etwa 10 Mrd. US-Dollar für die Aktien bezahlt und sagte auf der diesjährigen Hauptversammlung, er habe diesen Betrag beim Verkauf nicht wieder erzielen können. Gehen wir also einfach von der Hälfte aus – das wären 5 Mrd. US-Dollar. Der gesamte Börsenwert von Berkshire Hathaway liegt bei rund 500 Mrd. US-Dollar; also hat Berkshire etwa 1 % seines Kapitals mit den Aktien verloren.

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Das ist für mich kein außergewöhnlicher Wert, es dürfte im Laufe eines Börsenjahres viele Tage geben, an denen das Berkshire-Portfolio stärker schwankt.

Aber warum nun war dieser verlustreiche Deal eine richtige Entscheidung? Wie kann ein Verlust von geschätzten 5 Mrd. US-Dollar ein guter Kauf sein?

Die Frage ist natürlich berechtigt. Du darfst aber nicht vergessen, dass wir heute über Wissen verfügen, das Buffett 2016 natürlich nicht haben konnte. Der Börsenpsychologe spricht hierbei von „Hindsight Bias“: Im Rückblick erscheinen Kursentwicklungen an der Börse vollkommen logisch und hätten gar nicht anders kommen können.

Eine gute Entscheidung

Buffetts Ablehnung der Luftfahrtbranche ist legendär. Umso mehr überraschte seine Entscheidung 2016, nun doch dort zu investieren. Aber er traf diese Entscheidung auf der Grundlage klarer Fakten, weil sich wesentliche Bedingungen der Branche in den Jahren zuvor für Investoren verbessert hatten:

  • Durch die Konsolidierung und den Zusammenschluss verschiedener Unternehmen hatte der ruinöse Preiskampf zwischen den US-Airlines deutlich nachgelassen.
  • Die Lust der Menschen auf Reisen und damit auch auf Flüge legte ungebremst zu.
  • Der deutliche Rückgang des Ölpreises führte zu sinkenden Treibstoffkosten für die Carrier.
  • Diese drei Punkte sorgten dafür, dass die vier führenden US-Fluglinien Delta Airlines, American Airlines, United Airlines und Southwest Airlines mehr Geld verdienten.
  • Dazu kam, dass die Aktien günstig waren.

Also alles gute Gründe, um in die Branche einzusteigen. Und die Aktien liefen bis zum Ausbruch der Corona-Pandemie durchaus ordentlich. Zwar nicht so gut wie die bekannten Technologiewerte, aber vom Kauf bis Ende 2019 legte etwa die Delta-Aktie ungefähr ein Drittel zu.

Der Verkauf der Aktien

Vom Coronavirus konnte Buffett 2016 nichts wissen. Aber als sich das ganze Ausmaß der Pandemie – vor allem für die Fluglinien – abzeichnete, reagierte Buffett schnell und trennte sich von den Papieren. Es war klar, dass auf Monate hinaus kein normaler Flugverkehr möglich sein würde und dass das massive Belastungen für die Airlines wären. Ohne Staatshilfe hätte keine Linie überlebt.

Buffett hat also richtig gehandelt: Er sah, dass seine Investmentthese nicht mehr stimmte und dass sich die Aussichten für die Branche komplett verändert hatten. Daraufhin zog er die Notbremse und trennte sich von seinen Aktien. Er versuchte nicht, auf höhere Kurse zu spekulieren, um eventuell seinen Kaufkurs zu erreichen und keinen Verlust realisieren zu müssen. Gerade bei Aktien, die aus gutem Grund stark gefallen sind, ist es unwahrscheinlich, dass sich die Kurse schnell wieder erholen.

Investitionen in Nebenwerte

Was Buffett mit dem Verkaufserlös der Aktien und den restlichen 130 Mrd. US-Dollar Liquidität von Berkshire Hathaway vorhat, wissen wir nicht. Wenn du aber gerade Aktien verkauft oder etwas Geld gespart hast und nach Anlagemöglichkeiten suchst, habe ich hier eine Idee für dich.

Ich bin schon seit Beginn meiner eigenen bescheidenen Börsenkarriere vor über 30 Jahren ein Fan von Nebenwerten. Das sind kleinere Unternehmen, deren Namen häufig nicht einmal erfahrenen Börsianern bekannt sind. Dabei handelt es sich oft um innovative Firmen, die noch von ihren Gründern geführt werden. Das heißt: Der Chef ist nicht einfach ein austauschbarer bezahlter Manager, sondern jemand, der falsche Entscheidungen genau wie seine Aktionäre im Depot spürt. Jemand, der mit langfristigem Horizont denkt und nicht nur von Quartal zu Quartal.

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Offenlegung: Peter besitzt Aktien von Berkshire Hathaway (B-Shares). Von Peter betreute Depots besitzen Aktien von Berkshire Hathaway (B-Shares). The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Berkshire Hathaway (B-Shares). The Motley Fool empfiehlt Aktien von Delta Air Lines und Southwest Airlines und empfiehlt die folgenden Optionen: Long Januar 2021 USD 200 Calls auf Berkshire Hathaway (B-Shares), Short Januar 2021 USD 200 Puts auf Berkshire Hathaway (B-Shares) und Short Juni 2020 USD 205 Calls auf Berkshire Hathaway (B-Shares).

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