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Nestlé-CEO über Coronavirus, Wasser und den E-Commerce im Lebensmittelsegment

Die Aktie von Nestlé (WKN: A0Q4DC) ist vergleichsweise solide durch die volatile Zeit des Corona-Crash gekommen. Nicht bloß, dass der Aktienkurs bei einem momentanen Level von 100,50 Euro (19.06.2020, maßgeblich für alle aktuellen Kurse) knapp unter dem Vor-Corona-Crashniveau von 103,00 Euro liegt. Nein, auch die Korrektur ist mit einem Tief bei 83,50 Euro vergleichsweise gering gewesen.

Das wenig zyklische Geschäft und die zuverlässige Dividende mögen dazu beigetragen haben. Allerdings existieren auch einige Dinge, die zu Kritik geführt haben oder aber eine Belastung in irgendeiner Hinsicht darstellen.

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In diesem Sinne hat sich der Nestlé-CEO jetzt den Fragen von Journalisten gestellt, worüber insbesondere Schweizer Medien (unter anderem watson.ch) berichtet haben. Werfen wir in diesem Sinne einen Foolishen Blick auf einige Kernaussagen zu Themen wie Coronavirus, Wassergeschäft oder auch Kritik am Konzern. Die, wiederum, teilweise auf dem Wassergeschäft fußt.

Über das Coronavirus

Ein Thema, das insbesondere die Produktion getroffen hat, war zuletzt das Coronavirus. Bei den Kaffeekapseln beispielsweise konnten die Schweizer nicht mehr alle Varianten liefern. Der Lebensmittelkonzern hat sich daher entschieden, sich auf die Kernmarken zu konzentrieren. Eine Frage ist jedoch weiterhin, ob es nicht ein Klumpenrisiko gibt, wenn man bloß in der Schweiz produziert. Doch auch hierauf hat das Management scheinbar eine Antwort gefunden:

Um zu verhindern, dass bei Infektionen gleich alle drei Fabriken betroffen sein könnten, haben wir den Verkehr zwischen ihnen komplett unterbunden. Ich bin stolz darauf, mit welcher Präzision dort gearbeitet wird – nicht nur, aber gerade in dieser extremen Situation. Das ist „Best of Switzerland“.

Und weiter:

Mangel gab’s keinen, einfach etwas weniger Auswahl. Indem wir temporär weniger Varianten produzierten, konnten wir von den beliebtesten Kapseln dafür umso mehr herstellen. Inzwischen sind wir wieder nahe am Normalbetrieb. Ich habe mir die Situation vor Ort selbst angeschaut, insbesondere um zu sehen, ob die Sicherungsmaßnahmen funktionieren.

Nestlé setzt daher weiterhin auf eine regionale Produktion, um die Qualität zu gewährleisten. Die einzelnen Standorte scheinen dabei isoliert zu werden, um selbst im Fall einer Infektion die Produktion aufrechterhalten zu können. Das beinhaltet zwar gewisse Risiken. Langfristig dürfte der Fokus auf Qualität allerdings ein richtiger Schritt sein. Das Coronavirus ist schließlich nicht alles.

Über das Wassergeschäft

Der Nestlé-CEO ist außerdem gefragt worden, wie man das Wassergeschäft bewertet. Konkret ist gefragt worden, ob man die Strategie verändere beziehungsweise eine gewisse Abkehr von der vorherigen Strategie des ehemaligen CEO Brabeck einläute. Diesbezüglich sagte Schneider:

Das würde ich nicht sagen. Ich bewundere, was Peter Brabeck und auch sein Vorgänger Helmut Maucher im Wassergeschäft aufgebaut haben. Jetzt geht es aber darum, sich dem veränderten Markt zu stellen. Erstens sehen wir, dass es beim tiefpreisigen einfachen Wasser einen ganz anderen Wettbewerb gibt als früher, darum überprüfen wir dieses Geschäft. Zweitens sehen wir ein viel höheres Umweltbewusstsein bei den Konsumenten. Zum Thema Wasser stehen wir aber nach wie vor.

Wasser ist und bleibt daher ein Fokus im strategischen Alltag des Schweizer Lebensmittelkonzerns. Schneider nimmt allerdings auch kein Blatt vor den Mund, dass der Markt hart umkämpft ist. Es bleibt abzuwarten, welche Maßnahmen hier folgen werden. Es könnte allerdings eine Andeutung inhärent sein, dass womöglich Marken oder Produktionsstandort im Rahmen des Konzernumbaus vor Veränderungen stehen. Es ist spannend, wie es hier weitergehen wird.

Über den E-Commerce

Ein drittes brandheißes Thema ist außerdem der E-Commerce. Hier scheint das Management signifikante Veränderungen durch das Coronavirus zu sehen. Der Handel wird vermutlich nachhaltig digitalisiert werden. Allerdings sehen die Verantwortlichen bei Nestlé im Lebensmittelsegment weiterhin eine Mischung aus lokalen Läden und dem Onlinehandel. Hier gibt es die folgenden Aussagen, die man als Investor kennen sollte:

Bei Lebensmitteln wird es immer eine Mischung aus digitalem und physischem Verkauf geben. Bei lagerfähigen Produkten, von Kaffeekapseln bis zur Tiernahrung, wird der Onlineanteil noch deutlich anwachsen.

Und weiter:

Die Mischung aus Online und Boutiquen macht es weiterhin aus. Die Kunden möchten beides. Und bei Premiumprodukten wie Nespresso ist ein attraktiver physischer Standort auch wichtig, um sie richtig zu positionieren.

Der stationäre Einzelhandel wird bei Nestlé auch künftig eine große Rolle spielen. Allerdings scheint es so, als würde das Management die Veränderungen in den Verbrauchergewohnheiten bemerken. Das ist wichtig, um auch künftig agil zu bleiben. Für den weltgrößten Lebensmittelkonzern keine einfache Aufgabe, weshalb das Bemerken der Veränderungen besonders wichtig sein dürfte.

Ein paar starke Aussagen!

Der Nestlé-CEO Schneider hat im Rahmen dieses Interviews einige wirklich bemerkenswerte Aussagen getätigt. Die Quintessenz ist für mich: Das Management denkt langfristig, über das Coronavirus hinaus. Wasser wird eine wichtige Rolle spielen. Und man beobachtet den Onlinehandel. Es wird spannend zu sehen, welche konkreten Maßnahmen daraus folgen werden.

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Vincent besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool empfiehlt Nestlé.

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