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Russischer Energieminister über Gazproms Nord Stream 2 und den Ölpreis!

Es gibt viele Dinge, die Öl- und andere Energieaktien aus dem fossilen Bereich derzeit beschäftigen. Ein generelles Thema ist dabei der Ölpreis, der seit Jahresanfang besonders volatil ist. Bedingt durch ein gigantisches Überangebot und eine schwächelnde Nachfrage sind die Notierungen regelrecht gecrasht. Kurzzeitig notierte das Barrel WTI sogar im negativen Bereich.

Bei Gazprom (WKN: 903276) und Nord Stream 2 kommt hingegen noch eine weitere Komponente dazu: Die strategisch wichtige EU-Pipeline erfährt in letzter Zeit viel Widerstand. Insbesondere die US-Politik versucht die Fertigstellung noch auf den letzten Metern zu boykottieren.

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Jetzt hat der russische Energieminister Alexander Nowak sich im Rahmen eines Interviews zu beiden Baustellen geäußert. Investoren von Gazprom sollten insbesondere bei den folgenden Zeilen etwas näher hinsehen.

Über Nord Stream 2

Ein erstes Thema innerhalb des „Handelsblatt“-Interviews ist natürlich Nord Stream 2 gewesen. Gerade aktuell erhöhen die USA schließlich ein weiteres Mal den Druck. Allerdings scheint Nowak zuversichtlich zu sein, was die Fertigstellung des Projektes anbelangt. Diesbezüglich sagte er:

Gebaut wird die Pipeline von einem Konsortium ausländischer Firmen, nicht von Russland. Das Projekt Nord Stream 2 ist bereits abgeschlossen aus Sicht der Investitionen und der wirtschaftlichen Funktionsfähigkeit. Für den rein physischen Abschluss der Bauarbeiten werden alle möglichen technischen Mittel eingesetzt.

Und bezüglich des US-Widerstands beziehungsweise des Widerstands generell:

Diese Pipeline ist ein kommerzielles Projekt, das vor allem Europa und seiner Energiesicherheit dient. Sie nützt der Konkurrenz und dem Wettbewerb. Denn je mehr Versorgungswege es gibt, desto besser und preiswerter wird die Auswahl unter Lieferanten und Lieferrouten. Die Sanktionen und die Verschärfung gegen Nord Stream 2 sind absolut illegal und völlig inadäquat. Das ist reiner Protektionismus. Die USA wollen Europa ihr Flüssiggas oder noch andere Projekte aufnötigen. Das ist eine Einmischung in die Souveränität europäischer Staaten.

Es scheint, als bestätige Nowak hier genau das, was wir als Investoren im Grunde bereits wissen: Die Beziehungen zur EU sind wichtig. Und die Sanktionen werden auch von russischer Seite als illegitimen Eingriff gewertet. Die Fertigstellung des Projektes scheint dabei bloß noch eine Formalität zu sein, wobei Russland selbst jetzt alle Register zieht.

Über die OPEC und den Ölpreis

Ein zweites brandheißes Thema ist außerdem der Ölpreis und die OPEC-Einigung gewesen. Besonders interessant sind dabei die Passagen darüber, wie man zu den aktuellen Kürzungen steht. Beziehungsweise wann der Markt wieder ausgeglichener sein könnte. Nowak sagte hierzu:

Das, was wir vereinbart haben, ist gut berechnet worden. Bis Ende Juni könnte ein Ausgleich zwischen Ölangebot und Verbrauch erreicht werden, ab Juli könnte bereits ein leichtes Angebotsdefizit entstehen. Im Juli wird es ja durch das Abkommen zwei Millionen Barrel Öl weniger am Markt geben als ursprünglich geplant. Dann schauen wir weiter. Es ist ja sehr vieles im Unklaren: Die Konsumentennachfrage und wird es eine zweite Corona-Welle geben, die viele erwarten. Das würde die Märkte noch mal erheblich durcheinanderwirbeln.

Und auch:

In diesem Jahr sicher nicht wieder. Wir hoffen, dass es 2021 wieder so weit sein wird. Vielleicht braucht es dafür aber auch zwei, drei Jahre. Denn die Menschen werden weniger fliegen, weniger Auto fahren, weniger reisen und mehr online machen. Zwar wird die Wirtschaft wieder wachsen, aber die Ölnachfrage durch den Verkehr wird geringer bleiben.

Nowak scheint die Ölpreise sehr realistisch zu sehen. Ein Ausgleich in diesem Jahr scheint weit entfernt in Anbetracht der hohen Lagerbestände. Ein ausgeglicheneres Verhältnis zwischen Angebot und Nachfrage scheint daher eher das zu sein, was möglich ist.

Zudem existieren viele Unsicherheiten, insbesondere in Zeiten des Coronavirus. Es könnte zu etwas mehr Gleichgewicht womöglich im Jahre 2021 kommen, allerdings erscheint das fraglich. Brisant ist jedoch, dass der russische Energieminister auch weitere Kürzungen für möglich hält. Selbst wenn sie momentan nicht angebracht seien. Die OPEC+ beobachte die Entwicklung der Märkte in ihren inzwischen monatlichen Sitzungen jedoch sehr genau.

Bemerkenswerte Einschätzungen!

Innerhalb des Interviews mit dem Handelsblatt können wir als Investoren von Gazprom, aber auch anderer Öl- und Erdgasaktien wertvolle Einschätzungen erhalten. Der russische Energieminister gibt sich zuversichtlich, was Nord Stream 2 anbelangt, und realistisch, was die Ölpreisentwicklung angeht. Das lässt hoffen, dass Fortschritte bei dem Projekt erzielt werden können. Sowie auch, dass die Ölakteure bedächtig agieren und sich womöglich auf weiterhin stützende Maßnahmen einlassen werden.

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